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Angefahren: Porsche Panamera S Hybrid

Disclaimer für die Transparenz: Porsche hat mich zum Sachsenring eingeladen, d.h. sie haben die Reise- und Hotelkosten übernommen. Wer meint, dass dies mein Urteil beeinflusst, sollte den nachstehenden Artikel erst gar nicht lesen.

Die Crux an den Veranstaltungen, bei denen man mal eben ein Auto fahren kann, ist eben, dass man nicht Zeit für alles hat. Fotos schiessen, ein paar Clips filmen und gleichzeitig noch Fahreindrücke sammeln. Das Ganze innerhalb einer Stunde. Für mich nicht zu schaffen, aber ich freue mich ja durchaus, dass einige Kollegen sich innerhalb von einer halben Stunde heuer ein genaues Bild über die Fahreinegenschaften eines Fahrzeugs machen können. Ich leider nicht.

Ja, ich bin den Porsche Panamera S Hybrid gefahren. Leider sass ich aber wirklich nur 10 Minuten am Steuer. Dafür haben ich auch 15 Minuten auf dem Rücksitz gesessen. Und das hatte durchaus auch etwas. Man hat doch erstaunlich viel Platz. Mehr als man dem Sportcoupé von aussen ansieht. „Unser“ Panamera hatte für die Passagiere im Fond sogar eine Möglichkeit den Beifahrersitz von hinten nach vorne zu fahren. Sehr angenehm. Und auch die beiden Einzelsitze im Fond verstärken während der Fahrt bei mir noch das Gefühl, dass der gute Can Struck mich ruhig noch ein bisschen weiter chauffieren kann.

Als ich dann am Steuer sitze, freue ich mich am meisten über den Elektromotor. Ein bisschen seltsam, oder? Ich sitze im Porsche und will mit Strom fahren. Das hat mich aber eben schon nachhaltig in Stuttgart bei dem Porsche Tennis Grand Prix fasziniert: Als da ein Porsche Panamera Hybrid des Fahrdienstes so lautlos an uns vorbei geglitten ist. Und eben dieses Gefühl des akustischen Schwebens kann man auch im Porsche Panamera Hybrid geniessen.

In der Mittelkonsole finden sich für das Fahren zwei relevante Tasten: das Sport-Programm und das elektrische Programm. Gleichzeitig lassen sie die beiden nicht nutzen. Sport, links, bringt die Kapelle in Wallung, Elekro, rechts, versetzt den Panamera in den Flüstermodus. Bis 50 km/h kann man lautlos gleiten (meines Erachtens kann man das auch irgendwo einstellen, denn bis zu 85 km/h kann man mit dem Elektroantrieb erreichen), danach kickt dann der „richtige“ Motor ein. Auch meldet sich das Fossilien verbrennende Agregat, wenn man genug Druck auf das Gaspedal ausübt.

10 Minuten am Steuer sind einfach zu wenig. Ich möchte den Porsche Panamera gerne noch einmal ein paar Tage in Ruhe testen. Sicherlich ist der Diesel auch interessant — so empfand ich übrigens auch die Pressekonferenz bei der Veranstaltung – interessant, wie der Zuffenhausener Sportwagenhersteller versucht, die Antriebe seiner Modelle immer effizienter zu formen — allerdings spricht mich das lautlose Fahren mit dem Elektroantrieb noch mehr an.

Ein paar Fotos habe ich geschossen – sowohl für die mitgereisten Kollegen Can Struck und Bjoern Habegger als auch für Euch, die Leser: