Probefahrten
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Mit dem Mercedes-Benz A 250 Sport auf dem Flugfeld (W176)

Direkt bei der ersten Fahrzeugvergabe der “Mercedes-Benz A-Klasse”-Fahrveranstaltung in Slowenien habe ich – gefragt nach meinen Wünschen – geantwortet: Alles egal – Hauptsache die A-Klasse hat den Sternenhimmel-Kühlgrill. Bummer. Davon hatten sie keinen da. Aber man stellte mir in Aussicht, dass ich ihn noch später des Abends zu Gesicht bekommen würde. Daimler hatte nämlich eigens zur Prösentation des Mercedes-Benz A 250 Sport (W176) einen kleinen Privatflugplatz kurzfristig in einen Handlingkurs umgewandelt, um uns die Chance zu geben, es mit der – bis zum Erscheinen des Mercedes-Benz A 45 AMG – sportlichsten Ausgabe der neuen A-Klasse so richtig krachen zu lassen. Dazu konnte die Startbahn des kleinen Flughafen sowohl für einen schnellen Slalom als auch für eine kleine Beschleunigungsorgie zweckentfremdet werden.

Schon allein durch den Kühlgrill kommt der Mercedes-Benz A 250 Sport dem Concept A von der Erscheinung her am Nächsten. Die roten Elemente – aussen wie innen – unterstreichen den sportlichen Auftrag, nicht zuletzt ist der A 250 Sport “engineered by AMG”. Kurz um den Wagen herumgelaufen und schon lasse ich mich in die ledernen Sportsitze fallen. Den roten Sicherheitsgurt ins Schloss gedrückt, beide Hände ans griffige Lederlenkrad. Ich bin bereit. Während früher bei einem sportlichen Auto auf keinen Fall eine manuelle Schaltkonsole fehlen durfte, wird der A 250 Sport serienmäßig mit dem 7G-DCT Automatikgetriebe ausgeliefert. Sportlich aktiv selbst schalten kann der Freizeitpilot dennoch über die formschönen und gut erreichbaren Schaltwippen am Lenkrand.

“Wir fahren jetzt erstmal eine langsame Einführungsrunde, danach erhöhen wir dann die Geschwindigkeit.” krächzt der Fahrinstruktor aus dem Führungsfahrzeug durch das Walkie Talkie und unserer kleiner Tross setzt sich langsam in Bewegung. Ich habe mit Bedacht das letzte Fahrzeug aus dem 5er Pool gewählt, so dass ich mich auch problemlos ein wenig zurückfallen lassen kann. Einziges Manko dieser Wahl – ich kann nicht mal im Rückspiegel einen dieser Kühlergrille sehen, die ich so gelungen finde. Während der Einführungsrunde gefallen Sitze und Lenkrad. Eine perfekte Kombination in meinen Augen. Kurz vor Ende der Runde gibt es eine Kurve, dahinter eine kleine Schikane, damit wir nicht zu schnell an der “Zuschauer”-Geraden vorbeifahren.

In der zweiten Runde steigt der Instruktor im Führungsfahrzeug dann aufs Gas, so dass auch wir Verfolger das Gaspedal bis ans Bodenblech (naja, gegen das gut gedämmte Bodenblech) treten können. Die nackten Zahlen: 211 PS, 350 Nm, VMax 240 km/h, 6.6 Sekunden auf 100 km/h. Drei vier Runden dürfen wir dem Mercedes-Benz A 250 Sport die Sporen durch eine großzügig gesteckte Slalom-Strecke geben. Auf der letzten Runde dann ignorieren wir die Pylonen und erleben die Beschleunigung von 30 auf 130 km/h. Der A 250 Sport ist kein Rennwagen. Nein, aber er fährt sich durchaus sehr sportlich und so ist er ja gedacht. Mir gefällt er. Wer meint, dass er mehr Kraft benötigt, muss eben auf die AMG-Version warten, die dann preislich aber auch eine ganz andere Hausnummer ist. Der A 250 Sport kostet im Konfigurator nicht ganz 3.500 Euro mehr als der “normale” A 250.

Ich habe es irgendwie – Asche auf mein Haupt – versäumt, den Innenraum abzulichten. Hier ein paar weitere Impressionen inkl. Sonnenuntergang.