Allgemein
Kommentare 7

Ich sage “JA!” zum Bilster Berg!


Ich hatte vor einem Weilchen schon über den Bilster Berg Drive Resort geschrieben, einer sich in Bau befindlichen Rennstrecke, die in unserer Umgebung entsteht. Ensteht? Oder enstellen soll. Denn wie immer bei größeren Bauvorhaben gibt es Widerstand. Und so hat das Verwaltungsgericht in Minden die vorhandene Betriebsgenehmigung vorübergehend außer Kraft gesetzt. Wenn man bedenkt, wie oft der Bund der Steuerzahler ganz abstruse Baugeschichten aus öffentlicher Hand aufdeckt, so ist es besonders bitter, dass dieses rein aus privaten Mitteln und ohne öffentliche Gelder finanzierte Vorhaben blockiert wird.

Das Gericht äußert Zweifel an der Funktionsfähigkeit der Lärmüberwachung. Ich bin für Anwohnerschutz – wirklich. Ich möchte auch nicht an einer Rennstrecke wohnen. Aber auch nicht in der Einflugschneise eines Flughafens. In jenem Fall macht es sich Vater Staat ja immer leicht, die Bürger zu entmündigen. In Falle eines privaten Bauvorhabens kann man aber durchaus erstmal im Vorfeld und lange nach Baubeginn die Funktionsfähigkeit der Lärmüberwachung in Frage stellen.

Ich sage aus anderen Gründen JA zum Bilster Berg. Ich meine, dass wir in Deutschland durchaus Platz für eine weitere anspruchsvolle Teststrecke haben. Wenn man alleine rechnet, wie viele der deutschen Premiumhersteller immer wieder bei Tests auf Strecken im Ausland ausweichen. Oder Fahrveranstaltungen ins europäische Ausland auslagern, dann kann man sogar die Rennstrecke ökologisch vertreten. Man rechne einfach, den (auch ökologischen) Aufwand einen ganzen Tross an Testwagen und Leuten nach Spanien oder Norwegen zu karren.

Die Gruppe PRO Bilster Berg hat zu dem Thema eine Online-Petition ins Leben gerufen. Wer abstimmen will, kann das hier.