Oldtimer
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TCE12: Fuldamobil


Ich hatte ja schon zu meinem ersten Eindruck der Techno Classica 2012 in Essen geschrieben, dass es mir da einfach zu viel Masse und zuviel Hochglanz gab. Eine meiner persönlichen Perlen war eben dieses Fuldamobil, was auf dem Außengelände feilgeboten wurde (und nein, ich habe weder nach dem Preis gesehen, noch war ich clever genug, das Preisschild zu fotografieren). Zudem stand es da noch so niedlich neben einem 911er, das hatte an sich schon etwas. Man beachte bitte in der Galerie das Bild mit den beiden Heckpartien …

Fuldamobil? Ja, Fuldamobil! Einst eine Automarke aus Fulda, die eben jenes kleine süsse Auto, im Fachdeutsch Kleinstwagen genannt, zwischen 1951 und 1969 in recht geringer Stückzahl – insgesamt weniger als 3.000 Einheiten – baute. Im Wandel der Zeit wurde der Holzrahmen mit einer Aussenhaut aus zunächst Kunstleder, dann Aluminium und später Kunststoff bezogen. Dabei wurde auch immer mal wieder ein anderer Motor genutzt – die Spanne reicht da zwischen 191 bis zu 359ccm, die dann zwischen 6.5 und 10.2 PS leisteten und in der Regel aus dem Zweiradbau entliehen waren. Der Antrieb reichte aber damals aus, um das um die 300 kg (Kunststoff-Bespannung) schwere Gefährt bis zu 80 km/h zu beschleunigen. Bemerkenswert ist noch, dass sich das urige Gefährt noch mal mit seinem Eigengewicht beladen liess.

Bei einem Verbrauch von gerade mal 4.5 Litern 1:25 Gemisch-Benzin, kam man mit dem Fahrzeug ganze 320 km weit.

Im Microcar Museum, das in diesem Blog beizeiten mal einen eigenen Beitrag bekommt, findet sich auch ein Fuldamobil der eher ersten Generation und man kann schön sehen, wie sich das von mir abgelichtete Model aus der ersten Generation heraus entwickelt hat.

Wenn man sich so manch heutiges ConceptCar, wie den VW Nils oder auch den ja jetzt verfügbaren Renault Twizy ansieht, dann bin ich wirklich gespannt, ob wir uns irgendwann wirklich wieder in Richtung Microcar zurückentwickeln.