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TCE12: Maserati Tipo 200S

Auf der Techno Classica in Essen 2012 standen ja genug Autos herum, deren Kaufpreis mein Dekadengehalt um ein Vielfaches übersteigen. Solche Autos finde ich eigentlich vollkommen unspannend, solange ich sie nicht fahren darf. Man muss doch zumindest die Illusion haben, dass man sich so ein Gefährt unter Umständen irgendwie leisten kann. Dann wiederum gibt es ein Aspekt, der mich doch oft genug auch bei solchen Perlen anzieht. Form und Verarbeitung. Und genau dies trifft bei dem abgebildeten Maserati Tipo 200S voll und ganz zu.

Man möge mir bitte keine autoerotischen Neigungen zuschreiben, aber die Formen dieses Rennwagen, der von Maserati für wohlhabende Privatrennfahrer konstruiert wurde. Gerade mal 29 Stück wurden von dem Maserati Tipo 200S gebaut. Der Wagen, der auch von bekannten Grössen wie Stirling Moss oder Caroll Shelby in Rennen gefahren wurde, verfügt – wohlgemerkt, der Wagen stammt aus den 50iger Jahren – einen 4 Zylinderreihenmotor, der aus 2 Liter Hubraum 186 PS schöpft. Damit konnte dann der mondäne Sportsmann Höchstgeschwindigkeiten von 250 km/h erreichen. Was sich liest, wie die Werte eines sportlichen Autos unserer Zeit würde damals durch ein Kampfgewicht von nur 670 KG erreicht.

Spartanischer Innenraum ohne jegliche Form von Luxus – sowas machte früher ein sportliches Auto aus. Und selbst bei Kleinteilen wurde Gewicht gesparrt, wie man an den Verschlussknebeln der Motorhaube des Maserati Tipo 200S sehr sehr schön sehen kann.

Und um diesen Maserati bin ich diverse Male herum geschlichen. Was für wunderschöne Details in der Verarbeitung, was für ein phänomenale Form. Einfach nur ein wunderschönes Auto. Unabhängig von Preis und Verfügbarkeit. Ich hoffe, ich konnte in meinem Bildern einfangen, was ich vor Ort so genossen habe.