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Die neue Audi MMI-Generation im 2013 Audi A3 Sportback (8V)


Der Geek hat sich diebisch gefreut. Während uns bei der Fahveranstaltung auf Menorca des 3türigen Audi A3 noch keine SIM-Karte zum Testen der Online-Funktionen des neuen MMI im Audi A3 (8V) zur Verfügung gestellt werden konnte, so konnten wir nun in Frankreich bei den Probefahrten des 2013 Audi A3 Sportback (8V) mit dem Auto online gehen.

Beim Abendessen beklagte ich mich dann beim zuständigen Mitarbeiter, dass ich gar nicht meinen Account nutzen konnte. Poah. Aber er hatte einige Erklärungen parat, die mich dann doch überzeugt haben, dass man bei Auslieferung des neuen Audi A3 Sportback (8V) auch mit dem MMI eine Menge Spass haben wird.

Aber erstmal zum Erstkontakt. Schon bei der Pressekonferenz – also bevor wir uns überhaupt ins Auto setzen konnten – gab es eine kurze Übersicht der neuen Features. Facebook, Twitter, Google Maps. Rock’n’Roll schreit da das Geek-Herz. Dann im Auto sitzend das erste Highlight. Die Google Maps Satelliten-Darstellung sieht wirklich prima aus und hat sich auch in der Praxis bewährt. Ich hatte ja erst Bedenken, dass die Darstellung vom eigentlichen Navigieren abhält – nein. Tut sie nicht. Zum einen bekommt man seine Anweisungen ja noch einmal extra in dem Display zwischen den Rundinstrumenten präsentiert, zum anderen ist das Satellitenbild doch sehr praktisch – sieht man doch weit mehr von der Umgebung als auf einer normalen Kartenansicht.

Wer mag, kann sich übrigens auch gespeicherte Ziele mit einem Foto versehen. Statt nach Adressen zu suchen, scrollt man sich dann durch ein Foto-Karusell. Das sieht zwar sehr nett aus, ich persönlich würde von dieser Funktion aber eher keinen Gebrauch machen.

Die Navigation selbst ist stimmung und funktioniert problemlos. Nur an zwei Punkten mussten wir eine Extra-Runde drehen. Dies war aber eher der befremdlichen französischen Verkehrsführung geschuldet.

Nachdem ich mit Jens nach einem Weilchen die Plätze getauscht hatte, habe ich angefangen mit dem neuen MMI rumzuspielen. Das MMI im Audi A3 Sportback ist die neuste Generation des Systems und wird bislang auch nur in den neuen A3a angeboten. Erstmals ist auch die Nutzung von Twitter und Facebook vorgesehen. Also habe ich mich mit dem Steuerrad zu den entsprechenden Menü-Punkten durchgeblickt, was wirklich schnell geht, wenn man die Systematik erst einmal verinnerlicht hat. Erstmal bei Facebook eine Statusmeldung aus dem Auto absetzen. So der Plan. Ja, tendenziell geht das. Aber eben nicht unter einem Account. Ich habe bestimmt 5 Minuten nach der Möglichkeit gesucht, den aktuellen User abzumelden und mich dafür anzumelden. Vergebens.

Beim Abendessen kam dann die Erklärung vom Audi-Fachmann, der für die Entwicklung des System mit verantwortlich war. Audi wird zum Verkaufsstart des neuen Audi A3 8V-Generation eine Webseite launchen. Auf eben dieser Seite meldet sich der Fahrzeugeigner an und kann über den Webbrowser das MMI „konfigurieren“. Eben dort verknüpft er das Auto mit seinem Facebook- und Twitter-Account. Und eben dort kann er auch die Bilder hochladen und sie mit den entsprechenden Navigationszielen verbinden. Ok. Das finde ich sowohl aus Hersteller- als auch aus Kundensicht charmant. Man meldet sich einmal an und alle Einstellungen sind dann für mich im System hinterlegt.

Aber! wende ich ein. Ich teile mir das Auto mit meiner Frau – die nutzt dann meine Accounts? Das kann sie zwar, wenn ich mich nicht abmelde, aber grundsätzlich können pro Fahrzeug mehrere Accounts angelegt werden (und jeder Account eben mit den entsprechenden Profilen verknüpft werden). Ok. Das An- und Abmelden an den eh schon codierten Wagenschlüssel zu koppeln ist nicht vorgesehen, aber technisch durchaus denkbar.

Ich hoffe, dass ich mir bei Zeiten diese Online-Plattform mal genauer ansehen darf.

Mehr als nur ein nettes Feature ist die Möglichkeit, sich Inhalte vorlesen zu lassen. Gerade bei längeren SMS will man sich ja nicht durch das Lesen vom Fahren ablenken lassen. Die Stimme ist angenehm und interpretiert die Texte auf Deutsch, was in unserem Fall lustig war, denn vor uns hatten Spanier geziemst. Auch die englischen Texte waren zwar eben noch verständlich, aber eben Deutsch ausgesprochen.

Die andere Richtung – also die Eingabe von Kommandos per Sprache – funktionierte auch, obgleich wir das Feature nicht wirklich getestet haben.

In den Autos waren auch Videos vorinstalliert, die man sich ansehen konnte (im Stand versteht sich) und dabei brillierte durchaus das meiner Meinung nach wirklich erstklassige Display. Der ganze Musik-Zirkus (iPod touch per Spezialkabel angeschlossen) funktionierte problemlos.

Sobald das Fahrzeug verfügbar ist, möchte ich das ganze System noch einmal genauer unter die Lupe / Ohren / Finger nehmen und hier darüber berichten. Einstweilen verweise ich gerne noch auf Robert Basic. Der hat sich dem Thema ebenfalls angenommen und in Frankreich ein paar Videos zum MMI erstellt. Weitere Impressionen und Detailbilder findet ihr in der nachstehenden Galerie: