NAIAS2012: Mini Roadster

MINI hat auf der NAIAS 2012 den Mini Roadster präsentiert. Nach dem Mini Coupe nun den zweiten Zweisitzer in der aktuellen Baureihe. Für mich persönlich hatte Mini auf der North American International Auto Show 2012 in Detroit mit Abstand den kreativsten Stand gebaut.

Der neue Mini Roadster stand nicht nur in schwarz und weiss zur Präsentation dort, sondern hing auch auf einem skizzierten Achterbahn-Gestell unter der Decke. Selbst wenn eine Menschentraube um die beiden ausgestellten Fahrzeuge herumstand, konnte man sich noch den über einem hängenden Mini ansehen. Sehr löblich! Unter dem hängenden Mini war eine Art Werkstatt aufgebaut in der unter anderem das Mini Coupe in einer John Cooper Works Edition präsentiert wurde.

Der Mini Roadster gefällt mir weit besser als das auf der IAA präsentierte Coupé. Mit geöffnetem Dach steht der Mini knuffig und gleichzeitig elegant da und vermittelt dem Betrachter durchaus Sportlichkeit. Das Stoffdach des Mini Roadsters verschwindet nach dem Aufklappen komplett hinter den Sitzen. Die beiden Überrollbügel hinter den Kopfstützen fallen als solche kaum auf, gewährleisten mit dem verstärkten Windschutzscheibenrahmen einen erhöhten Schutz im Falle eines Überschlages.

Ein Kofferraum mit 240 Litern lädt nicht unbedingt zum Wochenendeinkauf der Grossfamilie ein, aber dafür ist der kleine Zweisitzer wohl auch kaum gedacht. 240 Liter reichen locker für das kleine Wochenend-Gepäck von zwei Personen. Zudem schwingt die kleine Heckklappe weit nach oben auf. Begünstigt durch niedrige Ladekante ist das Ein- und Ausladen ein Kinderspiel und wird mitunter die weibliche Kundschaft begeistern.

Den MINI Roadster kann man sich bereits auf der MINI Webseite zu belieben zusammen konfigurieren. Der Einstiegspreis für das Basismodell mit 122 PS liegt bei 22.600 EUR, der Mini John Cooper Works Roadster mit allen derzeit verfügbaren Ausstattungsmöglichkeiten kostet nicht ganz 40.000 EUR. Wer das nötige Kleingeld hat und nicht auf Kinder Rücksicht nehmen muss, bekommt dafür eine kleine, attraktive Rakete mit 211 PS, die einen in 6.5 Sekunden von 0 auf 100 km/h katapultiert. Erst bei knapp 240 km/h endet dann die Beschleunigungsorgie. Beim Betrachten meiner Bilder kriecht schon wieder dieses HABEN WILL in mir hoch.

Kleine Anekdote am Rande. An meinem zweiten und letzten Tag auf der NAIAS war ich erst bei Mercedes und hatte den freundlichen Mitarbeiter dort gebeten, das Dach des neuen Mercedes-Benz SL einmal zu schliessen, damit ich das in Bilder festhalten konnte. Der gute Mann stellt sich neben den Daimler und drückt auf den Schlüssel – ssssrrrrr schliesst sich das Dach. Danach war ich dann bei Porsche und habe die Hostess gebeten, das neuen Porsche 911 Cabrio ein Mal für mich zu schliessen. Die hübsche und freundliche Frau setzt sich in den Porsche und ssssrrrrrr schliesst sich das Dach. Anschliessend bin ich bei MINI. Ich bitte den freundliche Mitarbeiter das Dach des Roadsters zu schliessen. Er läuft auf das Auto zu – und ich denke noch so “Wie clever, dass Du mir ins Bild läufst” – und beginnt das Dach mit der Hand zu schliessen. Sicherlich macht ein elektrisches Verdeck beim MINI so gut wie gar keinen Sinn. Auch wenn er es von Aussen geschlossen hat, sah es für mich so aus, als könne man es auch schliessen, ohne den MINI Roadster zu verlassen. Trotzdem fand ich das irgendwie witzig. Vielleicht muss man auch dabei gewesen sein.