Oldtimer
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Mein fast Ford Granada

Nur um die Erwartungshaltung ob diesen Artikels gleich richtig einzustellen: “fast” ist deutsch, nicht englisch zu lesen. Ich hatte mal fast einen Ford Granada Coupé. Farbe: Gold – zumindest irgendwas hässlich ähnliches. Mit einem schwarzen Vinyl-Dach. V6. Automatik. Wohl ein 77iger.

Ich muss sagen, ich mag Ford nicht. Mochte ich noch nie und werde ich vermutlich auch nie mögen. Man möge mich bitte nicht falsch verstehen. Ich fahre gerade einen Ford S-Max, das ist ein wirklich tolles Auto. Wir haben auch noch einen Ford Mondeo Diesel. Der Motor läuft und läuft und läuft … Ford baut gute Autos. Ich behaupte nichts anderes. Ich mag Ford nur irgendwie nicht. Selbstredend mit einer Ausnahme. Ich liebe den Ford Mustang. Aus den 60igern wie auch den aktuellen Ford Mustang.

Und damals den Ford Granada. Der Wagen war nicht viel Jünger als ich. Ein echter Youngtimer. Ich wollte den haben. Der Wagen stand an der Tankstelle, an der ich immer tanke zum Verkauf. In der Werkstatt dieser Tankstelle – ja, man glaubt es kaum, damals™ konnte man in der Tankstelle noch keinen kompletten Wocheneinkauf erledigen, dafür aber sein Auto reparieren lassen – arbeitete einer meiner besten Freunde und wurde von mir als Schrauber vereinnahmt.

Nun war das Ford Granada Coupé zwar ein totaler Schnapper. Aus erster Hand. Hach, und ich war echt verliebt. Ich wollte den haben. Und ich hätte den auch gekauft. Aber der Schrauber hatte keine Zeit. Und am Granada hätte einiges gemacht werden müssen. Was für eine Qual. Ich bin fast zwei Wochen lang immer ganz zufällig täglich an der Tankstelle vorbei gekommen. Nur um noch mal um den Granada herumzuschleichen. Dann war er weg. Schade.

Als ich den Grünen in Bremen gesehen habe, ist das alles wieder hochgekommen. Also, falls jemand einen hat, ich würde gerne mal mitfahren.