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Paris12: Jaguar F-Type

Zu meinen persönlichen Highlights auf der Pariser Motor Show gehörte auf jeden Fall die Neuvorstellung des Jaguar F-Types. Wenn man sich kurz vor Augen führt, dass in unserem Alphabet nach dem E das F folgt, so sollte schon klar sein, dass Jaguar mit dem F-Type seiner (wenn nicht DER Jaguar-) Ikone, dem E-Type, einen würdigen Nachfolger spendieren will. Und auch wenn der F-Type zu seinem Start nur als Roadster präsentiert wird, ein Coupé wird bestimmt folgen. Jaguar hat sich bei F-Type aber nicht dem Retro-Trend bedient, sondern ein neues eigenständiges Auto gezeichnet,w elches aber hier und da doch die Verwandschaft zu seinem 1974 das letzte Mal produzierten Vorfahren aufblitzen lässt. Und sei es nur der ovale, tief sitzende Kühlergrill und die versenkten Scheinwerfer (auch wenn diese heuer ja der Standrad bei vielen Fahrzeugen sind).

Löst man sich von dem E-Type und betrachtet den F-Type als eigenständiges Fahrzeug, so kann man die Designer von Jaguar nur zu einer wunderschönen Linienführung beglückwünschen. Insbesondere das Heck gefällt mir sehr.

Wie sich der neue Roadster fahrdynamisch verhalten wird, muss man sehen. Ab Mitte 2013 sollen die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden. Für ausreichend Leistung scheint aber gesorgt zu sein. Auch wenn der F-Type mit seinen V6 bzw V8-Motoren gegenüber dem V12 des E-Types ein echtes Downsizing erfahren hat (hey, das war ein kleiner Scherz …). Den 3Liter V6 wird es in einer 340 PS und einer 380 PS-Version geben. Der V8 wird 495 PS leisten den nur 1600 kg leichten F-Type in kurzweiligen 4.3 Sekunden von 0 auf 100 km/h katapultieren. Keiner der Motoren soll elektronisch bei 250 km/h abgeregelt werden, Vmax des V8 ist mit 300 km/h angegeben. Nicht unbedingt zeitgemäß, aber trotzdem leider geil. Das Schalten besorgt übrigens eine Automatik mit 8 Gängen.

Wer hinter seiner Garagentür den Jaguar F-Type V8 stehen haben möchte, muss in der Grundausstattung knapp 100.000 Euro bezahlen. Wer sich einen F-Type konfiguriert (es gibt da übrigens eine wunderschöne Sonderfarbe namens “Firesand” – ich steh ja total auf orangene Autos) – und das macht durchaus Spass mit dem neuen Konfigurator – kann aber auch noch mal locker für Schnick-Schnack 25.000 EUR draufpacken. Das größere Jaguar XK-R Cabriolet kostet in der Grundausstattung übrigens 138.000 Euro, fängt als da preislich an, wo der F-Type aufhört.

Ich hoffe mal, dass ich im nächsten Jahr die Gelegenheit habe, den Jaguar F-Type mal selbst zu fahren, mit dem Jaguar XK hatte ich ja schon viel Spass!