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COMAND Online, Linguatronic, Freisprechanlage und Harman Kardon® Logic7® Surround-Soundsystem in der neuen Mercedes-Benz A-Klasse (W176)

Wenn man zu einer Fahrveranstaltung eines Herstellers eingeladen wird, um ein neues Auto erstmalig zu fahren, ist das eine tolle und schöne Geschichte. Ich hatte ja vor ein paar Monaten das Vergnügen, die neue Mercedes-Benz A-Klasse (W176) mit zwei unterschiedlichen Diesel-Versionen in Slowenien fahren zu dürfen. Den neuen Kompakten jetzt aber noch einmal im Alltag für ein paar Tage bewegen zu dürfen ist doch wesentlich aufschlussreicher – in meinem Fall ein paar Tage in einem Mercedes-Benz A 250:

Mobilfunkempfang und Qualität Freisprechanlage
Ein gutes Beispiel dafür ist die Nutzung der Freisprechanlage – die Nutzung des Telefons im Auto überhaupt. Ich bin ehrlich gesagt zu geizig, um aus Slowenien lange Telefonate per Handy zu führen. Und ausserdem bin ich ja vor Ort, um das Auto zu erfahren. Hier in Deutschland telefonieren ich eigentlich an jedem Werktag, wenn ich auf meinem halbstündigem Heimweg bin. Zum einen ist das immer ein guter Test für die Freisprechanlagen des jeweiligen Testfahrzeugs selbst und zum anderen auch generell für die Handhabung der Entertainment-Systeme. Auf dem Heimweg kann ich zwischen zwei Strecken wählen: die eine führt über einen kleines Hügel und an der Stelle brechen immer die Telefonate ab, auf der anderen Strecke stehe ich regelmässig im Feierabend-Stau.


Als ich also letzten Dienstag losfahre, sage ich meinem Gesprächspartner schon im ersten Satz, dass nach ein paar Minuten das Gespräch abreissen wird – wegen der schlechten Netzabdeckung auf der Wegstrecke – ich würde mich gleich zurückmelden. Aber – das Gespräch reisst gar nicht ab. Und das ist wirklich bemerkenswert, weil die neue A-Klasse wirklich mein erster Testwagen – ja, das erste Auto überhaupt ist – bei dem mir nicht die Mobilfunkverbindung wegstirbt. Mein iPhone ruht während dieser Fahrt sogar noch in dem vorderen Staufach in der Mittelkonsole. Was immer sich die Ingenieure von Mercedes-Benz da ausgedacht haben, es funktioniert prächtig. Die Qualität der Freisprechanlage bewerten übrigens 4 von 5 Angerufenen als gut.

Spracherkennung – Linguatronic
Vollkommen begeistert bin ich auch von der Spracherkennung. Im Hause Daimler nennt man diese Linguatronic. Spracherkennung ist für mich bislang immer eine nervige Sache gewesen. Sagen Sie eine Nummer! Fünf! Sie haben Drei gesagt, ist das richtig? Nein! Sagen Sie eine Nummer! Überhaupt kein Problem in der A-Klasse mit der Linguatronic. Ich entdecke die Spracherkennung quasi neu für mich. Ich bin so begeistert von der Linguatronic, dass ich mich spontan entschliesse ein Video zu drehen, um eben zu zeigen, wie kinderleicht die Sprachfunktion zu nutzen ist. Der Clip ist vielleicht ein wenig lang, aber wer wissen will, wie die Linguatronic in der neuen Mercedes-Benz A-Klasse (W176) so macht, der sollte eben ein wenig Sitzfleisch mitbringen.

Und nein, die Linguatronic kann man nicht sofort nach dem ersten Einsteigen blind bedienen. Wenn man sich aber mit dem System ein wenig vertraut gemacht hat, dann weiss man alle relevanten Schlüsselwörter und kann fortan die Hände am Lenkrad lassen – also dort wo sie beim Fahren wirklich hingehören. Ein nettes Beispiel für diesen Lernprozess des Benutzers ist im Video zu sehen. Die Linguatronic fragt mach Ort und Strasse, ich aber nenne Ort, Strasse und Hausnummer. Somit interpretiert das System meine Antwort falsch. Hier muss man sich ein wenig einspielen.

Harman Kardon® Logic7® Surround-Soundsystem
In dem Testwagen sind das COMAND Online-Entertainment-System (3630 Euro Aufpreis) inklusive Media Interface (260 Euro) in Verbindung mit dem Harman Kardon® Logic7® Surround-Soundsystem (790 Euro) verbaut. Letzteres erkennt man an den dezenten Alu-Applikationen an den Hochtönern im vorderen Dreieck der Türen. im Audiophiler Hochgenuss sollte also vorprogrammiert sein. Die erste Amtshandlung, die ich in einem Testwagen vornehme? Ganz klar, das iPhone mit dem Auto verbinden. Und auch wenn ich die ersten Kilometer meist ohne musikalische Untermalung zurücklege, um dem Klang des Motors und den Nebengeräuschen des Fahrzeugs lauschen kann, danach kommt der erste Musik-Check.

Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich das Harman Kardon wirklich sehr gut finde. Die Musik auf meinem iPhone (ich bin ja nur ein armer Blogger) ist mit 192 kBit komprimiert. Das reicht in der Regel vollkommen aus. Nun ist es aber so, dass man durchaus – und zugegebener Massen ist mein Ohr seit ich für Bowers & Wilkins arbeite doch nach und nach geschulter geworden – Unterschiede hören kann, wenn man die Musik als Apple lossless auf dem iOS-Device ablegt. Dafür habe ich also meinen iPod touch via USB-Kabel (Steckplatz unter der Mittelarmlehne) angeschlossen. War der Klang via Bluetooth und 192 kBit schon prima, so hat mir das Harman Kardon® Logic7® Surround-Soundsystem bei den unkomprimierten Stücken wahre Ohrenfreuden bereitet. Knackige Bässe UND saubere Höhen. Für meine Kollegen könnte der Klang vielleicht noch ein wenig natürlicher sein, aber das Premium-Soundpaket ist schon wirklich jeden Euro wert und ich empfehle jedem A-Klasse-Käufer, der einen Sinn für guten Klang hat, das System unbedingt dazu zu konfigurieren.