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Paris 2012: der 2013 Hyundai Veloster Turbo

Auf dem Flughafen von San Francisco hatte ich mir das amerikanisches Auto-Magazin Motor Trend gekauft. Zum einen war als Coverstory ein Vergleich zwischen Chevrolet Camaro ZL1 und Ford Mustang Shelby GT500 abgebildet, zum anderen dachte ich, ein wenig Lektüre könnte auf dem langen Flug nicht schaden. Nun, ich habe erst geschlafen und dann war ich so begeistert, dass ich im Flieger WLAN nutzen konnte, dass die Zeitschrift erst einmal ungelesen Deutschland erreicht hat.

Dort habe ich dann auch mit regem Interesse einen weiteren Vergleich in dem Magazin gelesen: der Mini Cooper S Clubman wurde einem 2013 Hyundai Veloster Turbo gegenüber gestellt. Nun bin ich ja durchaus Autoblogger, habe aber nicht wirklich den Anspruch jedes auf dem Markt befindliche Auto zu kennen und bin erstmal platt davon ausgegangen, dass der Hyundai Veloster gar nicht bei uns verfügbar wäre. Määääk! In Paris bin ich sogleich eines besseren belehrt worden und hatte da die Gelegenhiet zu sehen, ob die Sympathie, die ich für den Hyundai Veloster Turbo beim Lesen des Tests empfunden habe, sich auch auf das vor mir stehende Modell in Paris übertragen lässt.

Die Coupé-Form gefällt mir. Klar. Und für ein asiatisches Auto finde ich Front wie Heck bemerkenswert individuell gestaltet. Gerade die Kiemen unter der Frontscheinwerfern sprechen mich durchaus an und auch das zerklüftete Heck mit seinem Schiffsbullauge als Heckscheibe und der mittig gebündelten Doppelauspuffanlage kommt bei mir gut an. Der Familienvater freut sich über die dritte Tür auf der Beifahrerseite, die dem Nachwuchs und auch mir selbst das Ein- und Aussteigen erleichtert. Rundum, mir gefällt er durchaus.

Und ja, wo Licht ist, fällt auch Schatten. In dem Test ist zu lesen, dass man hinten sitzend nicht gerade einen Panorama-Ausblick nach draussen hat. Und ich mag es nicht, dass auf dem Lenkrad wie auch in der Mittelkonsole so viel Schalter und Knöpfe zu sehen sind, dass man sich aus der gesamten Anzahl vermutlich eine komplette Computertastatur zusammenbauen kann. Aber selbst in meinem hohen Alter kann man sich hin und wieder mit solchen Dingen arrangieren. Auf einen Versuch würde ich es zumindest gerne mal ankommen lassen.

Denn auch wenn der Hyundai Veloster Turbo in dem amerikanischen Test gegen den 10.000 US$ teureren Mini verloren hat, schlecht abgeschnitten hat er keinesfalls. Und Cooper bin ich schon mal ein halbes Jahr lang gefahren, also Hyundai Veloster Turbo – wo bist Du, ich warte hier auf Dich. Während der in Deutschland verfügbare 1.6-Liter-Sauger GDI 140 PS leistet, wird der 2013 Hyundai Veloster Turbo mit 201 PS daherkommen. Laut Pressemitteilung vom August soll der Turbo auch schon seit Oktober verfügbar sein, im Konfigurator findet sich bislang aber nur der Sauger. Ein Blick in eben jenen Konfigurator hat mich dann noch einmal verzückt, bietet Hyundai doch da tatsächlich ein Farbe namens “Mineral C” an, die ich mir sehr gut an dem Coupé vorstellen kann. Einen Reiter weiter, kann man sich dann Alufelgen zu dem Auto hinzu konfigurieren, die eben dieses dunkle Orange im Felgenstern wieder aufgreifen. Allerdings sehen die Alus des Hyundai Veloster Turbo auf den Bildern vom Motor Trend-Magazin doch noch einmal anders aus.

Naja. Mal sehen, vielleicht kann ich im neuen Jahr mal eine Runde mit dem Hyundai drehen.