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Ford stellt den neuen Ford Mondeo vor

Als Ford 1996 das erste Facelift des 1993 eingeführten Ford Mondeo vorstellte, überlegte ein guter Freund von mir, sich den Turnier, wie die Kombis bei Ford heissen, zu kaufen. Er fuhr damals den abgelegten, fliederfarbenen 5er seines Vaters, der ihm als Student zu viel verbrauchte. Ich war seinerzeit schon voll und ganz auf meinem Oldtimer-Trip. Sein Vorhaben war dennoch überraschend für mich. Seit unserer gemeinsamen Kindheit war die Marke Ford in unserer Wahrnehmung eher als Zugabe für abwertende Witze geeignet. Allerdings musste ich nach einer gemeinsamen Probefahrt zugeben, dass der Mondeo weder besondern hässlich, dafür aber einen ungemein praktischen wie sparsamen Eindruck machte, ohne dabei komfortlos zu wirken.

15 Jahre später sitze ich in einer Halle in Amsterdam und muss mich zusammenreissen, dass mir nicht die Kinnlade auf den Bauch rutscht. Da fährt also der neue Ford Mondeo in die Halle und verdammt will ich sein, dieses neue Hatchback (die deutsche Bezeichnung lautet Fließhecklimousine) sieht wirklich richtig gut aus. Als ich das erste Bild per Instagram raushaue, bekomme ich eine Twitter-Antwort von MatzeLoCal „welcher Designer von Aston Martin arbeitet jetzt eigentlich für Ford?“ Das frage ich mich auch. Die Frage mag Ford vielleicht ein wenig zu sehr schmeicheln, aber das Hatchback finde ich wirklich wirklich gelungen.

Mein Kollege fährt den aktuellen Ford Mondeo Turnier und versucht mich seit nunmehr einem Jahr zu bekehren, dass der Mondeo wirklich ein tollen Auto ist. Jaja, denke ich dann immer. Für einen Ford vielleicht. Ford stellt den neuen Mondeo in Amsterdam gleich in allen drei Karosserie-Varianten vor. Als Hatchback, Kombi und Limousine bzw Sedan. Die letzteren beiden Fahrzeuge sind nett anzusehen, kommen aber meines Erachtens doch gegen die schöne Form des Hatchbacks nicht heran. Auf dem Factsheet kündigt Ford an, dass es die Mondeo-Familie sowohl als Benziner (auch mit dem 1 Liter Dreizylinder EcoBoost-Motor, Markteinführung Ende 2013), Diesel, Hybrid electric und Plug-in hybrid electric (2.0 Liter Benziner im Zusammenspiel mit einem 48 PS Elektromotor) kommen wird. Beim Getriebe kann man zwischen einem manuellen 6-Gang-Getriebe oder einer 6-Gang-Automatik wählen. Zudem soll eine Allrad-Version angeboten werden.

Scollt man durch den Pressetext, den wir auf dem USB-Stick mitbekommen haben, so bekommt man schnell den Eindruck, dass Ford der Meinung ist, dass die Motorisierung eigentlich egal ist, solange das technische Feature-Paket nur gross genug ist. Wunschausstattung: Innovatives Multimedia-Konnektivitätssystem Ford SYNC mit MyFord Touch inklusive 8-Zoll-Touchscreen, moderner Sprachsteuerung, vielseitigen Schnittstellen und einem WLAN-Hotspot für bis zu fünf mobile Endgeräte liest sich einer der Textbausteine, die man zur Hand bekommt. Sonstige Details über die Motorisierung werden wohl erst später folgen.

Das neuartige Ford SYNC inklusive MyFord Touch-Bediensystem konnte man sich auch ansehen, es wurde ja auch vor ein paar Tagen auf der IFA in Berlin präsentiert. Auf dem Papier liest sich das alles – selbst für einen Windows.Skeptiker wie mich – sehr nett. Ich bin gespannt, wie es sich bei den ersten Probefahrten dann anfühlt.

Sollte ich mir noch einmal einen Firmenwagen aus der Ford-Modellpalette auswählen müssen, dann wird es definitiv der Ford Mondeo als Fließhecklimousine, meines Erachtens ist dies DER schönste Ford seit langem (Den Mustang ausgenommen, den man wohl nicht so einfach beim Chef als Firmenwagen durchkriegt). Nachstehend noch weitere Fotos der einzelnen Modelle.