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Angefahren: Citroen DS3 Racing

Disclaimer für die Transparenz: Citroen hat mich zum Event nach Engelkirchen eingeladen, d.h. sie haben die Reisekosten übernommen und mich kostenlos bewirtet. Wer meint, dass dies mein Urteil beeinflusst, sollte den nachstehenden Artikel erst gar nicht lesen.

Die kurze Zeit, die ich im Citroen DS3 Racing gesessen habe, hat mich ein kleiner chromiger Knopf rechts neben den Rundinstrumenten beschäftigt. Ich konnte mir einfach keinen Reim darauf machen, wozu der Knopf gut war. Immer noch ahnungslos habe ich dann einen der Citroen-Mitarbeiter gefragt. Und siehe da – ich wäre auch nie drauf gekommen. Hinter dem Knopf verbirgt sich ein Duftspender. Man kann da einen duftenden Einsatz platzieren, der dann hinter dem Cockpit verschwindet, statt wie ein Duftbaum am Rückspiegel baumeln zu müssen.

Du bist einen Citroen DS3 Racing gefahren und kannst nur über den Duftspender schreiben? Nein. Aber genau sowas ist es, was ich mit der Marke Citroen verbinde. Kleine, nette und durchdachte Detaillösungen, die aus der Masse hervorstechen. Dafür mag ich Citroen. Aber zurück zum Racing …

Citroen hat wirklich ein bisschen Pech. Seit 2003 fährt das Citroen Racing Team regelmäßig erste Plätze bei der WRC ein. Bloß in Deutschland spielt die WRC eben so gar keine Rolle, obgleich mit der Rallye Deutschland sogar rund um Trier ein Rennen der Serie in unserem Land ausgetragen wird. Insofern ist der Image-Gewinn durch all die Siege bei uns eher maginal. Dennoch ist der Citroen DS3 Racing eine schöne Homage an das Siegerauto der 2011 WRC, dem Citroen DS3 WRC. Eine sehr limitierte Homage im übrigen. Noch exklusiver ist nur der Citroen DS3 Racing S. Loeb, den ich schon in Genf bewundert habe. Auf dem DS3 Racing basierend wird er in der Farbkombination mattschwarz/rot ausgeliefert. Weltweit gibt es nur 200 Exemplare.

Und wie fährt sich der Rennzwerg? So wie er aussieht. Sehr flott. Ich bin den Wagen ein Stück Landstrasse und ein bisschen auf der Autobahn gefahren. Auf Drehzahl gebracht, rennt der Citroen DS3 Racing wie verrückt. Der 1.6 Liter Vierzylinder Motor leistet 207 PS. Die können den DS3 Racing, sofern der Fahrer beim Schalten alles richtig macht in 6.5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, beschleunigen. In den Sportsitzen hat man guten Halt und trotzdem findet noch mindestens ein Erwachsener bequem Platz auf den Rücksitzen. Besonders schön fand ich die lackierten oragenen Flächen im Innenraum. Da vergisst man zu keinem Zeitpunkt, in was für einem Fahrzeug man gerade sitzt. Bis 190 km/h kann man auch locker hoch beschleunigen, die Höchstgewindigkeit von 235 km/h habe ich aufgrund des Verkehrsaufkommens nicht erreicht. Die Federung ist nicht so bretthart, wie das Äußere vermuten lässt, soll heissen man ist in dem sportlich gestalteten Fahrzeug sogar ansatzweise französisch-komfortabel unterwegs.

Wer Interesse an einem DS3 Racing hat, sollte alsbald seinen Händler ansprechen. Diese limitierte Version des DS3 wird es in Deutschland nicht zu oft zu kaufen geben.

Die Jungs von TopGear hatten übrigens auch eine Menge Spass mit dem Citroen DS3 Racing: