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Die Rückkehr der „Stingray“ – Die siebte Modellgeneration der Chevrolet Corvette

2005 wurde die Corvette C06 von Chevrolet vorgestellt. Nun im Januar die neue Modell-Generation, die Chevrolet Corvette C7, die wieder den Beinamen Stingray tragen wird. Letzteres finde ich nicht ganz so toll, es kann nur eine Stingray geben, meine ich. Aber das Auto selbst macht erstmal einen guten Eindruck. Ich werde dazu noch einen weiteren Beitrag verfassen, bei dem es dann auch massig Bilder aus Detroit geben wird. Hier aber erstmal alles, was Chevrolet uns über die neue Corvette wissen lassen will:

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Mit dem Debüt der neuen Corvette „Stingray“ liefert Chevrolet nicht nur eine Neudefinition zeitgemäßer Sportwagen-Performance, Chevrolet führt damit auch wieder die legendäre Zusatzbezeichnung „Stingray“, die schon in den 60iger Jahren für das außergewöhnliche Zusammenspiel von Technik, Design und Leistung stand, wieder ein.

Mit einer Leistung von rund 450 PS (331 kW) und einem maximalen Drehmoment von rund 610 Newtonmetern ist die neue Corvette Stingray nicht nur das stärkste Chevrolet-Serienmodell bisher. Mit einer Beschleunigung von null auf 60 mph (96,6 km/h) in weniger als vier Sekunden und bis zu einem „g“ möglicher Kurven-Querbeschleunigung setzt sie auch bei den Fahrleistungen Maßstäbe. Darüber wird die neue Corvette auch die bislang effizienteste sein wird und den Kraftstoffverbrauch des bisherigen Modells von 9,0 l/100 km (26 mpg) nochmals unterschreitet.

„Wie die Stingray von 1963 bietet die neue Corvette eine im Sportwagensegment führende Performance, kombiniert mit wegweisenden Technologien, einem atemberaubenden Design und beeindruckenden Fahrerlebnissen“, sagt Mark Reuss, President General Motors North America.

In lediglich zwei Komponenten stimmt die Generation C7 mit dem Vorgängermodell überein. Rahmenstruktur, Fahrwerkskonstruktion, Antrieb, Assistenztechnologien, sowie Exterieur- und Interieurdesign sind komplett neu. Die Elemente im Einzelnen:

  • Interieur mit Materialien wie Karbon, Aluminium und handgearbeitetem Leder sowie zwei neuen Sitzvarianten (beide mit Leichtbau-Magnesiumrahmen für optimale Ergonomie) sowie ein individuell konfigurierbarer, dualer Acht-Zoll-Monitor für Fahrerinformationen und Infotainment.
  • Modernste Fahrdynamik-Technologien – darunter die Auswahl aus fünf Fahrmodi mit insgesamt 12 variablen Fahrzeugparametern zur optimalen Abstimmung auf die jeweiligen Fahrbedingungen und ein neues Siebengang-Schaltgetriebe mit Gangwechselerkennung „Active Rev Matching“ (Anpassung der Motordrehzahl an die Gangwahl). für fließende Schaltvorgänge
  • Vollständig neu entwickeltes 6,2-Liter-„LT1“-V8-Triebwerk mit modernsten Technologien wie Benzin-Direkteinspritzung, Zylinderabschaltung, kontinuierlich variabler Ventilsteuerung und einer hochmodernen Verbrennungssteuerung, die höhere Leistung bei geringerem Kraftstoffverbrauch generiert.
  • Einsatz von Leichtbaumaterialien wie einer Fronthaube und ein abnehmbares Hardtop aus Kohlefaserwerkstoff;; Kotflügel, Türen und hinteren Karosserieseitenwände aus Verbundwerkstoff; Unterbodenverkleidungen aus Karbon-Nano-Verbundmaterial; neuer Aluminiumrahmen für optimale 50:50-Gewichtsverteilung.
  • Äußere Merkmale: Xenon-Hochleistungsscheinwerfer mit LED-Leuchtdiodentechnologie, skulpturales Karosseriedesign mit motorsporterprobter Aerodynamik, niedriger Luftwiderstandsbeiwert für maximale Effizienz, zusätzliche Hochleistungskomponenten für maximale Fahrstabilität und Rennperformance.
  • Rennsporttaugliches „Z51“-Performancepaket (schlupfbegrenztes, elektronisch geregeltes Sperrdifferenzial, Trockensumpfschmierung, Integralbremse, Differenzial- und Antriebskühlung), spezielles Aeropaket zur Erhöhung der Hochgeschwindigkeitsstabilität.
  • Gebaut wird die neue Corvette Stingray im GM-Werk Bowling Green im US-Bundesstaat Kentucky, das mit einem Investitionsvolumen von 131 Millionen US-Dollar modernisiert wurde. Rund 52.000.000 US-Dollar entfielen dabei auf eine neue Karosseriefertigung für die erstmalige Inhouse-Herstellung der anspruchsvollen Aluminiumstruktur.

Der Verkaufsstart des neuen Modells ist für das dritte Quartal 2013 vorgesehen.

Interieur: Hightech und Handwerkskunst

  • Hochwertige Materialien: Aluminium und Karbonausstattung als Option
  • Intensives Fahrerlebnis: verkleinerter Lenkraddurchmesser – zwei Sitzvarianten
  • Fortschrittliche Technologien: duales, hochauflösendes Display – farbiges Head-up-Display (Option)

Das Interieur der Corvette Stingray verbindet edle Materialien, hohe Handwerkskunst und modernsten Technologien – eine faszinierende Kombination, die zu einem besonders intensiven Fahrerlebnis beiträgt.

„Wir haben jedes Detail mit der Zielrichtung entwickelt, die Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug zu verfeinern“, sagt Interior Design Director Helen Emsley. „Das beginnt mit dem von Düsenjets inspirierten Cockpit, setzt sich fort in einem kleinen Lenkrad, nochmals verbesserten Sitzen sowie hochauflösenden, konfigurierbaren Displays – durch edle Materialien perfekt abgerundet.“

Das kompakte 360-Millimeter-Lenkrad sorgt für klare Rückmeldung und ein direktes Fahrgefühl. Die Konzentration auf eine optimale Gestaltung der Fahrerumgebung geht bis in kleine Details wie den glatten, präzise gearbeiteten Lenkradnähten, die auch in dieser wichtigen Kontaktzone eine angenehme Haptik erzeugen. Sauber gearbeitete Nähte zeigen auch die optional verfügbaren Nappaleder-Sitzbezüge. Zwei Varianten stehen dabei zur Wahl: ein GT-Sitz für bestmöglichen Komfort und ein Rennsitz mit verstärktem Seitenhalt. In beiden Fällen sorgt Magnesium für noch höhere Festigkeit und geringeres Gewicht als bei vergleichbaren Stahlkonstruktionen, während die erhöhte Steifigkeit zu einem noch direkteren Fahrgefühl beiträgt.

Weitere Gestaltungsdetails im Innenraum der neuen Corvette resultierten aus Exkursionen der Interieurentwickler zum GM-Prüfgelände in Milford/Michigan, wo sie sich von High-Performance-Fahrerlebnissen zur Implementierung verschiedener Funktionen inspirieren ließen. Typische Beispiele für solche praxisnahen Lösungen sind der verstärkte Beifahrer-Haltegriff an der Mittelkonsole und Soft-Touch-Materialien an der Konsolenkante.

Betont sportliches Fahren beeinflusste auch die Gestaltung von Elementen wie den konfigurierbaren Anzeigedisplays und dem optionalen, je nach gewähltem Fahrprogramm variablen Head-up-Display mit einem vom Rennsportmodell C6.R inspirierten Rennstreckenmodus.

Ergänzt wird das Hochleistungsambiente durch hohe Fertigungsqualität und ausgeprägte Gestaltungsfreude. Letztere zeigt sich unter anderem in einem umlaufenden Bogenmotiv, das nathlos von der Instrumententafel in die Fahrertür übergeht.

Alle C7-Modelle verfügen über einen vollständig verkleideten Innenraum. Zu den verwendeten Premium- und Soft-Touch-Materialien zählen je nach Ausstattung Nappa- und Mikro-Wildleder sowie Aluminium und Karbon.

Die Mischung aus Handwerkskunst und maschineller Präzision garantiert ein hochwertiges Ambiente mit erstklassigen Passformen und sauberem Finish. Um Oberflächennarbungen und maschinell gesetzte Nähte perfekt aufeinander abzustimmen, wird beispielsweise das Leder für die Instrumententafel von Hand verlesen und gespannt. Ein weiteres Detail ist das von den Fahrerfunktionen getrennte, unterhalb der Lüfterregelung angeordnete Mikro-LED-Display für die Klimaregelung auf der Beifahrerseite.

Zur Sicherung der Designqualität arbeiteten die Interieurgestalter in enger Abstimmung mit den Produktionsteams des Werks in Bowling Green. Durch diese Vernetzung von Design-, Konstruktions- und Fertigungsprozessen war es möglich, erforderliche Anpassungen schnell und flexibel zu implementieren.

Fahrerorientierte Technologien

  • Fahrprogramme variieren insgesamt 12 Abstimmungsmerkmale
  • Monitore und Head-up-Display auf Fahrerwünsche einstellbar
  • Zentraler Touchscreen mit innovativer Gestenerkennung

Zentrales Element der fahrerorientierten Assistenzsysteme in der neuen Corvette Stingray ist der „Driver Mode Selector“, über den der Fahrer aus fünf verschiedenen Setups seine Präferenz beziehungsweise die Fahrbedingungen vorwählen kann. Zur Wahl stehen die Programme „Wetter“, „Eco“, „Tour“, „Sport“ und „Track“.

Damit vereint die neue Corvette unterschiedlichste Charaktere – den Komfort eines Langstrecken-Gran Turismo, die Funktionalität und Infotainment-Vernetzung eines modernen Alltagsfahrzeugs und die Fahrdynamik eines rennstreckentauglichen Sportwagens.

Die Driver Mode Selector-Bedienung erfolgt über einen Drehknopf neben der Schaltkulisse. Der „Tour“-Modus ist dabei auf normale Alltagsfahrten zugeschnitten, die Einstellung „Weather“ sorgt für zusätzliche Stabilität unter erschwerten Fahrbedingungen wie Regen und Schnee. Die Funktion „Eco“ stellt maximale Kraftstoffeffizienz in den Mittelpunkt, während das Fahrprogramm „Sport“ ein optimales Setup für betont dynamisches Fahren und Einsätze auf der Rennstrecke bereitstellt.

Insgesamt 12 Fahrdynamik-Parameter werden für jeden Fahrmodus speziell eingestellt. Dazu zählen:

  • Konfiguration des Kombiinstruments: Die Funktionen „Tour“, „Eco“ und „Weather“ aktivieren Anzeigen für Reisedaten, Audiosystem und Navigation. Im Modus „Sport“ erscheinen klassische, leicht ablesbare Sportinstrumente, in der Einstellung „Track“ Anzeigen im Stil der Corvette-Rennversion C6.R – einschließlich einer Stoppuhr zur Messung von Rundenzeiten.
  • Elektronische Gaspedalsteuerung ETC (Electronic Throttle Control): Reguliert die Gaspedal-Kennlinie für noch feineres Ansprechverhalten.
  • Automatikgetriebe mit Schaltwippen: Zusätzliche Möglichkeit manueller Gangwechsel.
  • LT1-Triebwerk mit Zylinderabschaltung: volle V8-Leistung unter Last, V4-Betrieb ohne Last. Im „Eco“-Modus wechselt der Motor zwecks Erhöhung der Kraftstoffeffizienz erst bei starkem Beschleunigen vom Vier- in den Achtzylinderbetrieb.
  • Aktives Auspuffsystem: variiert das Timing der elektronisch gesteuerten Auspuffventile zur Verbesserung des akustischen Feedbacks beim Wechsel des Fahrprogramms.
  • Elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial mit Schlupfbegrenzung (Z51): variiert den Einsatz der Sperre zwecks Erhöhung der Balance zwischen Lenkungs-Rückmeldung und Fahrstabilität unter verschiedenen Bedingungen; aggressivere Kennlinie in den Programmen „Sport“ und „Track“.
  • Lenksystem: sorgt durch Anpassung der Servounterstützung an das eingestellte Fahrprogramm für das jeweils passende Lenkgefühl.
  • Dämpferverstellung „Magnetic Ride Control“: verändert die Dämpfungsrate in Abhängigkeit von den Fahrbedingungen in einer Spanne von maximalem Komfort bis zu sportlicher Höchstleistung.
  • Anfahr-Schlupfkontrolle: ist in den Fahrmodi „Sport“ und „Track“ (beim manuellen und automatischen Getriebe) aktiv und sorgt für bestmögliche Beschleunigung aus dem Stand.
  • Aktives Handlingsystem „StabiliTrak stability control“: in den Fahrprogrammen „Sport“ und „Track“ aktives System (abschaltbar), das vor allem für den Rennstreckeneinsatz ausgelegt ist.
  • Traktionskontrolle: steuert Motordrehmoment beziehungsweise Antriebsschlupf in Abhängigkeit von den Fahrbedingungen.
  • Performance Traction Management: ist in den Programmen „Sport“ und „Track“ aktiv, bietet im Rennstreckeneinsatz fünf verschiedene Einstellungen für Drehmomentsteuerung und Bremscharakteristik.
  • Drei konfigurierbare Displays einschließlich zweier Acht-Zoll-Monitore und einem farbigen Head-up-Display liefern personalisierte Informationen und vermitteln relevante Leistungsparameter in jedem Antriebsmodus.

Die beiden Acht-Zoll-Bildschirme sind auch bei direkter Sonneneinstrahlung ausgezeichnet ablesbar – Helligkeitswerte von 650 cd/m2 beim Monitor im Kombiinstrument beziehungsweise 1.000 cd/m2 für die Anzeige in der Mittelkonsole sind Bestmarken in diesem Bereich. Das Display in der Mittelkonsole beinhaltet außerdem eine Touchscreen-Steuerung mit Gestenerkennung und ist absenkbar – dahinter befindet sich ein Staufach mit USB-Schnittstelle für Uploads oder zum Aufladen externer elektronischer Geräte.

Die neue Corvette bietet zudem fortschrittliche Infotainmenttechnologie: Das „Chevrolet MyLink“-System sowie HD-Radiotechnologie, ein verbessertes OnStar-System mit 3D-Navigationskarten, ein zusätzlicher USB-Anschluss in der Mittelkonsole, ein einzelner Audioeingang sowie ein SD-Kartenslot sorgen für lückenlose Konnektivität.

Als Option steht ein Zehnfach-Premium-Soundsystem mit Bassbox, zwei Subwoofern und Lautsprechern mit besonders hochwertigen Magneten – hergestellt aus Metallen so genannter „seltener Erden“ –, die hohe Klangqualität mit reduziertem Gewicht und geringer Größe verbinden.

Exterieur: Jede Linie unterstreicht Funktionalität und Eleganz

  • Vom Motorsport abgeleitete Aerodynamik-Designelemente
  • Beleuchtungssignatur mit Xenon-Hochleistungsscheinwerfern, Tagfahrlicht und Rückleuchten mit LED-Technologie
  • Kohlefaser-Fronthaube und herausnehmbares Hardtop verbessern die Front-/Heck-Gewichtsverteilung
  • Das dominante Außendesign der Corvette Stingray betont gleichermaßen ihre Funktionalität und Eleganz. „Die Designentwicklung einer neuen Corvette ist wohl für jeden Designer ein Traum, aber kein leichtes Unterfangen“, sagt Ken Parkinson, Executive Director of Global Design. „Unser Ziel war, ein Statement zu setzen, das den hohen technologischen Standard des Fahrzeugs und seine Leistungsfähigkeit in jedem Punkt sichtbar macht – von der Aerodynamik bis zur Rennstreckentauglichkeit. Das Resultat ist die neue Corvette Stingray, mit der wir Neuland betreten – die zugleich aber alle Merkmale aufweist, die eine Corvette zu einer Corvette machen.

Obwohl sich kein einziges Detail aus früheren Modellgenerationen wiederfindet, zeigt das Fahrzeug die modelltypisch markante, lang gestreckte Silhouette mit einem Oberbau, der an die Kanzel eines Jets erinnert. Dazu entwickelten die Designer eine Formensprache, die von zwei unterschiedlichen Quellen inspiriert wird: von der Luftfahrt und von der Natur.

Um das neue Modell wieder Stingray nennen zu können, bedurfte es einer unverwechselbaren Formensprache, wie sie auch das Original von 1963 auszeichnete. Die Inspirationsquellen Luftfahrt und Natur prägen den visuellen Eindruck: In beiden Fällen folgen die Formen der Funktion, sich so schnell und effizient wie möglich durch die Luft oder durch das Wasser zu bewegen. Auch bei der neuen Corvette Stingray dient jedes Exterieurdetail dem Zweck der schnellen, effizienten Fortbewegung und wurde mit höchstem ästhetischen Anspruch umgesetzt.

Die Beleuchtung stellt eine markante Signatur im Design der neuen Corvette dar und unterstreicht ihre Hightech-Ästhetik. In der Frontansicht sorgen indirekte, weiße LED-Tagfahrleuchten in schwarz-chromfarbenen Lampengehäusen für unverwechselbare Identität, die Blinker sind ebenfalls LED-illuminiert.

Zu den markantesten Abweichungen vom traditionellen Stingray-Design – und zugleich zu den hervorstechendsten Stilelementen der neuen Generation – zählen die zweiteiligen Rückleuchten mit indirekter LED-Beleuchtung in dreidimensional geformten Gehäusen. Bei dieser innovativen Technik werden versteckte LED-Lampen verwendet, die ihr Licht über den Gehäuseboden und einen Reflektor verteilen und dadurch eine homogene Leuchtkraft entfalten. Bei den Rückfahrscheinwerfern kommt diese Technik ebenfalls zum Einsatz. Die Schlussleuchten beinhalten darüber hinaus von der Luftfahrt inspirierte Luftauslässe für die (optional verfügbaren) Differenzial- und Getriebe-Kühlsysteme.
In Sachen Aerodynamik spielt die neue Corvette Stingray ebenfalls in einer eigenen Liga. Zur Analyse des Luftstroms über, unter und durch das Fahrzeug kamen modernste Computer-Designprogramme zum Einsatz. Zur Optimierung der Hochgeschwindigkeitsstabilität konnten die Ingenieure zusätzlich auf umfangreiches Corvette Racing-Datenmaterial zurückgreifen – dem erfolgreichsten Motorsportprogramm aller Zeiten in der „American Le Mans“-Rennserie, das unter anderem zur Meisterschaft 2012 in der GT-Klasse führte.

Zwecks Abstimmung von Optik und Performance verbrachten die Entwickler zudem viele Stunden im Windkanal. Zu den funktional wirksamen Ergebnissen zählen:

  • Sämtliche Modelle verfügen über eine neue Frontgrill-/Kühleranordnung sowie Abluftöffnungen in der Motorhaube, die den Auftrieb im Bereich des Vorderwagens reduzieren und das Ansprechverhalten der Lenkung bei höheren Geschwindigkeiten verbessern.
  • Seitliche Wölbungen an den vorderen Kotflügeln reduzieren ebenfalls den Luftdruck unter der Fronthaube und damit den Luftwiderstand.
  • Modelle mit Automatikgetriebe oder „Z51“-Performancepaket verfügen über zusätzliche Lüftungsöffnungen an der Fahrer- und Beifahrerseite, die Luft zu dem für die Kühlung von Getriebe und Differenzial zuständigen Wärmetauscher führen.
  • Abgeführt wird die Getriebe- und Differenzial-Kühlluft über Öffnungen in den Rückleuchten und im unteren Heckschürzenbereich.
  • Das „Z51“-Performancepaket beinhaltet außerdem Kühlkanäle für die Bremsanlage, einen speziellen Heckflügel sowie zusätzliche Luftleitbleche für verbesserte Fahreigenschaften auf der Rennstrecke.

Entwickelt für die Rennstrecke, gebaut für die Straße

  • Neue Aluminum-Rahmenstruktur 57 Prozent steifer und 45 kg leichter als vorheriger Stahlrahmen.
  • Verwendung von Verbundwerkstoffen (Fronthaube und Dachelemente aus Karbon, Kotflügel, Türen und hintere Seitenflächen aus Glasfaser-Kunststoff-Material „SMC“, Unterbodenverkleidung aus einer Karbon-Nano-Materialkombination) reduziert das Karosseriegewicht um rund 17 kg.
  • Neues „LT1“-V8-Triebwerk mit fortschrittlichen Technologien für höhere Leistung bei niedrigerem Kraftstoffverbrauch – kombiniert mit einem (erstmalig in der Automobilindustrie verwendeten) Siebengang-Schaltgetriebe mit „Active Rev Matching“- Schalterkennung für noch präzisere Gangwechsel.

Leichtbaumaterialien, modernste Fertigungsprozesse und Technologietransfers aus dem Corvette-Racingprogramm tragen zur idealen Gewichtsverteilung 50:50 und einem Leistungsgewicht von Weltformat bei.

Erfahrungen aus dem Motorsport zur Verbesserung von Serienfahrzeugen einzubringen, hat Tradition bei Chevrolet. Vor allem bei der Corvette ist dies offenkundig, wo Technologien und Strategien aus der Corvette Racing-Sparte oftmals direkt in die Serie einfließen. Bei der Generation C7 ist dieser Einfluss in praktisch jedem Aspekt erkennbar, vom Aerodynamikdesign über den Leichtbau und die Kühlungssysteme bis hin zur Bremsanlage.

Zur Vielzahl von Hightechlösungen bei der neuen Corvette zählt eine vollständig neue, komplett aus Aluminium gefertigte Rahmenstruktur, die um 57 Prozent steifer und um 45 kg leichter ist als die frühere Stahlkonstruktion. Durch die höhere Torsionsfestigkeit werden unerwünschte Geräuschentwicklungen reduziert, während sich Komfort und Handling verbessern.

Im Vergleich zur Vorgängergeneration, bei der per Hydroforming hergestellte Hauptrahmenträger mit durchgängig zwei Millimetern Wandstärke verwendet wurden, verfügt die neue Konstruktion über maßgeschneiderte, aus fünf Aluminiumsegmenten zusammengesetzte Trägerelemente, einen zentralen Hauptträger sowie hohl gegossene Anlenkungspunkte für die Radaufhängungen. Durch unterschiedliche Materialstärken zwischen zwei und elf Millimetern erfüllen die einzelnen Rahmenabschnitte jeweils höchste Anforderungen an Führungseigenschaften, Form, Festigkeit und Gewicht.

Der Zusammenbau des Rahmens in der neuen Schweißanlage im Werk Bowling Green erfolgt mit einem computergesteuerten Schweißverfahren, bei dem ein hochenergetischer Laserstrahl die Komponenten mit außergewöhnlicher Präzision und Toleranzen im Nullbereich zusammenfügt.

Unterstützt werden die höhere Festigkeit und das geringere Gewicht der Rahmenstruktur durch Fahrwerkskomponenten wie Halterungen aus hohlem Aluminium-Druckguss, die rund 25 Prozent weniger Gewicht und eine um 20 Prozent höhere Steifigkeit aufweisen als bei der vorherigen Konstruktion.

Der Einsatz innovativer Hightechmaterialien beinhaltet außerdem eine Fronthaube und Dachhaut aus Kohlefaserwerkstoff sowie Unterbodenverkleidungen aus einem Karbon-Nano-Kompositmaterial – einer fortschrittlichen Kombination aus traditionellem Verbundwerkstoff und Kohlefaser, mit der sich ohne Verluste an Festigkeit und Steifigkeit Gewicht einsparen lässt. Kotflügel, Türen, hintere Seitenteile und Rückwand sind aus nochmals leichteren Verbundwerkstoffen als bei der Vorgängergeneration gefertigt und sorgen gegenüber dieser für eine Gewichtseinsparung von 17 kg.

Das konsequente Leichtbaukonzept leistet einen wesentlichen Beitrag zur idealen Verteilung von jeweils 50 Prozent Gewichtsanteilen auf Vorder- und Hinterachse. In Kombination mit einer Motorleistung von rund 450 PS (331 kW) bietet die neue Corvette Stingray damit ein besseres Leistungsgewicht als hochkarätige Sportwagen internationaler Wettbewerber.

Als Leistungsquelle fungiert ein neu entwickelter 6,2-Liter-V8-„LT1 Small Block“-Motor mit etwa 450 PS und rund 610 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Noch wichtiger ist, dass der Drehmoment-Minimalwert im Drehzahlbereich von 1.000 bis 4.000 1/min um rund 68 Newtonmetern höher liegt als bei der hubraumgleichen Vorgängerversion – und damit auf dem Niveau des 7,0-Liter-„LS7“-Triebwerks aus der Corvette Z06 von 2013.
Der Motor kombiniert fortschrittliche Technologien wie Benzin-Direkteinspritzung, Zylinderabschaltung, eine kontinuierlich variable Ventilsteuerung mit einem innovativen Verbrennungssystem. Mehr als zehn Millionen Stunden computergestützter Analyse wurden für die Entwicklung des neuen Small Block-Designs aufgewendet, darunter mehr als sechs Millionen Stunden für die Optimierung des Verbrennungsprozesses.

Unterstützt wird der LT1-Motor durch Optimierungen am aktiven Abgassystem. Durch Maßnahmen wie einer Vergrößerung des Durchmessers um bis zu 70 Millimeter bietet die Basisanlage nicht nur um 13 Prozent verbesserte Strömungseigenschaften, die integrierten Ventilklappen optimieren auch den Abgasstrom im Kraftstoff sparenden V4-Betriebsmodus.

Auf Wunsch ist eine „Dual-Mode“-Abgasanlage verfügbar, bei der dank zweier zusätzlicher Ventilklappen der Strömungswiderstand in den Schalldämpfern um rund 27 Prozent reduziert wird. Bei voller Öffnung haben die Klappen einen leistungssteigernden Effekt und generieren darüber hinaus ein markantes Motorklangbild.

Der LT1-Motor ist wahlweise mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe mit manuellen Schaltwippen oder einem in der Automobilindustrie bislang einzigartigen „Tremec TR6070“ Siebengang-Schaltgetriebe mit Gangwechselerkennung („Active Rev Matching“) kombiniert. Für optimale Gewichtsverteilung sorgt die Corvette-typische Transaxle-Getriebeanordnung vor der Hinterachse.

Die vom Fahrer via Lenkrad-Schaltwippen aktivierbare „Rev-Matching“-Funktion beim Siebengang-Schaltgetriebe errechnet jeweils die nächste Gangwahl des Fahrers, passt die Motordrehzahl entsprechend an und sorgt dadurch für nahtlose, harmonisch fließende Schaltübergänge. Zur Erhöhung der Schaltqualität und Reduzierung von Trägheitsreaktionen kommen außerdem ein neues Zweimassenschwungrad und eine Zweischeiben-Lamellenkupplung zum Einsatz. In Kombination mit dem optional erhältlichen „Z51“-Performancepaket verfügt das Getriebe über eine noch engere, auf maximale Beschleunigung ausgelegte Abstufung.
Erhältlich ist außerdem das Sechsgang-Automatikgetriebe „Hydra-Matic 6L80“, das auch eine manuelle Schaltmöglichkeit über Wipptasten am Lenkrad bietet. Diese Antriebsvariante ist für die Kraftstoff sparende Zylinderabschaltung optimiert und verfügt zu diesem Zweck über einen trägheitsreduzierten Drehmomentwandler für verbesserte Schaltqualität und höhere Schaltgeschwindigkeit. Gangwechselpunkte und Schaltcharakteristik werden über den „Driver Mode Selector“ dem jeweils gewählten Fahrprogramm angepasst.

Direkteres und intensiveres Fahrgefühl

  • 3. Generation der Dämpferregelung „Magnetic Ride Control“ für mehr Komfort und Kontrolle
  • Elektrische Servolenkung mit optimierter Rückmeldung und verbessertem Lenkgefühl
  • Schlupfbegrenztes Sperrdifferenzial für maximale Traktion
  • Die Fahrwerkauslegung der neuen Corvette Stingray setzt die Vorteile einer leichten und steifen Karosseriestruktur konsequent um. So ermöglichte die reduzierte Flexibilität den Ingenieuren eine noch präzisere Abstimmung von Radaufhängung und Lenkung und damit ein spontaneres und direktes Ansprechen auf Fahrereingaben.

Das rennsporterprobte Doppelquerlenker-Fahrwerkskonzept wurde für die neue Modellgeneration übernommen, allerdings mit neuen Komponenten. Zu den Verbesserungen zählen hohle untere Querlenker mit rund vier Kilogramm weniger Gewicht pro Fahrzeug sowie neue Aluminiumspurstangen an der Hinterachse, mit denen gegenüber der vorherigen Konstruktion rund 1,1 kg Gewicht eingespart wurden.

Die Raddimensionen des neuen Modells betragen 18 x 8,5 Zoll beziehungsweise 19 x 10 Zoll an Vorder- und Hinterachse, die Ausführungen mit „Z51“-Performancepaket rollen auf geschmiedeten Aluminiumrädern der Formate 19 x 8,5 (vorne) respektive 20 x 10 Zoll (hinten). Eine neue, speziell entwickelte Michelin Pilot Super Sport-Runflat-Bereifung liefert einen vergleichbaren Grip wie die breiteren Räder der Vorgängermodelle.

Die rennstreckenorientierte Corvette Stingray mit „Z51“-Performancepaket erreicht damit Querbeschleunigungen von bis zu einem „g“ und bewegt sich so, trotz schmalerer und leichterer Räder, auf dem Niveau der Corvette Grand Sport des Modelljahrs 2013. Der verringerte Platzbedarf reduziert Rollwiderstand, Lenkkräfte und Abrollgeräusche und vermittelt dadurch mehr Agilität, ein direkteres Ansprechen der Lenkung sowie höheren Komfort und eine größere Kraftstoffeffizienz bei Reisetempo.

In den Grunddimensionen hat die neue Corvette gegenüber der vorherigen Modellgeneration um rund 25 Millimeter in Radstand und Spurweiten vorne/hinten zugelegt. Die Änderungen sorgen für ein besseres Stabilitätsgefühl bei hohen Geschwindigkeiten, während der um rund 0,6 Meter verringerte Wendekreisdurchmesser für mehr Beweglichkeit in engen Kurven sorgt.

Zum Fahrwerkssystem der Corvette Stingray gehören 35-Millimeter-Bielstein-Einrohrstoßdämpfer mit Zweiwegeaufnahmen aus Aluminium. Das „Z51“-Paket für höchste sportliche Anforderungen verfügt über noch stärkere 45-Millimeter-Bielstein-Dämpfer und die Option auf die magneto-rheologische Stoßdämpferregelung „Magnetic Ride Control“. Die dritte Generation dieses Systems mit neuer Zweispulentechnik bietet um 40 Prozent reduzierte Reaktionszeiten und sorgt für nochmals deutliche Zuwächse in Fahrkomfort und Fahrzeugkontrolle.

Die neue elektrische Servolenkung mit variabler Übersetzung mit veränderlicher Servounterstützung gewährleistet spontane Reaktion, präzise Rückmeldung, hohe Zielgenauigkeit, maximale Linearität und ein sensibles Ansprechen aus der Mittellage. Weitere Verbesserungen des Lenkgefühls resultieren aus einer Erhöhung der Lenksäulensteifigkeit um 150 Prozent, einen 600-prozentigen Zuwachs an Torsionssteifigkeit bei der Lenk-Zwischenwelle und die Montage des Lenkgetriebes im vorderen Trägerbereich der Karosseriestrukur. Das gesamte Lenksystem weist damit eine fünfmal höhere Steifigkeit auf als die Vorgängerkonstruktion.

Zum „Z51“-Performancepaket gehört außerdem ein elektronisch geregeltes Sperrdifferenzial (eLSD), dass die Drehmomentverteilung zwischen den Hinterrädern permanent überwacht und steuert. Das System beinhaltet eine hydraulisch betätigte Kupplung zur stufenlosen Regulierung des Drehmoments und bietet Reaktionszeiten zwischen „geöffnet“ und „maximale Sperrwirkung“ im Zehntelsekundenbereich. Die auf einem Algorithmus mit Parametern wie Fahrgeschwindigkeit, Lenkeingabe und Drosselklappenstellung basierende Modulation verbessert das Lenkgefühl, die Traktion und das Beschleunigungsvermögen aus Kurven. Das Ergebnis: eine ausgezeichnete Handlingbalance und hohe Fahrstabilität.

Die mit den Assistenzsystemen „StabiliTrak“ und „Performance Traction Management“ vernetzte eLSD-Steuerung arbeitet in drei unterschiedlichen Modi auf Basis der Fahrdynamikregelung „Drive Mode Selector“:

  • Die Standardeinstellung „Mode 1“ ist für den normalen Fahrbetrieb mit maximaler Sicherheit und Fahrstabilität ausgelegt.
  • „Mode 2“ ist bei ausgeschalteter Stabilitätskontrolle in den Fahrprogrammen „Sport“ oder „Track“ aktiv und unterstützt agiles Einlenken und bestmögliche Traktion beim Beschleunigen aus Kurven.
  • „Mode 3“ ist wie Mode 2 kalibriert und auf optimale Zusammenarbeit mit dem „Performance Traction Management“-System abgestimmt.

Die aus dem Rennsport abgeleitete Brembo-Bremsanlage mit Vierkolben-Festsattelsystem garantiert souveräne Verzögerung auf Straße und Rennstrecke. Sie beinhaltet Technik-Highlights wie:

  • 320-/338 Millimeter Bremsscheiben an Vorder- beziehungsweise Hinterachse (35 Prozent mehr Reibfläche, neun Prozent kürzerer Bremsweg).
  • „Z51“- Performancepaket: geschlitzte „Dual-cast“-Bremsscheiben, Durchmesser vorne/hinten 345/ 338 mm (sechs Prozent mehr Reibfläche, fünfprozentige Bremswegverkürzung vs. letzte Corvette Grand Sport-Generation), Bremsenkühlanlage vorne und hinten für optimale Rennstreckenperformance.
  • Alle Bremsanlagen verfügen über Festsattelsysteme für höhere Steifigkeit, geringeren Belagverschleiß, reduzierten Luftwiderstand und optimale Dosierbarkeit.