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Stromern mit dem Nissan Leaf

Der Probefahrer Alex Kahl war wieder ein paar Tage unterwegs und so hatte ich seinen Nissan Leaf noch mal 2 Tage bei mir. Das ist eigentlich eine ganz nette Sache, da kann man Erlebtes erstmal sacken lassen und dann beim zweiten (und auch jedem weiteren) Mal auf ganz andere Dinge achten.

Als ich den Nissan Leaf übernommen habe, stand die Reichweite auf 45 Kilometer. Meine Anfahrt zum Büro beträgt in etwa 15 Kilometer. Ich muss gestehen, da bin ich automatisch etwas nervös geworden. Wissend, dass der Einsatz von Heizung, Licht und anderen Verbrauchern die Reichweite doch signifikant beschränken kann, rechne ich beim Nissan Leaf lieber etwas großzügiger.

Also habe ich dann in der Firma mal testweise nach einer Möglichkeit gesucht, den Leaf zu laden. Das Ladekabel, was beim Leaf in eine Steckdose unter dem blauen Logo (finde ich sehr schick und findet sich auf auch dem Lenkrad und Heck wieder) auf der vorderen Haube befindet, ist gut zwei Meter lang. Ich konnte eine normale Steckdose in der Garage nutzen und das Kabel dann unter dem Tor zum Leaf führen. Passte gut. Für ein Mal geht sowas ja, tendenziell sind aber auch schon Leute für das Aufladen ihres Handys abgemahnt worden. Mit 30 km Reichweite bin ich in der Firma angekommen. Nach 4 Stunden an der Steckdose war der Nissan Leaf zwar noch nicht wieder aufgeladen, aber meine Reichweite hatte sich auf entspannte 85km erhöht.

Wer also überlegt, sich einen Leaf als Pendlerauto zu nehmen, der sollte beim Arbeitgeber mal nach einer schaltbaren Außensteckdose mit eigenem Zähler nachfragen. Richtig rund wird es, wenn der Arbeitgeber auch grünen Strom einkauft. In unserer Nachbarschaft befindet sich eine Firma, die sogar zwei Schnelllade-Parkplätze für ihre Stromer-Mitarbieter eingerichtet hat (Sowas ist ja heuer durchaus noch innovativ und sorgt sogar noch für eine positive Schlagzeile in der Lokalpresse). Per Schnellladung und 50 kW Gleichstrom sind die Akkus übrigens in weniger als 30 Minuten zu 80 Prozent wieder voll. Ein klein bisschen hilft dann auch noch die im Dachkantenspoiler integrierte Solarzelle (Sonderausstattung: 300 Euro), welche die 12-Volt-Bordbatterie bei ihrer Arbeit unterstützt.