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Für Smartshopper: 2012 Škoda Superb Combi Elegance 2.0 TDI DSG

Der Škoda Superb Combi ist nicht unbedingt ein Auto, was bei mir durch seine äußere Form Emotionen weckt. In dem Testzeitraum von 2 Wochen hat mich der Tscheche aber mit seinen inneren Werten vollends überzeugen können. Ich bin zwei Jahre den deutschen Cousin des Škoda Superb Combi gefahren, den Audi A4 Avant und mir gefällt der Audi von aussen einfach wesentlich besser. Die Linienführung des Škoda Superb Combi ist mir deutlich zu schlicht. Damit will ich nicht im Geringsten andeuten, dass der Škoda Superb Combi ein hässliches Auto ist. Nein, aber im Vergleich zur Konkurrenz ist er doch eher blass bis unauffällig.

Der verbaute Common-Rail 2.0 Liter TDI-Motor mit 170 PS in Kombination mit dem DSG ist bestimmt jeder schon mal in irgendeinem Fahrzeug des Volkswagen-Konzerns gefahren. Ich behaupte einfach mal, dass diese Kombination über nahezu jeden Zweifel erhaben ist und halte fest, dass der Diesel durchzugsstark und sparsam ist und das DSG einem das Gefühl vermittelt, man würde mit einer Variomatic unterwegs sein.

Ich bin den Škoda Superb Combi sowohl im alltäglichen Stadt-/Landstrassenverkehr wie auch auf der Autobahn (Bielefeld – Berlin – Bielefeld) gefahren und habe da so gar nichts zu meckern. Sicher, im Innenraum ist die Geräuschentwicklung etwas höher als in einem Premium-Modell. Aber sonst? Alles prima. Ob nun spielerisch sportlich auf der Landstrasse, flott auf der Autobahn oder im Stop-n-Go durch die Stadt, ich habe mich immer sehr wohl gefühlt im Skoda und bin stets entspannt am Ziel angekommen. In nackten Zahlen zusammengefasst: von 0 auf 100 km/h in 8.9 Sekunden. Kein Rennwagen, aber durchaus flott. Vmax: 218 km/h – auf der Autobahn also gut aufgestellt. Im kombinierten Verbrauch laut Hersteller gerade mal 6.1 Liter Diesel auf 100 km/h. Selbst erfahren: 200 km auf der Autobahn mit über 200 km/h ein Verbrauch unter 9 Litern.

Begeistert hat mich vor allem die Innenausstattung. Mal abgesehen von der beigen Farbe, die ich mir privat nie kaufen würde (ich schiebe es mal auf die Kinder), ist der Testwagen zu einem Preis von 44.600 Euro eine Wucht an Komfort und Ausstattung gewesen. In der Grundausstattung kostet der 170 PS Škoda Superb Combi Elegance 2.0 TDI DSG 35.330 Euro. Das Entertainment-Paket mit dem Namen “Columbus” kostet 1.600 Euro extra und hat mich voll überzeugt. Ich bin ja gar nicht mehr so der Fan von Touchscreens, auch wenn ich sie früher immer so vehement gefordert habe, aber das System “Columbus” im Skoda Superb sieht mit seinen grünen Elementen nicht nur schick aus, sondern ist vor allem logisch aufgebaut und lässt sich einfach bedienen. Zusammen mit dem 590 Euro Bluetooth Freisprechmodul (und Dreispeichen-Multifunktionslenkrad) ist das System wirklich einfach nur empfehlenswert. Nicht ganz so überzeugt hat mich das mit 390 Euro aufpreispflichtige Soundsystem, welches die Musik über 10 Lautsprecher im Wageninneren verteilt. Da würde ich mir doch ein wenig mehr wünschen, zur Not auch als zusätzliches Aufpreis-Paket.

Ich selbst fahre ja privat ein Auto mit einem riesigen Panorama-Dach, was sich – im Gegensatz zu diesem Skoda Superb – nicht öffnen lässt. Die Kinder lieben das Panorama-Glasdach. Mir wäre dies durchaus die 1100 Euro Aufpreis wert, weil man das Dach eben auch wirklich weit auffahren kann. Panorama kann man also auch wörtlich für die entstehende Dachöffnung lesen. Zur elektrischen Heckklappe (340 Euro Aufpreis) habe ich zwei Meinungen: Genial beim Öffnen. Insbesondere wenn ich die Kinder in die Schule gebracht habe. Suboptimal beim manuellen Schliessen. Du kannst die Klappe eben nicht mehr mal fix zuschlagen. Dauert dann ein Weilchen.

Die Sitze im Škoda Superb Combi Elegance waren ein Traum. Ich stehe eben auf elektrisch verstellbare Sitze. Und mir ist es auch egal, was die anderen sagen, Sitzbelüftung ist cool! Vor allem, wenn man es auch noch mit der Sitzheizung gleichzeitig betreiben kann. In meinem Testwagen waren die Sitze mit dem GLAMOUR-Paket gebucht, dass heisst für 3040 Euro Aufpreis gibt es Lederausstattung, Bi-Xenon mit AFS, Scheinwerferreinigungsanlage, elektrisch einstellbarer Beifahrersitz und automatische Außenspiegelabblendung mit Anklappung und Memoryfunktion. Kurz zusammengefasst, der von mir gefahrene Škoda Superb Combi Elegance hatte nahezu Vollausstattung zu dem Preis von 44.600 – fröhliches Konfigurieren bei den anderen Herstellern.

Sehr gut gefallen hat mir auch das ansatzweise üppige Raumangebot. Beim Skoda Superb steht das “Combi” auch noch für ein Mehr an Platz. Gerade auf den hinteren Plätze ist das Platzangebot geradezu phänomenal im Vergleich zu manchem Mitbewerber. Der großzügige Kofferraum rundet das Bild perfekt ab. Den variablen und herausziehbaren Ladeboden (Aufpreis 180 Euro) bräuchte ich nicht unbedingt. Das schlüssellose Zugangs- und Start-/Stopp-System, bei Skoda Kess genannt, würde ich hingegen auf jeden Fall hinzu buchen – für 390 Euro.

Ein paar der Features habe ich mal in dem nachstehenden Clip genauer erklärt. Manches kann man im Bewegtbild ja auch besser verstehen:

Mein Fazit: Mit dem Škoda Superb Combi Elegance 2.0 TDI DSG ist man für einen attraktiven Preis sehr komfortabel unterwegs – egal, ob in der Stadt, auf der Landstrasse oder auf der Autobahn. Seit enormes Platzangebot macht ihn für Eltern genauso interessant wie für Leute, die oft mit vier oder fünf Erwachsenen unterwegs sind. Für das Entertainment-Paket vergebe ich ein Extra-Sternchen.

Ein paar weitere Impressionen in der Galerie. Vor allem ein paar mehr Bilder vom Infotainment-Paket, von dem ich so begeistert war/bin: