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1972 Lamborghini Miura P400SV gelb


Am Montagabend war ich zum Vorabendprogramm der Jahres-Pressekonferenz von Audi eingeladen. Im Postpalast in München präsentierte sich nicht nur die Marke Audi, sondern die Audi Group, zu der auch die Firmen Lamborghini, Ducati und Italdesign Giugiaro gehören. Jede Marke wurde im Rahmen eines eigenen kleinen Programmpunktes vorgestellt und Lamborghini, die in diesem Jahr den 50. Firmengeburtstag feiern, präsentierten sich mit dem Lamborghini Miura als Anfang der Ära Lamborghini und dem Lamborghini Urus als Zukunftsträger der Marke.

Zwar wurde die Firma Lamborghini schon 1948 in Cento, Italien gegründet, bis 1962 produzierte man aber Traktoren, Brenner und Klimaanlage. 1963 wurde dann die Firma Automobili Lamborghini gegründet und bereits ein Jahr später der Lamborghini 350 GT vorgestellt, von dem man immerhin schon 120 Fahrzeuge baute. 1966 wurde dann der erste Miura vorgestellt, das Fahrzeug, mit dem die Erfolgsgeschichte vom Lamborghini erst Fahrt aufnahm. Und dies gleich im doppelten Sinne:


Schon der erste Miura verfügte über einen quereingebauten, 350 PS starken V12 Mittelmotor, der den nur 1125 kg schweren Miura P400 in der Höchstgeschwindigkeit mit 274 km/h an der 300 km/h-Marke kratzen liess. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigte die Flunder 6.7 Sekunden, sofern der Pilot es schaffte das manuelle 5-Ganggetriebe entsprechend flott zu bedienen. Nicht ganz 500 Miura der ersten Generation wurden gebaut.

Deutlich exklusiver – mit nur 150 gebauten Einheuten – ist die auf meinen Fotos gezeigte dritte Modellgeneration des Lamborghini Miura – dem Miura SV, der 1971 mit 385 PS vorgestellt wurde. Die Mehrleistung von 35 PS verhalf dem Lamborghini Miura SV zu einer (zumindest von Lamborghini angegebenen) Höchstgeschwindigkeit von 295 km/h, für den 0 auf 100-Sprint benötigte die dritte Generation nur noch 5.5 Sekunden.


Der Miura SV steht übrigens auf bescheidenen 15″ Felgen. Der Verschluss der Felgen erinnert an die James-Bond-Standardausrüstung zum Zerfetzen von Fremdreifen. Wunderschön harmonisch finde ich auch den mehr als dezenten Aussenspiegel, in dem man vermutlich nicht viel sehen kann. Ein wenig haben wir uns auch am Klang der V12 erfreuen können, obgleich der Miura nur im Standgas über die Bühne gefahren wurde. Umweltschutz hin und her – wenn alte Autos Benzin verbrennen, dann riecht das romantisch. Finde ich zumindest.

Den jüngsten Nachfahren des Miura, den Lamborghini Veneno hatte ich erst kürzlich hier im Blog gezeigt. Mehr Fotos vom Miura findet ihr in der nachstehenden Galerie: