Probefahrten
Kommentare 5

Kurz gefahren: Honda Accord 2.2 i-DTEC

Jens hatte den Honda Accord 2.2 i-DTEC einige Tage als Testfahrzeug und hat ihn mir wiederum zwei Tage überlassen. Nicht genug Zeit, um das Auto wirklich zu bewerten, wohl aber genug, um einen ersten Eindruck zu erhalten. Der Honda Accord 2.2 i-DTEC ist ein solides Auto, so würde ich es zusammen fassen. Ich bin mit meinem Kollegen eine Runde gefahren und wir sind überein gekommen, dass der Honda Accord 2.2 i-DTEC eigentlich ein prima Dienstfahrzeug wäre. Sozialneid wird unterdrückt, die Ausstattung ist prima. Die Sitze lassen auf Langstreckentauglichkeit schliessen.

Angenehm überrascht hat mich auch der Verbrauch des 180 PS starken Diesels. Dieser lag auf meiner persönlichen DIN-Strecke, meinem Weg zur Arbeit, deutlich unter 7 Liter, was bei einem Auto der Grösse und dem hohen Anteil von Start und Stop in der Stadt prima ist. Jens hat ihn auf der Autobahn sogar deutlich unter 6 Litern gefahren. Da freut sich Mutter Natur genauso wie das Portemonnaie.

Mein persönliches Highlight des Honda Accord 2.2 i-DTEC ist der Schaltknüppel des manuellen 6-Gang-Getriebes. Er ist kurz und liegt perfekt in der Hand. Die Schaltwege sind kurz und knackig – zumindest beim Schalten wähnt man sich in einem Sportwagen. Die Lenkung ist schön präzise, bei höheren Geschwindigkeiten fällt angenehm auf, dass die Bewegungen am Lenkrad nicht gleich zu wilden Bewegungen der Räder führen. Das Platzangebot im Innenraum ist gut und auch im Kofferraum lässt sich einiges unterbringen.

Mir persönlich ist das Lenkrad und die Mittelkonsole zu überladen. 18 Schaltflächen finden sich alleine auf dem Lenkrad. Zu viel für mich, wobei das Lederlenkrad selbst schön griffig ist und angenehm in der Hand liegt.

Mit knapp 42.000 EUR ist der Testwagen nicht gerade ein Schnapper und muss sich den Vergleich zu einem Audi A4 gefallen lassen. Dieser Honda Accord 2.2 i-DTEC bringt zu dem Preis allerdings eine Vollausstattung mit, die alles mit sich bringt, was man so benötigt – dazu noch ein paar nützliche Assistenz-System wie Tempomat mit automatischer Abstandswahrung zum Vordermann und Spurhalte-Assistent sowie ein Navigationssystem. Bei letzterem – es betrifft den ganzen Entertainment-Part – sollte Honda unbedingt nachbessern und/oder den Anbieter wechseln. Die Farbgebung ist nicht immer augenfreundlich und die Konkurrenz verwöhnt und mit deutlich besserer Auflösung. Bei der Gelegenheit könnte man dann auch gleich noch die Anzeige der Rückfahrkamera aufwerten, hier bin ich es aus vielen anderen Autos mittlerweile gewöhnt, dass der vorgezeichnete Fahrweg passend zur Lenkeinstellung angezeigt wird. Nicht, dass man dies zwingend braucht, aber für den einen oder anderen Fahrer ist dies schon von Vorteil.

Zusammengefasst habe ich es schon oben: Der Honda Accord 2.2 i-DTEC ist ein solides Auto, bei dem man für einen Preis eine umfangreiche Ausstattung erhält. Zudem muss auch – auch bei sportlichem Fahrgewühl dank genialem Schaltstick – nicht ständig zur Tankstelle. Smartshopper, die sich nicht über die Marke Ihres Autos identifizieren sollten sich den Honda Accord 2.2 i-DTEC auf jeden Fall mal genauer ansehen.