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Urlaubsflirt: 2012 Citroen C4 110hp Diesel

Neulich habe ich mich auf einer Veranstaltung mit einem Motorjournalisten unterhalten, der meinte, dass es bei allen Tests und Veranstaltungen immer noch ein Komponente der persönlichen Grundstimmung gibt. Ist man eh mies drauf, guckt man viel kritischer als wenn man gut gelaunt und entspannt ist. Die Sonne auf Menorca stand zwar schon tief als wir als Familie dort unseren Urlaub verbracht haben, aber das Wetter war immer noch angenehm warm. Und ich war auch schon lange nicht mehr so entspannt im Urlaub.

Für unseren einwöchigen Aufenthalt auf der kleinen Balearen-Insel hatte ich einen Mietwagen bebucht. Citroen C3 oder ähnlich. Hauptsache 4 Türen. Am Flughafen überreichte mir dann aber gute Mann am Schalter des Mietwagenbüros den Schlüssel zu einem Citroen C4 Diesel. Prima. Ein wenig mehr Platz als erwartet. Und auch wenn Menorca nicht wirklich gross ist, wir haben insgesamt knapp 800 Kilometer mit dem Citroen C4 zurückgelegt. Da ist genug Er”Fahr”ung zusammengekommen für einen kurzen Beitrag.

Zu allererst hat mich der Kofferraum überrascht. Da passte doch tatsächlich das ganze Urlaubsgepäck unserer vierköpfigen Familie für eine Woche hinein. 2 großer Koffer, 2 kleinere Koffer und auch noch der Fotorucksack und die Handtaschen. Somit blieb dann auch im Innenraum komfortabel viel Platz für alle, hinten wäre auch genug Platz für zwei Erwachsene gewesen. Das Cockpit finde ich ein wenig altbacken, insbesondere die roten Anzeigen in den Rundinstrumenten. Angenehm indes die große, leicht ablesbare und digitale Geschwindigkeitsangabe.

Noch schnell ein Mal um den Wagen herumgelaufen – bei Leihwagen sollte man sich ja sicher sein, dass man keine Schäden des Vormieters ungewollt übernimmt. Rot ist nicht unbedingt meine Farbe, aber dieses dunkle (und mit 670 Euro aufpreispflichtige) Babylone-Rot steht dem Citroen C4 durchaus sehr gut. Ich bin ja der Marke Citroen ja durchaus sehr wohlgesonnen und die “neue Frontlinie” mag ich sehr. Für einen Kompakten sieht der Citroen C4 meines Erachtens sehr gefällig aus. Die 17″ Alufelgen im Turbinenlook geben dem Wagen durchaus einen sportlichen Touch.

Auf Menorca gelten die spanischen Verkehrsregeln. Eine Autobahn gibt es auf der kleinen Insel nicht. Also ist von Gesetz wegen eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h angesagt. Dafür gibt es im Gegenzug eine Menge kleine Bergstrassen mit spannenden Kurven. Sicher ist der Citroen C4 alles andere als ein Sportwagen, meine Familie war aber teilweise etwas genervt, wie sportlich er sich fahren lässt. Der 112 PS starke Diesel, der seine Kraft aus 1.560 Liter Hubraum schöpft, hängt prima am Gas und harmoniert auch prima mit dem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe. Das Gefühl der Beschleunigung von 0 auf 90 km/h ist deutlich schneller als es die Werte, die Citroen zu dem Auto heraus gibt: 11.3 Sekunden soll der Diesel-C4 für den Sprit von 0 auf 100 km/h benötigen.

Trotz meiner teils sehr sportlichen Fahrweise blieb die Verbrauch insgesamt bei knapp über 5 Litern auf 100 Kilometern und war somit nicht weit von den Herstellerangaben. Beim verbauten 60 Liter Tank trifft man seinen Tankwart allso nicht allzu oft. Bei diesem Umwelt-Gedöns bekommt der Citroen C4 110hp so auch ein A. In der Exclusive-Ausstattung (und ich meine das war auch das Modell, was wir gefahren sind) kostet der Citroen C4 mit dem 112 PS Diesel in dem Babylone-Rot 25.270 Euro. Dafür bekommt man eine recht ordentliche Ausstattung wie u.a. Einparkhilfe mittels Sensoren und Warnton, Sitzheizung vorne, Bluetooth-Schnittstelle für Telefonate und Musik. Uns allen hat der Citroen C4 gut gefallen. Wenn unser aktueller Zweitwagen mal nicht mehr will, würde ich den C4 durchaus in die engere Wahl ziehen.

Weiter Impressionen und Detailshots wie immer in der nachstehenden Galerie.