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Technik ahoi! Stets grüne Welle mit Audi A1 e-tron

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Die Autofahrer meiner Generation werden dies noch ganz gut kennen. In manchen Städten gab es auf diversen Strecken zwischen den unterschiedlichen Ampeln ampelähnliche Verkehrzeichen, die einem vorgaben, wie schnell man fahren sollte, um nicht an der nächsten Ampel stehen zu müssen, sondern stattdessen sich über eine grüne Welle freuen zu dürfen. Ich habe diese kleinen Helferlein schon länger nicht mehr gesehen. Schade eigentlich, ich denke mal deren Wartung war auf Dauer zu aufwendig.

Aber eben dieses Prinzip hat Audi jetzt aufgrgriffen und wir durften es im Rahmen des Audi tron-experience-Workshops (hier meine Erfahrungen der Probefahrt mit dem Audi R8 e-tron) selbst ausprobieren. Dazu sind wir in den bereitstehenden Audi A1 e-tron – ein Hybrid-Fahrzeug dessen T-förmige Lithium-Ionen-Batterie 13,3 kWh Energie speichern kann und damit eine elektrische Reichweite von 50 Kilometer gewährt. An einer „normalen“ 220-Volt-Haushaltssteckdose lässt sich der Akku in etwa drei Stunden voll aufladen. Im Fahrbetrieb verlängert ein leichter Einscheiben-Wankelmotor (im Heck verbaut) die Reichweite auf insgesamt 250 km. Der Wankel hat eine Leistung von 34 PS, die er aus 354 cm3 Kammervolumen schöpft, Für so einen kleinen Motor ist er ganz schön laut, gerade im Stand wird es ansatzweise unangenehm. Aber dies nur in Kürze, denn um das Fahrzeug soll es ja gar nicht gehen – und ab auf die Versuchsstrecke.

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Diese ist etwa 15 Minuten lang und auf der Strasse werden wir 16 Ampelanlagen passieren. Die Ampeln sind heutzutage natürlich alle vernetzt und lassen sich von der Berliner Verkehrleitzentrale steuern. Somit weiss die Zentral auch, wie die Ampel geschaltet wird. Das geht natürlich nicht bei allen Ampeln, es gibt halt historisch bedingt noch einige Exemplare, die noch nicht verbunden sind, aber allein in Berlin sollen über 1.000 Ampeln vernetzt sein.

Im Audi A1 e-tron ist wiederum eine SIM-Karte fest verbaut, die von seinem System genutzt werden kann. Dieses System übermittelt nun jede Sekunde (im normalen Gebrauch würde wohl ein Interval von 5 Sekunden ausreichen) die eigene Position und erhält von der Leitzentrale den „Zustand“ der nächsten auf der Wegstrecke liegenden Ampel übermittelt. Diese Information wird dann wiederum ausgewertet und dem Fahrer über das kleine Display zwischen den beiden Rundinstrumenten angezeigt. Dabei gibt das System im Wesentlichen zwei unterschiedliche Informationen aus. Auf den nachstehenden Bild zu sehen – wie schnell muss ich fortan fahren, um bei der nächsten Ampel nicht halten zu müssen. Das ist in der Praxis teilweise abenteuerlich, denn man fährt mit 50 km/h auf eine rote Ampel zu und fragt sich schon, ob das System denn wirklich zuverlässig funktioniert. Tut es aber. Und die Ampel springt auch auf grün lange bevor man in einen kritische Situation kommen würde.

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Die andere Information ist vielleicht nicht ganz so wichtig, aber auch charmant. Man steht nun an einer roten Ampel. Wie auch immer. Manchmal lässt es sich ja auch nicht vermeiden. Dann wird gezeigt, wie lange man denn noch warten muss, bis die Ampel wieder auf grün umspringen wird. Praktisch auch zu sehen, dass neben dem Ampelsymbol auch noch gezeigt wird, in welchen Richtungen man sich bei der Ampel bewegen kann.

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Wie immer wenn man richtig cooles Zeug testen darf, heisst es aber auch hier wieder. Noch nicht serienreif. Und selbst wenn, stehen heute noch rechtliche Probleme einer Markteinführung entgegen. Schade eigentlich. Denn eins ist das System jetzt schon. Ziemlich praktisch und natürlich auch auf Dauer umweltschonend. Verlässlich funktioniert hat das System während unseres Tests auf jeden Fall. Nachstehend auch noch ein kleines Video, was diese Funktionalität auch noch einmal im Bewegtbild zeigt: