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Paris12: Courb C-Zen Elektrobuggy


Ich finde es ja mittlerweile ein wenig langweilig, dass die ganzen Hersteller ihre Neuvorstellungen schon Tage vor der eigentlichen Präsentation auf der jeweiligen Autoshow mit Bildern und Pressetexten im Internet veröffentlichen. Das nimmt einem doch ziemlich den Spass auf der eigentlichen Motor Show.

Belohnt wird der fleissige Besucher dann aber doch. Denn immer wieder findet man Perlen, von denen man bislang gar nichts gehört hatte. Wie den Elektrobuggy C-Zen von der französischen Firma Courb (Courbe ist französisch für Kurve/Rundung). In Frankreich ist der Kauf eines Elektro-Autos ungleich attraktiver, denn dort fördert der Staat jeden Kauf mit 7.000 Euro. Für den Courb C-Zen ruft der kleine Hersteller einen Preis von 18.000 Euro aufrufen, heisst also für den französischen Käufer, dass er den kleinen elektrogetriebenen Buggy für 11.000 Euro kaufen kann.

Zwei Modell-Varianten wird es geben – das gezeigte (ich nenne es mal) Coupé und eine kleinen Pickup (die Franzosen nennen diese Variante Version utilitaire). Mit dem Verkauf soll noch in diesem Jahr begonnen werden, wobei man erst im nächsten Jahr wirklich nennenswerte Stückzahlen absetzen will.

Was mir an dem nur 3.28 langem und 1.78m breitem Courb C-Zen wirklich gefallen hat, ist die buggy-ähnliche Form. Es sieht nach einem spassigen Auto aus. Die ansatzweise freistehenden Räder und die angedeuteten Trittbretter, welche als hintere Kotflügel enden geben dem kleinen Stromer eine angenehm unverwechselbare Note. Im nachstehenden Video kann man ihn mal in freier Wildbahn sehen – mir gefällt er auf jeden Fall:

Das Trockengewicht des kleinen zweisitzigen Buggys beträgt gerade mal 650 kg. Weitere 350 kg darf man zuladen, wohl genug um zwei Erwachsene und ihr Gepäck zu befördern. Der gerade mal 20 PS (15 kW) starke Elektromotor beschleunigt den Courb C-Zen in immerhin 20 Sekunden von 0 auf 90 km/h, dei Höchstgeschwindigkeit ist mir 110 km/h angegeben. Gebaut ist der C-Zen trotz seiner Form nicht für den Strandeinsatz sondern eher für urbane Pendler. Zwischen 80 und 100 Kilometer weit soll man mit einer Ladung der 12.1 kWh LiFePO4-Batterie kommen, danach muss der Wagen 3-4 Stunden ans Stromnetz – bei kompletter Entladung 6-8 Stunden.

Den Innenraum kann man nicht wirklich als komfortabel bezeichnen, er ist aber auch nicht spartanisch eingerichtet. Rückfahrkamera, Tempomat, Radio mit Bluetooth-Schnittstelle und bei Bedarf 17″ Alu-Felgen, elektronsiche Handbremse und Head-up display. Zweckmässig nennt man so etwas wohl.

Ob ein Fahrzeug eines kleinen französischen Herstellers auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist zu bezweifeln. Wohl aber würde ich mich freuen, mehr Autos wie den Courb C-Zen auf unseren Strassen zu sehen. Hin und wieder mal etwas frischeres belebt doch durchaus unser Strassenbild. Fahren würde ich den Courb C-Zen auch gerne einmal.