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Auto-Salon Genf 2012: RUF CTR3 Clubsport

RUF. CTR3. Clubsport. Orange. 3,8 Liter. Mittelmotor. 777 PS. 370 km/h. 960 Nm. In 3.2 Sekunden von 0 auf 100.

Muss ich irgendwas dazu schreiben? Nicht wirklich, oder?

RUF wurde 1939 gegründet und veredelt seit den 60iger Jahren erfolgreich Porsche-Fahrzeuge, seit 1981 darf sich RUF höchstoffiziell Automobilhersteller nennen. 1987 erschuf RUF den CTR mit 342 km/h seinerzeit das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug. Gut zehn Jahre später wurde der Nachfolger CTR2 vorgestellt. Und nochmals 10 Jahre später – 2007 – der RUF CTR3. Und nun in Genf 2012 den RUF CTR3 Clubsport. Der normale CTR3 ist schon ein Knaller. Beim CLUBSPORT hat RUF auf seinen Kunden gehört und noch mal etwas nachgelegt. Am Gewicht wurde nochmal etwas abgespeckt (Carbon so weit das Auge reicht) und die Aerodynamik mit neuen Anbauteilen optimiert.

Der Einsatzort für den RUF CTR3 Clubsport – die Rennstrecke.

Der CTR 3 ist eine Eigenkonstruktion von RUF, die ansatzweise auf dem Porsche Cayman basiert. Der Turbo-aufgeladener Sechszylinder-Boxermotor leistet nun 777 PS (statt 750) und gibt seine geballte Kraft über ein sequentielles Sechsgang-Getriebe auf die Hinterachse weiter. Entsprechende Geraden vorausgesetzt, erreicht der RUF CTR3 Clubsport eine Höchstgeschwindigkeit von 370 km/h. Da ist man schon nah dran am Fliegen.


Rennsport. Rennstrecke. Und damit ist wirklich nicht die Düsseldorfer Kö gemeint. Das darf man auch glauben, wenn man einen Blick in den Innenraum wirft. Spartanisch. Sportlich. Das Gewicht des Luxus musste dem Einsatzzweck weichen.

Nein, der RUF CTR3 Clubsport eignet sich nicht wirklich, um die Kinder in die Kita zu bringen. Und man sollte wohl auch das nötige Kleingeld mitbringen. Was man aber auch hat, wenn man sich so ein Fahrzeug leisten kann wie auch das Fahren auf einer Rennstrecke. Nicht ganz von ungefähr hat RUF mittlerweile eine Produktionsstätte in Bahrain.

Ich schleiche in Genf über den RUF-Stand. Nein, ich bewege mich langsam und vorsichtig. Ehrfürchtig. Um den Wagen herum. In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Auf der einen Seite bin ich fasziniert von diesem Geschoss, das auf seine ganze eigene Art wirklich wunderschön ist. Auf der anderen Seite denke ich an Mutter Natur und frage mich wieviel Benzin so ein Wagen wohl auf der Rennstrecke aus dem Tank saugt. Einen kurzen Augenblick erwische ich mich bei dem Gedanken zum Standpersonal zu gehen und zu fragen “Heydo, was letzte Preis?”, entscheide mich dann aber doch stattdessen die Aura des CLUBSPORT noch einen Augenblick in mich einzusaugen. Was für ein Auto.