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Mercedes-Benz A-Klasse – Das Rennen | Making-of

Ich höre ja immer mal wieder durch Dritte, dass man denkt, dass Autoblogger ein süsses, tolles Leben führen. Ständig durch die Welt jetten und zwischendurch die coolsten Autos fahren. Sicherlich kann ich diese beiden Behauptungen nicht vollkommen von der Hand weisen, möchte in diesem Artikel aber mal auf die Kehrseite hinweisen – anhand des nachstehenden Filmes, den ich mit den Kollegen Lisa, Bjoern und Kim zusammen bei der Fahrveranstaltung zur neuen Mercedes-Benz A-Klasse in Slowenien erstellt habe.

Mercedes-Benz war so nett und hatte mir für den Event ein Film-Team angeboten. Ich hatte dankend angenommen und hatte mir sogar ein kleines Script geschrieben. Die beiden Jungs waren extrem entspannt und locker drauf und nachdem Kim und ich eine A-Klasse ausgesucht hatten, machten wir uns auf dem Weg, die beiden Jungs vom Film in einem Sprinter im Schlepptau.

Wir hatten gerade das Areal verlassen, da pochte der erste Regentropfen auf die Frontscheibe. Sogleich der nächste und kaum einen Kilometer später regnete es. Super. Regen ist der Feind der Fahrveranstaltung. Im Regen kann man nur sehr bedingt schöne Fotos machen – zumindest aber werden diese dann eher düster. Im Regen kann man auch schlecht etwas mit dem Filmteam machen. Nach vorne Filmen können Sie nicht, weil sonst ja die ganze Linse voll mit Regentropfen das gute Bild empfindlich stört. Nach hinten heraus kann der Kameramann aber auch schlecht filmen, weil die Gischt des Kamerafahrzeuges sich dann auf die Linse setzt. Wir reden hier von einer Fahrveranstaltung mit einem Kameramann und nicht einem ganzen Filmset.

Also sitzt man im Auto und fährt. Und fährt. Und hofft einfach nur, dass das Wetter besser wird. Vor Ort hat man in der Regel nicht mehr als 24 Stunden. Eher deutlich weniger. In dieser Zeit will man ein paar ansprechende Fotos schiessen, ein paar Clips drehen – und ja – darum geht es ja eigentlich – das Auto er_fahren. Und wenn Dir dann der Regen den ersten Tag fast komplett nimmt, dann ist der zweite Tag mehr als nur stressig.

Ich gehe bei den Veranstaltungen in der Regel gegen 23 Uhr aufs Zimmer und gucke noch mal meine Ausrüstung durch. Um 4:30 Uhr geht dann der Wecker, damit ich um 5 Uhr im Dunklen losfahren kann, um mir eine ansprechende Location zum Fotografieren zu suchen. Das Fotografieren dauert dann meist 60-90 Minuten, danach hetze ich zurück ins Hotel. Frühstücken, Duschen, Packen, Aushecken und wieder ins Auto. Mal geht der Flug schon mittags, machmal hat man auch bis zum Nachmittag.

Eben diese Zeit haben wir dann für alle Aufnahmen genutzt, die man oben in dem kleinen Film sehen kann. Mein kleines Drehbuch-Script hatte ich schon ins Nirvana geschickt, dafür war die Zeit zu knapp, zudem die meisten anderen Blogger (und ich wollte eigentlich viel mehr einbinden) nun auch die verlorene Zeit genutzt haben, um ihre Bilder zu knipsen. Als uns das Filmteam verlassen hat, um den nächsten Job zu erledigen, wollten wir eigentlich noch ein paar GoPro-Aufnahmen machen. Dumm nur, dass wir dann auf die Autobahn mussten. Da kann man zwar herrlich fahren, aber leider nicht alle 5 Minuten anhalten, um die Kameras in eine andere Position zu versetzen.

Als uns das Navi dann von der Autobahn herunter geleitet hat, waren wir auch schon in der Stadt. Wer sich artig den Clip angesehen hat, versteht, dass wir da dann auch nicht wirklich noch mit den GoPros arbeiten konnten. Dumm gelaufen. Das Auto an der Relais-Station abgestellt und dann geht es in der Regel auch schon zum Flughafen, wenn man den Wagen dort nicht direkt abgibt.

Kawumms sitzt man auch schon wieder im Flieger. Und kann anfangen, die Fotos auf dem Notebook zu sichten und die Videos von den Speicherkarten zu ziehen.

Ich will nicht leugnen, dass es mir einen Heidenspass macht und ich wirklich gerne dabei bin. Aber ich darf vielleicht darauf hinweisen, dass es durchaus verdammt anstrengend ist.