Probefahrten
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Angefahren: 2013 Peugeot RCZ 2.0l HDi 160 in weiß

Ich gestehe, ich hatte mich bis dato noch nicht besonders gründlich (soll heissen: gar nicht) mit dem Peugeot RCZ auseinander gesetzt. Auf dem Weg ins Büro meines ehemaligen Arbeitsgebers habe ich des öfteren einen Peugeot RCZ am Strassenrand stehen sehen und mir gedacht, den musst Du Dir doch mal genauer ansehen. Am Dienstag hatte ich nun eigentlich die Gelegenheit, aber wir haben uns zu lange mit dem Peugeot 208 GTi beschäftigt und hatten dann nur noch 30 Minuten mit dem 2013 Peugeot RCZ 2.0l HDi 160. Zu kurz, um ihn wirklich zu erfahren, aber lang genug, um ein paar Fotos zu machen und ein paar Erfahrungen weiter zu geben.

Ich fange einfach mal hinten an. Als wir den Kofferraum geöffnet hatten, war ich schlichteg baff. Der ist ganz schön groß! 321 Liter. Überraschend. Die zweite Überraschung kam dann postwendend als ich versucht habe, meine nicht ganz so zarte Gestalt auf die Rücksitze zu bewegen. Das geht nicht wirklich. Und wenn man sich reingezwängt hat, dann stösst man sich die Kopf an der meines Erachtens wunderschön gewölbten Heckscheibe. Da hätte Peugeot ruhig ein wenig mutiger sein können und diese Rückbank ganz weglassen. Auf den vorderen Plätzen sitzt man hingegen ansatzweise feudal und hat auch ein angenehmes Ambiente.

Den Peugeot RCZ kann man mit zwei unterschiedlichen Benzin-Motoren mit 155 bzw 200 PS ordern, oder eben als Diesel mit 160 PS – und eben diesen Motor hatte unser Testfahrzeug. Den kleinen Benziner gibt es auch in Verbindung mit einer 8-Stufenautomatik, den Diesel hingegen nur mit dem manuellen 6-Gang-Getriebe. Dieses lies sich auch locker flockig schalten, zeigte aber meines Erachtens genauso wenig sportlichen Charakter, wie der Dieselmotor selbst. Was nicht heissen soll, dass man mit dem Peugeot RCZ 2.0 HDi 160 nicht flott unterwegs sein kann. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt er 8.7 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 225 km/h. Auffällig war jedoch, dass sich der Motor weit sportlicher anhörte als er sich sonst so gab.

Der Peugeot RCZ soll bestimmt nicht jedem gefallen. Aber Leute, die nach einem preiswerten wie außergewöhnlichen Fahrzeug suchen, sollten sich den RCZ auf jeden Fall mal ansehen. Mit seinem Basispreis von 30.650 Euro (für den Diesel) liegt er deutlich unter dem Preis eines Audi TT und sein Verbrauch von gerade mal 5.3 Liter Diesel auf 100 Kilometern wird auch den Sparfuchs freuen. Mir hat am besten der Blick in den Aussenspiegel gefallen. Da sieht der RCZ mit seinen hinten ausgestellten Kotflügeln richtig schick aus. Marco hatte den RCZ (vor dem Facelift) schon vor einem Weilchen für ein paar Tage und hat seine Erfahrungen in einem Beitrag verewigt. Und natürlich gibt es auch bei Jens etwas über den RCZ zu lesen. Ich paar weitere Bilder von dem weißen Peugeot RCZ 2.0l HDi 160 findet ihr in der nachstehenden Galerie.