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Probefahrt BMW Z4 Sdrive 2.8i mit Dunlop Sport Maxx RT

Disclaimer für die Transparenz: Dunlop hat mich zu dem Dunlop Sport Maxx RT / Race Workshop eingeladen. D.h. sämtliche Reise- und Hotelkosten wurden von Dunlop übernommen.
Zudem haben wir noch einen Kuli, eine Kladde und eine Jacke als Erinnerung bekommen. Wer meint, dass dies mein Urteil beeinflusst, sollte den nachstehenden Artikel erst gar nicht lesen.


Setzt Euch in den BMW Z4 E89 und bewegt Euch zwei Stunden damit durch Andalusien. So in etwa lautete unsere erste Aufgabe beim Dunlop Sport Maxx RT / Race Workshop. Der Roadster war mit den neusten Dunlop Sport Maxx RT bestückt und wir sollten ein erstes Gefühl dafür bekommen. Ich kann sagen, dass es mir zu keinem Zeitpunkt an Grip fehlte, selbst nicht auf den unbefestigten Nebenstrassen, die wir für uns entdeckt hatten.

Für mich war es die erste Fahrt in einem BMW Z4 und das obgleich das Modell schon seit 2009 auf dem Markt ist. Ich mag den Vorgänger, den E85, von der Form her mehr. Ich bin aber auch kein besonders grosser BMW-Fan. Letztendlich ist der Z4 aber ein schnittig-eleganter Roadster. Gut. Einsteigen. Dach auf! Schliesslich meinte es die Sonne gut mit uns und gegen die Temperaturen von gerade mal 10 Grad halfen Sitzheizung und Wollmütze. Der Vorgang des Dachöffnens und Schliessens des Stahldachs erledigt die Elektrik übrigens in weniger als 20 Sekunden.

Bei dem uns zur Verfügung gestellten Modell hat es sich um einen sDrive28i gehandelt, den es ab 43.400 Euro bei BMW gibt. Der 2Liter-4Zylinder-Motor leistet 245 PS und regelt bei 250 km/h ab. Auf den Landstrassen Spaniens sind 90 km/h erlaubt und man ermahnte uns auch, dass sich die lokale Polizei unsere Veranstaltung bewusst wäre. Also los. Kupplung durchtreten. Startknopf drücken. Erster Gang rein. Kommen lassen. Los.

Der Z4 bewegt sich. Und das in angenehmer Form. Wer mag, kann die 1.5 Tonnen Fahrzeuggewicht in 5.7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Die Sitze sind bequem und von der Beschaffenheit der spanischen Strassen merkt der Rücken nichts. Ein beherzter Tritt aufs Gaspedal quittiert der Wagen mit einer spritzigen Vorwärtsbewegung. Und nur die mahnenden Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder trüben den Fahrspass. Der Wagen läuft wie auf Schienen und man hat zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, das Auto würde einem nicht folgen. Selbst bei unserem Abstecher auf die unbefestigten Strassen gab das Fahrwerk sich keinen Hauch von Blösse.

Allerdings gleich die Frontscheibe im Auto sitzend schon ein wenig einer Schiessscharte. Durch die tiefe Sitzposition (das Ein- und Aussteigen klappte dafür aber noch recht gut – selbst für einen Mann Anfang Vierzig) und die recht kleine Scheibe ist die Sicht nach vorne ein wenig behindert für meinen Geschmack.

Während ich die Form des BMW Z4 noch gefällig finde, kann ich mit der Gestaltung der Fahrgastzelle so gar nichts anfangen. Die Haptik mag ich einfach nicht. Die Knöpfe der Klimaanlage sind mir zu mächtig. Dagegen verschwinden andere Bedienelemente im dunklen Nichts. Warum das Navi-Display, was elektrisch aus- eigentlich eher auffährt, erschliesst sich mir so gar nicht. Schliesslich braucht man es immer. Für mich aber das Schlimmste: Ich habe es nicht hinbekommen, über mein iPhone Musik auf die Anlage zu bringen. Ich bin kläglich gescheitert. Und ich halte mich nicht für ungeschickt mit solchen Dingen. Im Vergleich – auf der Rückfahrt von Düsseldorf nach Bielefeld hatte ich mein iPhone innerhalb einer Minute mit dem Entertainment-Gedöns des neuen Opel Corsas verbunden.

Mein Fazit: 2 Stunden in dem Auto reichen nicht, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Aber für einen ersten Eindruck reicht es locker: Ich finde, dass der BMW Z4 Sdrive28i ein schnittiger Roadster mit sportlichem Ansatz und gutmütigen Fahreigenschaften ist. Wem die Haptik des Innenraumes zusagt, der steigt ein und hat Spass.