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Greenway – The best way – für ein Leben ohne Stau

Am Wochenende habe ich bei irgendeinem Nachrichtenmagazin im Fernsehen einen kurzen Bericht über das Projekt Greenway gesehen. Es handelt sich um ein Projekt von 4 Studenten aus Hannover und Bielefeld, die sich das Ziel gesetzt haben, die (deutschen) Staus erheblich zu dezimieren und dabei dann auch noch die Umwelt zu retten. Hört sich nach einem hehren Ziel an, die Technik steht aber schon.

Und auf der technischen Seiten verfolgen die Jungs einen ziemlich einfachen und dennoch sehr einleuchtenden Ansatz. Um sicher und schnell von A nach B zu kommen, installiert man sich ihre App aufs Smartphone. Diese App unterhält sich dann mit einem Server, der alle Bewegungsdaten der Benutzer sammelt und so schon mal fix weiss, wo gerade ein Stau ist. Nun berechnet der Server – und das ist neu – für jeden eine eigene Ausweichroute. Statt also alle Leute vom Stau in den nächsten zu schicken, wie das heutige Navis ja mal ganz gerne tun, berechnet der Server für jeden einzelnen Fahrer eine eigene Ausweichroute. So dass man sich beim Ausweichen also nicht blockiert. Ziemlich pfiffig.

Sofern ich den Bericht richtig verstanden habe, verhandeln die Entwickler bereits mit Taxi-Unternehmen. Erst wenn 10% der Fahrzeuge in der jeweiligen Region das System nutzen, kann es effektiv greifen. Ich würde mir wünschen, dass die grossen Naiv-Anbieter wie TomTom und Navigon sich an dieses Projekt anhängen. Denn wer wenig im Stau steht, verbraucht auch weniger Sprit und wir alle würden dann Mutter Erde auch noch einen kleinen Gefallen tun. Auch könnte man somit vielleicht diese unsäglichen Feinstaub-Geschichten vermeiden.

7 Kommentare

  1. Wäre jetzt nur die Frage: Wie viele Ausweichrouten gibt es denn potentiell?! Das ist logistisch keine leichte Aufgabe – aber ein durchaus spannender Ansatz.

    Ich habe am Wochenende bei der Heimfahrt aus dem Urlaub ja erlebt, dass es da durchaus noch Potential gibt: Um Hannover war alles dicht. Statt also 2 Stunden im Stau zu warten hat mich meine Frau mit Google Maps um die roten Verkehrslinien geleitet. Umweg: 40 Kilometer, aka 20 Minuten. Klappt halt leider nicht immer – wenn man in HH am Elbtunnel hängt, hängt man halt da.

    • In der Maz hatten sie als Beispiel wohl eine Grossstadt. Wenn die A2 um Braunschweig rum dicht ist, dann wird da wohl auch kaum was zu machen sein. Aber vom Vernehmen nach hat das System wohl ein ziemlich grosses Potential.

  2. Pingback: Nachhaltig Auto fahren | urbanito

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