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NAIAS13: 2013 Mercedes-Benz SLS AMG BlackSeries

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So eine Auto Show ist stressiger als sich das manch Aussenstehender vorstellen mag. Die ganze Zeit ist man am Gange. Kontakte knüpfen, Autos fotografieren und dabei quer durch die Halle(n) laufen. Die NAIAS in Detroit ist zwar ansatzweise klein und auch nicht vollkommen überlaufen. Aber zur Ruhe kommt man doch nicht so wirklich. Eine kleine Auszeit habe ich mir zwischendurch aber genommen. Ein Mal in einem Mercedes-Benz SLS AMG Black Series (der ja Ende letzten Jahres auf der L.A. Auto Show vorgestellt worden war) sitzen. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass ich diesen Boliden mal selbst bewegen werde für genauso wahrscheinlich wie einen Lotto-Gewinn. 250.000 Euro stehen mindestens auf dem Preisschild – also kein Auto, was man mal eben als Blogger für einen Praxistest anfordern kann. 2011 bin ich mal ein paar runden den “normalen” SLS auf einem abgesperrten Flugfeld gefahren – das war schon toll.

Im Messestress von Detroit habe ich mich dann einfach mal in den gelben Mercedes-Benz SLS AMG Black Series gesetzt. Und die zumindest die Fahrertür zugezogen. Mich mit dem roten Gurt angeschnallt und mit beiden Händen das Lenkrad fest umschlossen. Meinen Blick kurz über den in Carbon eingefassten Mittelkanal gleiten lassen und dann die Augen geschlossen.


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So ein Tagtraum muss nicht lange dauern. Zuletzt hatte ich im Herbst das Vergnügen, dem Brüllen des 6.3 Liter V8-Motor Motors zu lauschen – wenn auch damals “nur” vom Beifahrersitz des “nur” 571 PS starkem Mercedes-Benz SLS AMG Roadsters. Diesen Sound vergisst man nicht so schnell. Vor allem das Runterschalten ist eine Wonne für den Gehörgang eines Autonerds. Und eben diese Geräuschkulisse hatte ich im Ohr – und die Strecke von Laguna Seca. Hey, wenn schon träumen, dann auch richtig, oder?

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631 PS – als 60 PS mehr als der “einfache” SLS – leistet der 2013 Mercedes-Benz SLS AMG BlackSeries. Die ermöglichen eine brachiale Beschleunigung in nur 3.6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die AMG Hochleistungs-Keramik-Verbundbremsanlage sorgt dafür dass man auch schnell wieder den Wagen zum Stehen bringen kann. Und Dank dem AMG RIDE CONTROL Performance Fahrwerk können auch Leute wie Du und ich den SLS auf der Strecke halten. Zumindest wenn man Vernunft und Verstand nicht vollkommen ausschaltet. Tut man dies doch, kann man auch eine Spitzengeschwindigkeit von 315 km/h erreichen. Zzzzzzzuuuuuummmmmmm. Und genauso schnell war dann auch mein Tagtraum zu Ende.

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Genossen haben ich meine 3 Minuten im 2013 Mercedes-Benz SLS AMG Black Series dennoch. Ein letztes liebesvolles Streichen über den AMG-Gangwahlhebel und dann habe ich den Griff der Fahrertür gezogen. Diese öffnet sich schnell und leise und dann habe ich meinen übergewichtigen Körper aus der Karosse gewuchtet. Kurze Freude. Aber trotzdem schön.