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Fotos Auto Shanghai 2013 smart fortwo edition by Jeremy Scott

Der smart fortwo zählt nicht zu meinen Lieblingsautos. Um ganz ehrlich zu sein, zählte der Kleinwagen jahrelang für mich zu den hässlichsten zwei Autos überhaupt. Der smart fortwo belegte bei diesem Negativ-Ranking den zweiten Platz. Der alte Renault Twingo belegt nach wie vor den ersten Rang. Ein guter Freund hatte sich vor ein paar Jahren von seiner damaligen Lebensgefährtin einen smart fortwo aufschwatzen lassen. Hach, was hat der Sprüche bekommen. Irgendwann als er zu Besuch kam, habe ich mir so eine olle Marktkauf-Papier-Einkaufstüten aus dem Keller genommen, zwei Löcher hineingeschnitten, mir das Ding dann über den Kopf gezogen und bin eine Runde gefahren. Das erste Mal in einem Smart überhaupt für mich. Fuhr sich besser als er aussah. Fand ich damals zumindest.

Letztes Jahr zur L.A. Autoshow hatte Mercedes ein paar Lifestyler auf die Auto Show eingeladen. Dort zeigte man dann ganz stolz das Konzept “smart for jeremy”. Namensgeber Jeremy Scott ist oder war zumindest ein angesagter Modemacher. Unter anderem hat er Adidas-Turnschuhe mit Flügeln kreiert. Also genauso, wie man sich eine “Red Bull”-Werbung vorstellt, in der jemand Red Bull in Schuhe giesst. Mit Flügeln eben, ich schrieb es bereits. Gut. Zuerst habe ich mir nur an den Kopf gefasst und mir meinen Teil gedacht. “Hipster-Galore, fehlt aber noch das Cappy, warum hat der keine Hornbrille auf”, sowas eben. Aber dann als ich das erste Bild von der Show gesehen habe, ich fand das smart for jeremy concept doch überraschend funky. Nun hat smart in Shanghai eine “street legal” – sprich Serienversion mit Strassenzulassung des kleinen Hermes namens smart fortwo edition by Jeremy Scott – vorgestellt.

Und ich bin doch sehr überrascht, wie viele Elemente der Studie beibehalten wurden. Sicherlich, die Flügel, es grüßt der deutsche TÜV, sind deutlich gestutzt worden und auch der Chrombügel an der Seite des concept cars kann natürlich nicht so im deutschen Strassenverkehr umgesetzt werden. Im Grunde gefällt mir die Serienversion sogar noch besser als die Studie, weil das Auto an sich immer noch verrückt genug aussieht, aber nun doch auf eine eher dezente Art und Weise.

In einer dreistellig limitierten Version wird es den smart fortwo edition by Jeremy Scott geben, dafür aber mit drei unterschiedlichen Motor-Varianten. Neben dem Brabus-Benziner mit 102 PS (Basispreis: 33.333 Euro) wird man den smart fortwo auch noch mit zwei Elektromotoren ordern können: 55 kW (Basispreis: 34.800 Euro) bekannt aus dem smart electric drive und dem 60 kW BRABUS electric drive (Basispreis: 40.600 Euro).

Wer in Deutschland für diesen Hipster-Smart entsprechend viel Geld über die smart-Ladentheke reichen wird? Ich habe keine Ahnung. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass sich in Japan und China schon ein paar Käufer finden lassen. Ich möchte mit dem smart fortwo edition by Jeremy Scott auf jeden Fall gerne ein Video drehen. Vorzugsweise in Berlin. Dann gerne auch mit dem BRABUS electric drive.

Nachstehend in der Galerie noch einige Bilder – Achtung, die ersten Fotos zeigen die Studie, die auch noch einmal in Shanghai ausgestellt war – vom smart fortwo edition by Jeremy Scott. Alle Daten zum smart fortwo edition by Jeremy Scott aus dem Hause Daimler habe ich in einem seperaten Beitrag abgelegt.