Allgemein
Kommentare 7

Paris12: Wiedersehen mit dem Aventador

Lamborghini Aventador auf dem Mondial de l'Automobile 2012

Neulich in Valencia hatte ich es ja ausgeschlagen drei Runden auf der Rennstrecke mit einem Lamborghini Aventador zu drehen. Ich bin da eben manchmal etwas eigen. Eigentlich stehe ich ja so gar nicht auf italienische Sportwagen. Das soll nicht heissen, dass ich ihnen nichts abgewinnen kann, aber in meiner persönlichen Auto-Hitparade rangieren sie eben nicht auf den vorderen Plätzen.

Aber es hat da in der Vergangenheit schon einmal eine Ausnahme gegeben. 12 Zylinder – sticht! oder 375 PS – sticht! oder auch 309 km/h – sticht! Aber es waren gar nicht die Werte, die mich beim Auto-Quartett spielen beim Lamborghini Countach so fasziniert haben. Es war ganz klar die Form. Diese flache Flunder. Diese Keil, der so einfach und doch so aufregend geformt war. Zumal der Lamborghini Countach einfach nur Schokoladen-Seiten hat. Ob nun von vorne, von hinten oder von der Seite – der Bolide sieht einfach nur wunderschön aus. Neulich auf der TechnoClassica in Essen habe ich zum ersten Mal die Zeit und die Gelegenheit gefunden, mir den Countach in Ruhe anzusehen. Ihn wirklich auf mich wirken zu lassen. Und ich muss dem 10jähren Jan nachträglich für seinen einfach perfekten Automobil-Geschmack zu gratulieren.

Die ersten beiden Nachfolger des Lamborghini Countach, der Diablo und der Murciélago haben bei mir absolut keine Emotionen ausgelöst. Abgelegt unter Naja, nett – zieht mir aber nicht die Schuhe aus. Und dann kam er. Der Lamborghini Aventador. Seine Premiere 2011 in Genf habe ich nur am Rande mitbekommen. Unser erstes Aufeinandertreffen fand auf der IAA 2011 in Frankfurt statt. Aus dem Augenwinkel habe ich dem Lamborghini-Stand wahrgenommen. Aja, Lambo. Naja, wenn ich später noch Zeit habe, gucke ich mal vorbei. Doch dann habe ich den Aventador gesehen. BÄM! Was für ein würdiger Nachfolger. Was für Formen. Was für eine Linie.

Ich hätte gerne einen Aventador. Wie andere Leute sich ein Gemälde ins Haus hängen und sich daran erfreuen, hätte ich gerne einen Lamborghini Aventador auf einem Drehteller in meinem Wohnzimmer. Ein wunderschönes Stück Technik an dem ich mich erfreuen kann. Und nein, ich würde mich so schnell nicht satt sehen. Damals in Valencia stand ich eine Weile mit dem Aventador alleine in seiner Box. Einfach so. Ich habe ihn nur angesehen. Hach.

Lamborghinis Head of Design Filippo Perini (links) im Gespräch mit Kim-Christopher Granz

Lamborghinis Head of Design Filippo Perini (links) im Gespräch mit Kim-Christopher Granz

Neulich in Paris gab es dann ein kurzes Wiedersehen. Nicht auf dem Stand selbst, da wurde nur das Facelift des Gallardo präsentiert, sondern im exklusiven VIP-Bereich. Dort hatte nämlich Designlovr Kim Granz einen kurzen Termin mit dem Head of Design von Lamborghini Filippo Perini, der nicht zuletzt für das Design des Aventador verantwortlich ist. Quell meiner Freude!

Lamborghinis Head of Design Filippo Perini (links) im Gespräch mit Kim-Christopher Granz

Im Laufe dieses Gesprächs – er war wirklich sehr nett, aufgeschlossen und hat einen guten Sinn für Humor gezeigt – wurden wir dann auch nach Italien eingeladen. Naja, eigentlich der Kim als Design-Experte und ich als sein Fotograf. Aber hey, wen interessieren schon solche Details. Wenn alles klappt kann ich also irgendwann demnächst ein paar Eindrücke sammeln zu diesem wunderschönen Auto – direkt im Designcenter „Centro Stile“ in Sant‘Agada Bolognese, Italien. Ich freue mich! <<- Das war untertrieben!