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Nissan 370Z bei der NISSAN Z Experience 2012

Nicht denken, lenken! höhnt die Stimme aus dem Walkie-Talkie, was in der Mittelkonsole meines Nissan 370Z trohnt und ich auch nicht ausschalten darf. Ich bin eben über eine Platte gefahren, die dem Heck meines Nissans einen ordentlichen Schubs zur Seite gegeben hat. Meine Aufgabe war es, das Heck des Fahrzeugs mittels richtiger Lenkbewegung wieder zurück in die Spur zu bringen. Stattdessen habe ich eine lustige 180° Drehung hinter mir. Nicht denken … Pah, denke ich. Erklär mal einem Kopfmenschen, wie er das Denken einstellen soll. Also reihe ich mich brav wieder in die Schlange der sechs Teilnehmerfahrzeuge ein und warte auf meinen nächsten Versuch.

Beschleunigen auf über 45 km/h, sonst bewegt sich die Platte nicht. Kurz vor der Platte auskuppeln, um den Hinterrädern die Kraft zu nehmen. Rummmms! Der Wagen bricht hinten rechts aus. Also reisse ich das Lenkrad nach rechts. Statt einer ganzen 180° Drehung, dreht sich der Nissan 370Z nur um 90°. Als Erfolg wertet das die Stimme aber nicht. Wenn Du lenkst willst, dann tu es richtig. Du musst richtig einschlagen! Ich hätte also stärker gegenlenken müssen. Ok. Nachdem mir etwa sieben Mal das Heck gezielt ausgebrochen ist, schweigt die Stimme (die im Übrigen zu meinem Instruktor Wolfgang Drabiniok gehört, der den 24-Stunden-Rennen-Fans durchaus bekannt sein sollte). Nicht aus Ehrfurcht oder Respekt ob meiner glanzvollen Leistung – nein, ich habe mich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, aber nun kann mein Beifahrer Jens Stratmann von Rad-ab.com auf dem Fahrersitz zeigen, dass er das besser kann als ich.

Ich befinde mich auf der Anlage des ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Grevenbroich. Im Rahmen der Nissan Track Days 2012 wurde ich von Nissan zur NISSAN Z Experience eingeladen, um den Nissan 370Z und seine Fahreigenschaften ein wenig besser kennenlernen. Damit das alles gut klappt, kümmert sich das Team von Drive and Fun. Drei Stationen durchlaufen wir. Slalom-Fahren, diese eben erwähnte “Dynamikplatte” und dann dürfen wir noch über einem Kurs im Kreis fahren – mal den Schalter, mal den 370Z mit Automatikgetriebe.

Nach 150 Minuten ist der Spass vorbei. Schade eigentlich. Auf der Dynamikplatte hätte ich den ganzen Tag verbringen können. Nach dem Prinzip “der stete Tropfen höhlt den Stein”, hätte ich da nach ein paar Stunden bestimmt noch ein Erfolgserlebnis gehabt. Den Nissan 370Z werde ich mir in ein paar Wochen noch mal genauer ansehen können. Das Fahrtraining hat meine Vorfreude noch gesteigert. Ich bin den schon mal ein paar Meter gefahren, das ist schon ein schönes und nettes Coupé! Für mich steht fest, dass ich in Zukunft des öfteren mal solche Aktionen mitmachen sollte, denn gelernt habe ich durchaus einiges. Gute Aktion.

Jens hat seine Eindrücke in seinem Blog festgehalten: Behind the Scenes: Nissan Track Days 2012 – ADAC Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich