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Erfahrungen einer Probefahrt mit dem 2013 Honda CR-V 2.2 i-DTEC Lifestyle 4WD

Ich habe es in unserem (nachstehenden) Video gesagt – der Honda CR-V hat mich emotional nicht angesprochen. Was im Umkehrschluss heisst, dass es ein sehr vernünftiges Auto sein muss. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, klar sehen wir uns gerne nach „heißen Schlitten“ um, träumen von einem italienischen oder deutschen Sportwagen, aber was uns wirklich wichtig ist, sieht doch anders aus. Wir brauchen ein Auto, was morgens zuverlässig anspricht. Ein Autos, was uns möglich komfortabel und streßfrei von A nach B bringt und dabei möglichst wenig Sprit verbraucht. Wir wollen einen riesigen Kofferraum und genug Platz für die Kinder. Und voilà – da drängt sich der 2013 Honda CR-V 2.2 i-DTEC Lifestyle 4WD durchaus auf. Es lohnt sich also durchaus, mal ein wenig genauer hinzusehen. Als Appetithäppchen nachstehend erst einmal unser Ausfahrt.tv-Video:

Also prüfe ich doch mal fix ab, was uns wichtig ist. Ein Autos, was uns möglich komfortabel und streßfrei von A nach B bringt und dabei möglichst wenig Sprit verbraucht. Der 2.2 Liter Dieselmotor hat 150 PS und verfügt über ein maximales Drehmoment von 350 Nm. Man ist nicht nur gefühlt recht flott unterwegs, der Sprint von 0 auf 100 km/h erfolgt bei Bedarf in unter 10 Sekunden. Dafür ist dann bei 190 km/h schon Schluss, bei einer Reisegeschwindigkeit von 160 km/h bleibt es im Innenraum dafür sehr angenehm ruhig (das ist auch generell zu verstehen, lediglich bei offenem Fenster durch die Stadt hat mich irgendein Geräusch etwas gestört).

Die Sitze sind bequem und komfortabel. Lediglich eine elektrische Verstellung mit Memory-Funktion würde ich mir bei einem Alltagsauto wünschen, weil ich eben häufig mit meiner Frau den Fahrersitz tausche. Den Durchschnittsverbrauch gibt Honda mit 5.8 Litern an, bei unseren Testfahrten hier in Bielefeld lagen wir bei 8 Litern – immer mit dem Zusatz, dass wir in der Regel nicht besondern verbrauchsoptimiert fahren. Und unter dem Aspekt finde ich 8 Liter auch schon prima. Der 2013 Honda CR-V 2.2 i-DTEC ist stolze 4.57m lang. Trotzdem und dank der serienmäßigen Rückfahrkamera (die allerings auf einem doch unzeitgemäß kleinem Display angezeigt wird, was zudem noch ziemlich weit vom Fahrerkopf entfernt im Armaturenbrett eingelassen wurde) ist das Einparken einfach. Lediglich die C-Säule ist designbedingt ziemlich breit und stört ein wenig die Rundumsicht, aber als unübersichtlich habe ich den CR-V nicht empfunden. Passt also!

Einen Bonus gibt es übrigens noch dazu. Die letzten drei Zeichen bei der korrekten Bezeichnung unseres Testwagen – Honda CR-V 2.2 i-DTEC Lifestyle 4WD – steht natürlich für einen Allrad-Antrieb. Real Time AWD nennt Honda seinen elektronisch zuschaltbarer Allradantrieb. Soll heissen, dass sich der Honda CR-V in der Regel immer brav wie ein Fronttriebler verhält und in der Regel auch nur über die Vorderachse angetrieben wird (was erstmal prima Sprit spart). Kommt das Fahrzeug aber in eine Situation, wo die Vorderräder durchdrehen, dann schalten sich automatisch die Hinterräder dazu. Eine kleine schlaue Blackbox berechnet für den Fahrer alles fein aus und somit ist man auch bei Regen und Schnee auf der sicheren Seite.

Weiter mit dem Prüfen: Wir wollen einen riesigen Kofferraum und genug Platz für die Kinder. Der Kofferraum ist riesig! Wie wir im Video schön zeigen, passen da ganz bequem 2 Jumbo und 4 Kabinen-Trolley rein, ohne dass man sich gross verbiegen muss. Fast 600 Liter Kofferraumvolumen können befüllt werden. Und ist das „Kerzen kaufen bei Ikea“ mal wieder etwas üppiger ausgefallen, dann läßt sich die Rücksitzbank umklappen. Dann hat man quasi eine fast 175cm lange Liegewiese zur Verfügung oder eben ein Volumen von 1.146 Litern. Einziger Wermutstropfen – die maximale Zulandung ist im Idealfall auf 470 Kilogramm beschränkt. Das kann man bei 4 erwachsenen und wohlgenährten Passagieren mit Urlaubsgepäck schnell mal erreichen. Das zulässige Anhängegewicht der optionalen Anhängerkupplung liegt auch „nur“ bei 1.7 Tonnen. Da hätte man bei einem Auto von den Ausmaßen doch ein wenig mehr erwartet.

Vier Erwachsene finden locker Platz in dem Honda CR-V, eine dritte Person im Fond sollte nicht zu breite Schultern haben, aber wenn man nicht gerade 1.000 Kilometer am Stück abreisst, können es wohl auch drei Erwachsene auf der Rückbank bequem aushalten. Die haben dort auch genügend Kopf und Beinfreiheit. Die Kinder dann ebenfalls. Dank der starren und in den Sitzen versenkten Gurtpeitschen ist das Anschnallen für den Nachwuchs im Kindersitz auch kein Problem gewesen. Und wenn man den Kindern die elektrischen Fensterheber nicht gesperrt hat, dann werden sie sich dank Einklemmschutz auch nicht weh tun. Kinder glücklich, Vati glücklich. Passt!

So, was ist sonst noch wichtig? Ein Navi gibt es nicht, dafür ein Sound System mit 360 Watt, die über 6 Lautsprecher und Woofer den Klang im Innenraum verteilen. Den Klang fand ich ok. Der Tank fasst 58 Liter, so dass man bei angemessener Fahrweise nur alle 900 Kilometer zur Tankstelle muss. Damit man angemessen fährt, gibt es einen ECON-Button, ist der gedrückt bekommt man einen Hinweis, wenn man schalten soll.

Und was kostet der Spass? Der 2013 Honda CR-V 2.2 i-DTEC Lifestyle 4WD, so wie wir ihn gefahren haben, kostet inkl. der Metallic-Lackierung in Passion Pearl Red (560 Euro) und den Edelstahl-Einstiegsleisten mit beleuchtetem Logo (328 Euro) 35.268 Euro.

Weitere Bilder zu dem Honda CR-V 2.2 i-DTEC Lifestyle 4WD wie immer in der nachstehenden Galerie: