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Nissan Z-Geschichte: Vom 260Z bis zum 370Z

Als ich an diesem Jahr auf der Techno Classica in Essen plötzlich vor einem Nissan 280 ZXT stand, kamen da Erinnerungen aus meiner Jungend hoch. Als ich wenig später die Einladung zur Nissan Z-Experience bekam, formte sich der Gedanke, den „alten“ Nissan 280ZXT mal gegen den neuen Nissan 370Z zu stellen. Und daraus dann eine kleine Foto-Session oder gar ein kleines Video zu drehen. Kurz bei dem Oldtimer-Eigner angefragt. Interesse. Kurz bei Nissan angefragt, ob man uns für so einen kleinen Event einen neuen Nissan 370Z (hinter dem Link verbirgt sich mein Fahrbericht) stellen würde. Bingo. Und so sassen Jens und ich ein paar Wochen später in einem Nissan Juke auf dem Weg gen Westen, um unsere Story einzufangen.

Manchmal kommt es anders. Ziemlich oft sogar. Unser Oldtimer-Kontakt – seines Zeichens aktives Mitglied im Z & ZX Club Deutschland e.V. – hatte geschrieben, dass eventuell noch ein Kollege dazu stossen würde. Statt einem Kollegen kam dieser dann aber inklusive Herzdame, die ihrerseits ihr automobiles Schätzchen mitgebracht hatte und aus der Gegenüberstellung Nissan 370Z und 280ZX wurde ein lustiges Z-Generationentreffen.

Auf dem Parkplatz, auf dem wir ein wenig rumspielen wollten, standen da neben dem von uns mitgebrachten, weißen 2012 Nissan 370Z als GT-Edition, sein etwas jüngerer Bruder, der 2005 Nissan 350Z in einer limitierten gelben Sonderedition. Dazu dann der schon in Essen bestaunte 1980 Nissan 280ZXT und sein älterer Bruder, ein 1976 Datsun 260Z (von 1931 bis 1981 war Datsun eine Marke von Nissan und wurde seit dem zweiten Weltkrieg vornehmlich als Badge für Exportfahrzeuge genutzt). Geballte 36 Jahre Nissan Markengeschichte im Zeichen des Z, die mit dem Datsun 240Z allerdings schon 1969 begann.

Wer sich die Zeit nimmt und einmal in Ruhe durch die Gallerie klickt, wird sehen, dass sich die Aussenhülle zwar im Wandel der Zeit geändert hat, doch einige Elemente des 260Z sich auch im neusten Modell, dem 370Z wiederfinden. Dies gilt auch für den Innenraum. Welcher Z nun der Schönste ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich bin ein großer Fan vom aktuelle Modell, muss aber als Oldtimer-Liebhaber sagen, dass ich der 260Z mit weitem Abstand am besten angehört hat, auch wenn er mit seinem 129 PS starkem 2.6 Liter Sechszylinder-Motor nicht mal die Hälfte der Leistung des 370Z mit einem 3.7 Liter V6-Triebwerk mit seinen 331 PS hat.

Der Nissan 280ZXT überzeugt zweifelsohne mit den beiden herausnehmbaren Targa-Dachhälften. Wie im anhängenden Video sehr schön zu sehen ist, kann der Lenker so ein Cabrio-Feeling geniessen ohne zu sehr den Elementen ausgeliefert zu sein. Ich mag ja Targa-Dächer, auch wenn sie den Nachteil hatten, dass man mit Ihnen den ganzen Kofferraum füllt und dass die Dinger nunmal ziemlich schwer sind. Kurz nach Erwerb meines Führerscheins hatte meine Schwester eine Weile einen Nissan 100 NX, eine Art Z für arme Leute. Der Wagen hatte nur 90 PS, was aber den Fahrspass bei einem Trip nach Frankreich keinen Abbruch tat. Seit dem Nissan 350Z stellt Nissan ja neben dem Coupé potentiellen Frischluftfreunden auch eine Cabrio-Version zur Wahl.

Mehr Informationen zu den einzelnen Fahrzeugen wird Euch Jens drüben bei Rad-ab präsentieren. Im ersten Beitrag hat er sich schon den Nissan 280ZXT befasst. Ich hingegen habe die Impressionen unseres gemeinsamen Vormittags in einem kleinen Video zusammengefasst: