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Fotos: 2013 Mercedes-Benz SLS AMG Black Series in weiß

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Während ich gestern mit meinem Sohn seinen Geburtstag gefeiert habe, hat Jens unser Bielefelder Team in Frankreich vertreten. Mercedes-Benz hatte nach Frankreich eingeladen – auf den Circuit Paul Ricard. Namensgeber Paul Richard gehörte bis zu seinem Ableben 1997 zu den größten Pastis-Produzenten Frankreichs. Ihm verdanken die Franzosen den Bau dieser Rennstrecke auf der zwischen 1971 und 1990 auch 14 Mal Rennen des Formel 1 Grand Prix ausgetragen wurden. Heute wird der Kurs gerne von Unternehmen aller Art für Testfahren gebucht, da die Strecke weite Auslaufzonen hat, so dass selten Beschädigungen an den Fahrzeugen auftreten. Wohl denn auch ein idealer Ort, um Journalisten und Bloggern die Chance zu geben, den schnellste V8 aus dem Hause Mercedes-Benz AMG mit Flügeltüren zu erleben und zu erFahren. Und eben diese ErFahrungen beschreibt Jens in seinem Beitrag Angetestet: Mercedes AMG SLS Black Series mehr als anschaulich: „Höhepunkt? Der Motor startet. Der Auspuff röchelt. Der Fuß tritt auf das Gaspedal. Die Synapsen im Gehirn fangen an vor Freude zu tanzen, der SLS AMG Black Series fängt an mit dem Sound das Trommelfell zu massieren und der Fahrer bekommt ein Grinsen im Gesicht, eine Gänsehaut auf den Armen und ja, der Höhepunkt ist auch nicht weit entfernt, vermutlich liegt er direkt hinter dem G-Punkt, nach dem Scheitelpunkt der nächsten Kurve.“ Ich schaue mir derweil die wunderschönen Bilder an, die Jens mir mitgebracht hat und stöbere in den technischen Angaben:

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Ich habe nicht wirklich verstanden, warum die High-Performace-AMG-Modell Black Series gelabelt wurden, aber jeder Petrolhead weiss eben, dass es sich hierbei um die Performanec-Speerspitze der AMG-Modelle handelt. Das erste Black Series wurde 2006 in Form des Mercedes-Benz SLK 55 AMG Black Series vorgestellt, 207 folgte der Mercedes-Benz CLK 63 AMG Black Series, 2008 dann der Mercedes-Benz SL 65 AMG Black Series und 2011 habe ich in Frankfurt auf der IAA der Premiere des Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé Black Series beiwohnen dürfen. Ende letzten Jahres wurde dann der AMG-Flügeltürer SLS als fünfte Variante mit dem Label Black Series geadelt.

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„Der neue SLS AMG Coupé Black Series ist der beste Beweis für den hundertprozentigen Techniktransfer vom Motorsport auf die Straße. Als Vorbild inspirierte uns der weltweit überaus erfolgreiche Kundensport-Rennwagen SLS AMG GT3. Mit zahlreichen Leichtbau-Komponenten und einer faszinierenden Fahrdynamik garantiert unser fünftes Black Series-Modell „Driving Performance“ in Reinkultur. Der SLS AMG Coupé Black Seriesist wie geschaffen für schnelle Runden und hoch-emotionale Fahrerlebnisse“, erklärt Ola Källenius, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH, jedem der da etwa Zweifel haben sollte. Und Tobias Moers, Bereichsleiter Entwicklung Gesamtfahrzeug und Mitglied der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH, mit dem wir auf dem Auto-Salon in Genf nächste Woche einen Interview-termin haben, lässt sich mit den Worten „Der dynamischste Flügeltürer für den Straßenverkehr heißt SLS AMG Coupé Black Series. Fans leistungsstarker Supersportwagen werden von seinem Hightech-Paket fasziniert sein. Grundlage für leidenschaftliche Performance und höchste Fahrdynamik sind zahlreiche Neuentwicklungen bei Motor, Kraftübertragung, Fahrwerk und Aerodynamik – aber auch unserer Strategie „AMG Lightweight Performance“ haben wir größte Aufmerksamkeit geschenkt. Enorme Anstrengungen beim Leichtbau führen zu einem DIN-Leergewicht von 1550 Kilogramm“ zitieren.

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Leere Marketing-Phrasen. Jejeje. Ich denke nicht. Der Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series beschleunigt in 3,6 Sekunden auf 100 km/h. Dabei schöpft der Hecktriebler seine Kraft aus dem 6,3-Liter-AMG -V8-Motor der 631 PS (wer kann eigentlich irgendwas mit diesen KW-Angaben anfangen? Naja, vielleicht eine Person? Hier: es sind 464 kW) und einem Drehmoment von 635 Newtonmetern. Bei der Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h wird abgeregelt. Schade eigentlich, wozu hat der SLS denn sonst die Flügel?

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Unterschiede zwischen dem „normalen“ SLS und dem Black Series?

  • Ein Plus von 60 Mehr-PS, Erhöhung der Maximaldrehzahl von 7200 auf 8000/min, Überarbeiteter Hochdrehzahl-Ventiltrieb mit geänderten Nockenwellen, angepasster Nockengeometrie sowie optimierten Tassenstößeln mit einer sonst nur im Rennsport eingesetzten Spezialbeschichtung, Überarbeitung der Ansaugluftführung: Entdrosselung und Anpassung auf die neue Maximaldrehzahl, Komplett neu ausgelegter, hochdrehzahlfester Riementrieb inklusive aller Nebenaggregate und Umlenkrollen und Anpassung der Motorapplikation und Erhöhung des Spitzendrucks
  • Modifizierte Ölbohrungen in der Kurbelwelle, neue Kurbelwellenlager sowie hochfeste Pleuelverschraubungen
  • Optimierung der kompletten Wasser- und Ölkühlung von Motor und Getriebe
  • Einsatz spezieller Gasdruckdämpfer, die den V8 an der Karosse stützen
  • Völlig neu entwickelte, besonders leichte AMG Titan-Sport-Abgasanlage,
  • Gewichtseinsparung von 70 Kilogramm
  • Optimiertes AMG SPEEDSHIFT DCT 7-Gang mit Sportgetriebe
  • angepasste Fahrprogramme
  • Neues, elektronisches AMG Hinterachs-Sperrdifferenzial
  • Neu entwickeltes AMG RIDE CONTROL Performance Fahrwerk und Michelin Pilot Sport Cup 2 im Format 275/35 R 19 vorn und 325/30 R 20 hinten
  • AMG Keramik-Hochleistungs-Verbundbremsanlage serienmäßig
  • Mattschwarze AMG Schmiederäder im spezifischen Black Series-Design
  • AMG Aerodynamik-Paket mit Carbon-Komponenten
  • Bang & Olufsen BeoSound AMG High-End Surround-Soundsystem

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Ok. Genug gestaunt und auch geträumt. Denn wie endet der lesenswerte Beitrag von Jens noch gleich? „Kann ich Ihn mir leisten? 249.990 Euro hätte gerne der Mercedes-AMG Händler des Vertrauens für dieses putzige Flügeltierchen … “ Plöpp, Traumblase geplatzt.

Fotos: Jens Stratmann