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Mein ultimates Auto-Blogger-Mixtape zum Testen – Ausgabe 2012

mixed-tape

Früher™ war nicht alles besser. Wirklich nicht. Wir mussten teilweise mit einem Tonband-Gerät, welches wir vor ein Radio-Empfänger platziert hatten, sitzen und haben so Lieder aus dem Äther mitgeschnitten. Nein, das war nicht besser als heute mal eben eine Playlist zusammen zu klicken. Aber irgendwie war es doch charmanter. Später als wir dann die erste Anlage im Zimmer stehen hatten, haben wir Mixed-Tapes erstellt, die einfach prima waren. Sie waren so prima, weil man sich noch richtig Mühe gegeben hat. Schliesslich war es ein Haufen Arbeit, Titel für Titel von der einen oder anderen Platte auf die Kasette zu bannen. Auch hatte man eben nicht unendlich viel Zeit auf den Kasetten zur Verfügung und am besten sollten möglichst viele Lieder auf eine Seite passen – je nach Kasette standen einem dafür 30, 45 oder 60 Minuten zur Verfügung.

Also hat man sich vor dem ganzen Akt erstmal überlegt, welche Lieder überhaupt auf die Kasette sollen. Zu den Lieder hat man dann noch die Spieldauer geschrieben und daraus dann errechnet – in Verbindung einer Dramaturgie – welches Lied auf welcher Kasettenseite (ja, die Dinger musste man zwischendurch noch umdrehen) wann aufgenommen werden musste. Herausgekommen sind dabei kunstvolle Werke, die man lange (und ich meine damit eher Monate denn Tage) im Auto oder später auf dem Walkman gehört hat. Früher™ konnte man auch noch sein Herzblatt damit beeindrucken und auch für sich gewinnen mit so einem Mixed-Tape. Jeder wusste, das so eine Kasette einen Haufen Arbeit macht und mit dem speziellen Mix konnte man selbstredend auch über die Zusammenstellung sagen, was man selbst für ein Typ war und was man denn vom Herzblatt wollte. Kinder (bitte mit „How I met your Mother“ – Sprecherstimme lesen ), wenn ihr Euch darunter immer noch nichts vorstellen könnt, dann guckt Euch zwingend den Film High Fidelity an. Denn genau um das alles geht es in dem Film. Und obendrein ist es auch sowieso ein super Film. Achja, wer mir jetzt kommt mir „Ich habe auch schon mal eine CD für meine Freundin gebrannt“ – das ist nichts. Gar nichts. Ein billiger Abklatsch. Und wirklich keine Meisterleistung im Vergleich zum Bespielen einer Kassette. So!

So und jetzt wieder den Bogen kriegen, das hier ist ja ein Auto-Blog. In jedem Fahrzeug, was ich fahre, klemme ich nach einem kleinen Weilchen – man will ja auch wissen, wie der Motor so klingt, mein iPhone (oder auch meine iPod touch an). Und dann höre ich doch immer wieder die gleichen Songs, um mir ein Bild von der Klangleistung der jeweiligen Anlage zu machen. Ich habe bislang nicht immer wirklich die gleichen Lieder gehört, habe aber diesen Beitrag nun endlich mal zum Anlass genommen, mir eine entsprechende Playlist anzulegen. Und eben jede Playlist – zumindest die ersten 10 Songs teile ich jetzt mit Euch. Selbstverständlich habe ich einen exzellenten Musikgeschmack. Das werdet ihr spätestens dann feststellen, wenn ihr Euch am Ende meines Beitrags zu den anderen Blogs weiterklickt, denn an dieser Aktion nehmen 22 (!) Autoblogger teil und zeigen Euch, dass sie – ganz im Gegenteil zu mir – keinen guten Musikgeschmack haben. Har har har.

Meine ultimative Top10-Songs, die ich zum Testen mit ins Auto nehme. Festhalten, Anschnallen und Geniessen. Was ihr nicht kennt – die ganzen Links zeigen zu Amazon, da könnt ihr schnell nachkaufen:

  1. Der erste Song musste schon bei einem Mixed Tape ein Knaller sein – so auch bei meinem Top Ten Test Mix. Und es gibt gar keinen Zweifel, die Wahl des ersten Songs fällt auf „Walk This Way“ in der Version von Run-D.M.C. featuring Aerosmith. Der Song rockt einfach, macht mir immer extrem gute Laune. Auch technisch gesehen, hat man gleich mal extreme Bässe und klare Höhen in dem Lied. Ein perfekter Einstieg in das Hörvergnügen des automobilen Entertainment-Systems.
  2. Mit dem zweiten Song nehmen wir die ganze Kraft wieder heraus und lassen es ruhig angehen. Kein Lied eignet sich nach meinem Gusto dafür besser als das traurige Ja Soldat der russischen Zwei-Mann-Combo 5’nizza. Zwei Männer, eine Gitarre. Sehr schön sauber und klar. Das Ganze möglichst laut, um zu hören, ob die Tonqualität der Anlage nach oben hin matschig wird. Und am Rande – das Lied selbst ist ein Antikriegslied, was wundervoll vorgetragen wird. Ich freue mich immer noch, dass mir eine guter polnischer Freund vor Jahren mal diese Platte vorgespielt hat. Die Ganze Scheibe mit dem Namen Piatnica ist hörenswert, die zweite CD von Ihnen kann man hingegen vernachlässigen.
  3. Mit All Summer Long in der Version von Kid Rock (jaja, ich weiss) nehmen wir dann langsam wieder Fahrt auf. Sowohl was die Geschwindigkeit als auch die Dynamik der Musik angeht. Für Kid Rock auf der Liste schäme ich mich auch kein Stück. Ich höre sogar das ganze Album Rock’n’Roll Jesus sehr gerne im Auto. Auch zu Testzwecken, weil wirklich alles dabei ist knackige Bässe und feine hohe Töne. Zudem ist das Lied bei Jens Stratmann und mir mittlerweile eine Tradition bei Fahrveranstaltung seit unserem Trip durch Andalusien bie schönstem Wetter mit dem neuen und offenen Mercedes-Benz SL (R231).
  4. Mit Chasing Cars von Snow Patrol darf natürlich das Genre Auto-Klassiker nicht fehlen. Also wieder ein eher ruhiger Song, der aber auch schön viel Volumen für die Anlage bietet. Wer Snow Patrol nicht mag oder mit dem Lied schlicht und einfach durch ist (geht das überhaupt), kann auch Drive (Album Version) von R.E.M. wählen. Gleiche Farbe, anderer Anstrich.
  5. Ok, wir hatten Spass und sind schön durch die Gegend gefahren, jetzt soll die Anlage mal wirklich zeigen, was sie kann. Dazu kann man sogar eigentlich mal ganz kurz rechts ranfahren, um sich ganz und gar den Klängen von Shine On You Crazy Diamond (Parts 1 – 5) zu widmen. Es kann eigentlich auch jeder andere Song von Pink Floyd sein. Wichtig ist eben nur, dass es Pink Floyd ist! Die Jungs haben es eben extrem drauf und wissen auch, wie man Scheiben wirklich abzumischen hat. Auf einer wirklich guten Anlage klingt Pink Floyd genial. Wenn nicht – tja, da kann eigentlich nur die Anlage Schuld sein.
  6. Ok. Was die Anlage kann, hat uns der vorherige Song vermittelt. Jetzt heisst es fahren. Fahren. Fahren. Und sehen, wie sich das Auto verhält. Und bevor ich jetzt aufs Gas latsche, noch schnell mal Cruisen von Massive Töne angespielt. Die Frage ist doch. Kann man mit dem Wagen auch wirklich einfach nur cruisen? Oder muss es immer Krawall sein? Ein kurzer, aber aufschlussreicher Test. Und ja, die Bässe können wir dabei auch nochmal testen. Jetzt vielleicht mal beim Equilizer der Anlage die Bässe mal voll aufdrehen.
  7. So. Schluss mit lustig. Einen Gang zurück schalten – vielleicht auch zwei und dem Auto mal die Sporen geben: Breaking The Law ist angesagt. Rock it. Lasst die Gitarren von Judas Priest mal ordentlich an den Membranen ziehen. Fuss aufs Gas. Lasst es knallen. Breaking the law, babies!
  8. Und damit der Spass erst gar nicht abreisst, gleich Mustang Nismo von Brian Tyler hinterher. Ja. Ich bin Fast and Furious-Fan. Ich habe alle Filme im Regal stehen, erst auf DVD und jetzt aufgerüstet als Blu-Ray. Ja, es ist grosses Kino, auch wenn meine Frau da eine ganz andere Sicht hat. Und ich habe auch die ersten drei Soundtracks und diese auch alle auf dem iPhone dabei. Und ich höre die auch gerne durch. Das ist eine der wenigen Playlists, die ich überhaupt habe. Neben den drei F’n’F-Soundtracks ist noch der Matrix-Soundtrack dabei. Kann ich auch im Repeat und Shuffle hören bis der Sprit alle ist.
  9. Gut. Führerschein schon verfahren? Nein. Wollen wir auch nicht. Also fix ein Klassiker, der Spass macht und jedem gefällt: Radar Love von den Golden Earring.
  10. Als letztes Lied, als Rausschmeisser und gleichzeitig als Song, den man zur Not auch die nächsten 500 Kilomter in der Schleife hören kann, schliesse ich das Mixed Tape mit Riders On The Storm von den Doors ab. Stellvertretend für den halben Meter CDs von den Doors in meinem CD-Regal. Herrlich chillig, um wieder zu entspannen. Kann auch immer und jederzeit gehört werden, wenn der Verkehr mal wieder so gar kein flüssiges Fahren zulässt und man sich nicht aufregen möchte.

Ja, ich könnte da auch gut und gerne eine Top50 draus machen, aber hier und heute ist nach 10 Songs erstmal Schluss. Was sagt ihr? Was hört ihr? Am Liebsten wenn ihr Auto fahrt? Ich freue mich über Kommentare.

Und hier die Empfehlungen der Kollegen:

  1. Fanaticar Magazin (Dietmar Stanka)
  2. Fanaticar Magazin (Simone Amores)
  3. Fanaticar Magazin (Mario-Roman Lambrecht)
  4. Autophorie
  5. mein-auto-blog.de
  6. fahrrückt (Matthias Lehming)
  7. motoso.de/motoBlog
  8. veight.de
  9. Rad-Ab.com (Jens Stratmann)
  10. The Car Addict
  11. Trendlupe
  12. AutoKarma (Thomas Gigold)
  13. Uberautos.de
  14. Motoreport.de (Matthias Luft)
  15. Benzin im Blut (Stefan Lemcke)
  16. Kickaffe (Mario Lehmann): Auto-Blogger-Mixtape – Was der Blogger im Auto hört
  17. asphaltfrage.de-Mixtape
  18. exclusive-life.de/news/368-top-ten-autosongs
  19. passion:driving – Musik zum Fahren, das Auto-Blogger Mixtape
  20. Automobil-Blog: „Autoblogger-Mixtape – die Top10-Songs zum Autofahren!“
  21. Teymur Madjderey’s Roadtrip Mini Mixtape
  22. Das Racingcarz Mixtape von Don Dahlmann
  23. Willsagen-Mixtape