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Fahrkomfort vs. Einstiegskomfort

Neulich stand ich mit einem Kollegen in der Küche und wir haben uns – oh Wunder – über Autos unterhalten. Ich fahre derzeit einen Ford S-MAX von 2010, unser Gespräch drehte sich aber um Audi. 2008 hatte ich einen nigelnagelneuen Audi A4 Avant 8k als Firmenwagen bekommen. Ich habe den Audi geliebt, was mitunter mit der herrlichen Ausstattung zu tun hatte, in der ich mir den Audi zusammen stellen durfte.

So hatte ich auch Sportsitze und das Sportfahrwerk in meinem Audi. Die Sportsitze waren einfach nur perfekt. Sie boten einen optimalen Seitenhalt und waren auch auf langen Strecken unglaublich angenehm für meinen Rücken. Das Sportfahrwerk war ebenfalls eine gute Wahl, der Audi A4 lag stets perfekt auf der Strasse und ich kann mich an keine Situation erinnern, bei der ich das Fahrwerk mal auch nur ansatzweise negativ erlebt habe.

Allerdings war das Sportfahrwerk in Verbindung mit den Sportsitzen durchaus etwas “anstrengend” beim Ein- vor allem aber beim Aussteigen. Ich erinnere mich noch ziemlich genau, wie genervt ich von meinem eigenen Seufzer beim Aussteigen war. Ich habe mich eigentlich gar nicht so alt gefühlt. Vor allem in Verbindung mit dem sportlichen Gefühl, was mir der Audi beim Fahren gegeben hat, stand das Aussteigen dann doch immer in einem krassen Gegensatz.

Der Ford S-Max, obwohl mit der 202PS Maschine ausgestattet und durchaus flotte Fahrweise zulassend, vermittelt hingegen nicht gerade sportliche Fahrweise. Dafür ist das Ein- und Aussteigen ein Traum. Man rutscht mal eben auf den Fahrsitz und genauso locker wieder herunter.

Wenn ich jetzt auch noch bedenke, dass der Grossteil der Porschefahrer ja auch eher der Altersgruppe Ü40 zugehörig ist, dann denke ich, dass die Automobilhersteller vielleicht mal ihre Entwicklungsabteilungen auf eben jenes Problem ansetzen. Es muss doch möglich sein, dass man auch in ein sportliches Fahrzeug bequem ein- und auch vor allem wieder aussteigen kann.