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Der neue Pirelli-Kalender 2013 ist da – mit Bildern von Steve McCurry

Der Pirelli-Kalender ist eine Institution. Stilvolle Bilder. Darum geht es. Leider kann man ihn nicht kaufen. Man bekommt ihn, oder man bekommt ihn nicht. Und wer einen hat, der behält ihn. Ich hätte wohl gerne einen, werde aber keinen bekommen. Das macht aber nicht, ich kann mich auch so an den kleinen Bildern erfreuen. Ich finde es auf jeden Fall toll, dass ein Reifenhersteller einen Foto-Kalender so fördert. Und das nun auch schon im 40. Jahr:

In den zur stilvollen Eventlocation umgebauten alten Warenlagern am Pier Mauá im Hafen Cidade Maravilhosa präsentierte Pirelli heute in Rio de Janeiro den Pirelli Kalender 2013.
Schöpfer der 40. Ausgabe von The Cal™ ist Steve McCurry, einer der weltweit renommiertesten
Fotografen. In seinen Aufnahmen dokumentiert er auch die jüngste soziale und wirtschaftliche
Entwicklung Brasiliens. Seine Arbeit feiert die Schönheit und Farben, welche die Seele des
magischen südamerikanischen Landes darstellen, das zum dritten Mal als Kulisse für einen Pirelli
Kalender dient. Zuvor hatten Patrick Demarchelier (2005) und Terry Richardson (2010) den
Kalender in Brasilien inszeniert.

Während der zwei Wochen dauernden Produktion auf den Straßen der unterschiedlichsten Viertel
von Rio unternahm McCurry eine seiner faszinierenden und einzigartigen Entdeckungsreisen: In
deren Verlauf fängt er Geschichten, Erfahrungen und charakteristische Eigenschaften von
Menschen und entfernten Ländern ein. Der Pirelli Kalender 2013 erzählt seine Geschichten auf
zweierlei Weise. Einmal mithilfe von Gesichtern, die als Graffiti auf Wände gemalt wurden, oder mit
Gesichtern, die dem Fotografen auf der Straße begegneten. Und es sind besondere Models, mit
denen McCurry Geschichten erzählt. Sie eint ihr starkes persönliches Engagement für Stiftungen,
humanitäre Projekte und nichtstaatliche Hilfsorganisationen.

„Mein Ziel war es, Brasilien, seine Landschaft, seine Wirtschaft und seine Kultur zu porträtieren
und dabei das menschlichen Element zu berücksichtigen“, erläutert McCurry seinen Ansatz. „Diese
Geschichte wollte ich mit meiner Kamera erzählen. Für mich ist die Fotografie ein bedeutendes
und ausdrucksstarkes Mittel, um die großen und kleinen Geschichten des täglichen Lebens zu
erzählen.”

Im Hintergrund der Aufnahmen pulsiert das Leben in Rio. Der Betrachter sieht historische
Stadtviertel wie Lapa und Santa Teresa, die Armutsviertel, Favelas genannt, Bars und Nachtklubs,
Märkte, Tanzhallen, Fitnessstudios, Schulen und Bushaltestellen. Dabei wirkt die Stadt besonders
authentisch und ganz anders, als man sie von zahlreichen Aufnahmen kennt.

„Ich ging viel in den Straßen spazieren, betrachtete das alltägliche Leben und machte sehr viele
Aufnahmen“, erzählt Steve McCurry. „Dabei suchte ich den Augenblick, in dem das Motiv eine
gewisse Spannung verriet.“

McCurry, der über die Erfahrung langjähriger Reisen verfügt und von einer natürlichen Neugier
geleitet wird, tauchte in den Geist der Stadt Rio ein, die ihm Gesichter und Stimmungen bot. Im
Kalender wechseln sich die Porträts der Modells und Schauspielerinnen mit den Aufnahmen von Einwohnern der Stadt ab: junge Boxer während des Trainings, ein Obsthändler auf dem Markt,
Sambatänzer, Meister des Capoeira, die ihre Kunst praktizieren, eine Joggerin, ein Kunstlehrer,
ein Tourist in einem Museum, eine Sekretärin, die aus dem Fenster schaut oder ein Liebespaar,
das im Sonnenuntergang spazieren geht.

Diese Szenen des gewöhnlichen und doch nicht so gewöhnlichen Lebens beschreiben dabei die
Entwicklung eines Landes, das sich verändert, ohne seine Identität und jene Eigenschaften zu
verlieren, die es so einzigartig machen.

Steve McCurry: „Ich würde mich als einen Straßenfotografen bezeichnen, der gefundene
Situationen festhält. Nackte Menschen können Sie überall fotografieren. Aber diese Models waren
bekleidet, und jede von ihnen engagiert sich für wohltätige Zwecke. Weil es sich um zielstrebige
und idealistische Personen handelt, wollte ich sie an einem speziellen Ort fotografieren, und Rio
war dafür perfekt.“

Der Pirelli Kalender 2013 enthält 34 farbige Aufnahmen und ist zu einem Bildband gebunden: Er
präsentiert 23 Porträts von Schauspielerinnen und Models, neun Aufnahmen von Szenen des
täglichen Lebens, sowie zwei Bilder, zusammengesetzt aus Graffitis und Wandmalereien. Dieser
Ausdruck künstlerischer Aktivitäten von Menschen wie du und ich zog die Aufmerksamkeit von
McCurry auf sich, denn sie reflektieren die sozialen Aspekte, die er mit seinen Aufnahmen
interpretiert. Daher sind sie auf zahlreichen Fotos im Hintergrund zu sehen.

Im Kalender zeigen sich elf Models, Schauspielerinnen und Sängerinnen: Aus Brasilien kommen
Isabeli Fontana (sie erschien bereits in den Pirelli Kalendern 2003 von Bruce Weber, 2005 von
Patrick Demarchelier, 2009 von Peter Beard, 2011 von Karl Lagerfeld von 2011 und 2012 von
Mario Sorrenti), Adriana Lima (sie war bereits im Pirelli Kalender 2005 von Patrick Demarchelier zu
sehen), die Schauspielerin Sonia Braga und die Sängerin Marisa Monte. Zudem sehen wir die
italienisch-ägyptische Schauspielerin Elisa Sednaoui, das tschechische Model Petra Nemcova,
das tunesische Model Hanaa Ben Abdesslem, das äthiopische Model Liya Kebede sowie die USamerikanischen Models Karlie Kloss, Kyleigh Kuhn und Summer Rayne Oakes.

Foto-Quelle: Pirelli