Probefahrten
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Angefahren: 2012 Jaguar XJ V6 Diesel

Im Rahmen der Fahrveranstaltung von Jaguar, zu der ich letzten Wochenende eingeladen war, habe ich mich so gut es ging auf das Jaguar XK Cabriolet konzentriert. Trotzdem habe ich es geschafft den Jaguar XJ mit dem 3 Liter V6 Diesel ein paar Minuten zu fahren, wie auch den XF, dem ich später noch einen Artikel spendieren werde.

Ein paar Minuten bin ich ihn gefahren, den Jaguar XJ. Zu wenig, um mir ein glaubwürdiges Urteil zu erlauben. Aber genug, um einen ersten Fahreindruck zu schildern. Der XJ wildert im deutschen Oberklassen-Segment und wirbt um die Gunst der Käufer, die sich sonst für Audi A8, Mercedes-Benz S-Klasse oder den 7er entscheiden. Und nach einer ersten Sitzprobe wird der Jaguar seinem Premium-Anspruch in diesem Segment durchaus gerecht. Edles Leder, Holz und Metall bestimmen den Innenraum. Der Wohlfühlfaktor klettert automatisch ein paar Stufen nach oben. So kann man durchaus reisen. Mehrere hundert Kilometer – ohne Probleme.

Auch beschleunigt der 3 Liter Diesel die fast 1.8 Tonnen schwere Raubkatze sehr flott. In Zahlen ausgedrückt heisst dies – von 0 auf 100 km/h in 6.4 Sekunden. Ich weiss nicht, ob es an dem englischen Salon-Flair lag oder an den kurvigen Landstrassen, mir kamen Beschleunigung und Durchzug imposanter vor als diese nackte Zahl es einem Glauben machen will.

Nicht wirklich überzeugen konnte mich der digitale Tacho. Jaguar verwendet statt echten Rundinstrumenten nun ein Display auf dem virtuelle Rundinstrumente angezeigt werden. Das ist zwar durchaus praktisch, weil so u.a. bei Bedarf das Navigationssystem seine Anweisungen dort an exponierter Stelle anzeigen kann, ich bin aber eher old school und mag echte Zeiger. Ablesen konnte man die Anzeigen aber problemlos – selbst bei strahlendem Sonnenschein. Nettes Gimmik dabei: Wenn man den Jaguar XJ im Sportmodus bewegt, bekommen die virtuellen Rundinstrumente einen roten Rahmen (Robert Basic hat ein Bild dazu in seinem Beitrag.).

Vor Ort waren auch noch zwei Langversionen des Jaguar XJ, die auf die Typenbezeichnung XJ L hören. Mit dem einen konnte man sich zum Ring shuttlen lassen, der andere wurde als Ring-Taxi eingesetzt – Fabian Mechtel hat darüber berichtet.

Mehr Impressionen zu dem Jaguar XJ in meiner Foto-Gallerie: