Probefahrten
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Angefahren: 2012 Nissan Note 1.5 dCI I-WAY+ (E11)

Bevor der neue Nissan Note unsere europäischen Breiten erreicht – in Japan wird er schon jetzt verkauft – hatte ich kurz die Gelegenheit, einen 2012 Nissan Note (E11) mit dem 1.5 Liter Diesel in der Ausstattungslinie I-WAY+ zu fahren, der in der Grundausstattung knapp 19.000 Euro kostet. Der Nissan Note zählt zu der Klasse der Kompaktvans und bietet Platz für 5 Personen. Nissan hat dem Fahrzeug mit den auf dem Dach aufbauenden Heckleuchten und den riesigen Scheinwerfern zeigt prägnante Merkmale verpasst, der Wagen wirkt wirklich nicht langweilig von aussen.

Der 1.5 Liter Diesel verfügt über gerade mal 90 PS. Das reicht für ein flottes Vorankommen in der Stadt und auf der Landstrasse vollkommen aus. Auf der Autobahn kann man bis 160 km/h mitschwimmen, 8 km/h mehr und der Nissan Note hat seine Höchstgeschwindigkeit erreicht. 12.8 Sekunden benötigt der kleine Van für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h. Damit verfällt man keinem Geschwindigkeitsrausch, ist aber auch zu keiner Zeit langsam unterwegs. Wesentlich interessanter ist bei dem Wagen wohl der Verbrauch. Den vom Hersteller angegebenen DIN-Verbrauch von 4.2 Litern auf 100 Kilometer haben wir gerade mal um einen 1 Liter im Mittel überschritten. Ein kompaktes Fahrzeug, was gerade mal 5 Liter Diesel braucht, nenne ich durchaus sparsam.

Ganz und gar nicht wurde dann bei der Innenausstattung des Notes gespart: Klimaanlage, (meines Erachtens sehr schöne) 16″ Alufelgen, eine Bluetooth Freisprecheinrichtung, Regensensor, elektrisch anklappbare Außenspiegel, keyless entry, elektrische Fensterheber an alle vier Türen, Navigationssystem im Doppel-DIN-Schacht-Radio, 6 Boxen (die einfachen Ansprüchen genügen) sowie akustische Rückfahrsensoren sind in dem Fahrzeug-Segment sehr ordentlich. Richtig toll finde ich die verschiebbare Rücksitzbank (kann man sehr schön in der Galerie sehen). Man kann diese um 16 Zentimeter verschieben. Sollen Erwachsene im Fond Platz nehmen – ein beherzter Handgriff und die Passagiere haben angenehm viel Beinfreiheit. Soll der Wochenendeinkauf hingegen nach Hause geschafft werden, schiebt man die Bank in Richtung Innenraum und vergrößert so den Kofferraum. Eine gute Idee, die auch so umgesetzt wurde, dann wirklich jeder die Bank bequem verschieben kann.

Das manuelle 5-Gang-Getribe lässt sich problemlos schalten und die Übersetzung kommt sowohl der Stadtfahrt als auch der Überlandfahrt entgegen. Mit einer Länge lässt sich der durchaus übersichtliche Nissan Note bequem einparken.

Kurzum: Bei mir hat der Nissan einen positiven Eindruck hinterlassen. Innen hat man viel Platz und der Verbrauch sollte jedem Pendler entgegenkommen, der nicht zu viel Strecke auf der Autobahn zurücklegt. In meinen Augen ist der Nissan Note der perfekte Zweitwagen, der durchaus den Ansprüchen eines Vielfahrers (in Relation zum Kaufpreis) entspricht.

Die kommende Nissan Note-Generation (E12), die seit September bereits in Japan verfügbar ist, wird die auffälligen und aufbauenden Heckleuchten verlieren. Die Front nähert sich optisch der Front des Nissan Leafs.

Jens hat auch etwas über den Nissan Note geschrieben, er hat seine Frau den Nissan testen lassen.