Probefahrten
Kommentare 7

Angefahren: Jaguar XF 2.2 Diesel

Den Jaguar XF kannte ich schon recht gut, bevor ich das erste Mal im Rahmen der Jaguar-Fahrveranstaltung am Nürburgring, zu der man mich eingeladen hatte, in ihn eingestiegen bin. Halt virtuell. Aus dem Konfigurator. Ja, der virtuelle XF und ich, wir hatten vor über einem Jahr schon ein paar schöne Stunden, weil ich damit geliebäugelt habe, ihn als Firmenwagen zu nehmen. Ich hatte mir da schon eine richtig schöne Traumwagen-Blase zusammengereimt, die dann aber leider geplatzt ist.

Das Starten des XF, „mein“ rotes Testfahrzeug war mit dem kleinen Diesel ausgestattet, der aus 2.2 Liter Hubraum 190 PS zieht, ist ein Erlebnis für jede Person, die sich auch nur ein wenig für technische Spielereien interessiert. Man drückt den Startknopf und nicht nur der Wahlhebel der 8-Gang-Automatik fährt nach oben, auch die Lüftungsdüsen werden mit kleinen Stellmotoren geöffnet. Man mag darüber denken, was man will – ich mag es. Mir hat es Spass gemacht, den Wagen zu starten.

Der Jaguar XF 2.2 Diesel ist jetzt keine Rakete. Soviel konnte ich innerhalb der halben Stunde, die ich hatte, durch aus er_fahren. Aber mit der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h von 8.5 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h ist man auf deutschen Strassen durchaus flott unterwegs. Ich hatte aber eh den Eindruck beim Fahren als wolle mich der XF erst gar nicht zum Schnellfahren verleiten. Nicht etwa, weil es nicht gehen würde, eher hat mir das Ambiente des XF das Gefühl gegeben, ich würde sowieso ruhig und entspannt ans Ziel kommen, warum also die Eile. Kann man mich verstehen? Ein anderer Ansatz: Selbst das Anspielen des Fast-n-Furious-Soundtracks (Hachja, das Premium-Soundsystem von Bowers & Wilkins hat mich erneut begeistert [und ja, ich arbeite für die Firma] ), was bei mir im Auto sitzend häufig mit flotter Fahrweise einhergeht, konnte mich im XF so gar nicht animieren. Der kleine Lord Jan wollte einfach nur entspannt fahren. Und das klappt im XF wirklich perfekt. Kollege und Nordschleifenvirtuose Sebastian hingegen hat den XF mit Kraftpaket gefahren – liest man seine Zeilen, so scheint der Jaguar XF durchaus zwei Gesichter zu haben.

Auf den Punkt gebracht, die Fahrt im Jaguar XF 2.2 Diesel hat Lust auf mehr gemacht. Vielleicht ergibt es sich ja mal, dass ich den Wagen mal ein paar Tage in Ruhe testen kann. Nachstehend noch ein paar Impressionen: