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#MazdaRoute3 – Tag1 – Anreise

1.8.13 – Tag 1 – 17:32 MESZ – über Russland

Bislang ist unsere Reise noch nicht so toll angelaufen. Von Bielefeld mit dem Auto nach Hannover, weiter mit dem Flieger nach Frankfurt, wo wir vor dem Wechsel des Terminals erstmal über 30 Minuten auf unsere Koffer warten mussten. Weiter warten, einen Augenblick später am Schalter von Aeroflot, diesmal eine ganze Stunde bis unser Gepäck aufgegeben und unsere Tickets ausgedruckt sind. Warten um in den Wartebereich zum Boarding zu kommen und dann warten wir noch eine ganze Stunde auf der Parkposition unseres Flugzeugs bevor es wirklich endlich los geht in Richtung Russland – mit einer ganzen Stunde Verspätung.

Aeroflot. Ich hatte ja Bedenken. Dabei fühle ich mich schon wie ein Ewiggestriger. Auch Aeroflot fliegt heute zutage mit dem Airbus. Unser Vogel ist ein Airbus 320. Die Sitzreihen in der Economy sind ungewöhnlich großzügig getrennt, die Beinfreiheit durchaus komfortabel. Die Sitze sind knallblau, die Uniformen der Flugbegleiterinnen auch knallig, aber in orange. Meine Lieblingsfarbe. Prima. Läuft doch. Orange. Wie auch der Orangensaft. Den trinken die Russen wohl vorzugsweise im Flieger. Zumindest bestellen sie den um mich herum alle. Ich will lieber eine Cola. Cola ist aus. Ha! Endlich erfüllt sich eins meiner Klischees. Sprite gibt es. Also nehme ich eine Dose lauwarme Sprite.

Chicken or Meat? Meat. In dem kleinen Weissblech-Schälchen befinden sich kleine Fleischwürfel. Zusammen mit Maisstückchen und Graupen stellen sie die warme Hauptmahlzeit dar. Es riecht alles ein wenig ungewöhnlich, schmeckt aber gut. Als ich das kleine Schälchen mit dem Aufschnitt öffne, riecht das extrem nach Chemie. Ist wohl aber nur dieses einen Stück, was nach Wurst aussehen will, alles andere schmeckt gut, wie auch der Honig-Müsli-Riegel. Bevor ich den Kaffee testen kann, bin ich eingeschlafen.

1.8.13 – Tag 1 – 19:36 MESZ – über Russland

Ich sitze im nächsten Aeroflot-Flieger, diesmal ein Airbus A300-330. Der Anflug auf Moskaus Flughafen SVO ist sehenswert. Zunächst überfliegt man Wälder, dann Seen – in unserem Fall wundervoll beleuchtet von der Abendsonne. Um die Seen herum stehen viele kleine Häuschen – schön bunt. Von wegen Plattenbauten. Die sieht man dann später am Horizont aufragen und man bekommt einen Eindruck, wie groß Moskau sein muss.

Die Russen halte ich mittlerweile für ein lustiges Völkchen. Nach der Landung wurde erst einmal der Pilot beklatscht. Deutschland ist vielleicht das neue Mallorca der Russen. Bei einem kurzen Stop auf dem Driveway sprangen plötzlich alle auf und haben ihr Handgepäck aus den Staufächern gerissen als gäbe es kein Morgen mehr. Die restlichen 5 Minuten Fahrt standen sie dann im Gang. Interessantes Vorgehen.

Vor der Flieger stand ein Mazda-Shuttle, um unsere Gruppe – die wir bislang nur halb als unsere identifiziert hatten – abzuholen. Ich sass also den ganzen ersten Flug schon – ohne es zu wissen – neben ein paar Tschechen, die auch dabei sind. Der Shuttlebus brachte uns dann zu einem Nebeneingang und ein paar Gänge und eine Fahrstuhlfahrt weiter standen wir vor einer VIP-Passabfertigung, dahinter eine Lounge mit – wer weiss es? wer weiss es? – einem Raucherraum (Jens behauptet immer noch, dass wäre der gleiche Ort, wo unser amerikanischer Held auf einen Asylplatz wartet). Top! Weit weniger top – aus der Lounge wies man uns durch eine Tür, die uns in Freie führte, so dass wir irgendwie aussen herum durch den Haupteingang des Flugplatz laufen durften. Also alles noch mal. Security. Passkontrolle. Security. Der erste Flieger war ja schon so spät gelandet, dass unser Boarding für den zweiten Flug schon begonnen hatte, bevor wir überhaupt aus dem ersten Flugzeug ausgestiegen waren. Also im Laufschritt durch den Moskauer Flughafen, den ich dann also leider kaum wahrgenommen habe. In Moskau ist man uns zeitlich übrigens 2 Stunden voraus.

Das wohl coolste Feature meiner gesamten und ruhmreichen Flugkarriere? Definitiv eben der Start der Aeroflot-Maschine. Die haben nämlich nicht nur unter und vorne eine Kamera verbaut, sie nutzen sie auch beim Start. So konnten wir Passagiere alle bestaunen, wie der Pilot den Vogel hat abheben lassen. Ja, sorry, für mich ist das grosses Kino.

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Disclaimer: Dieser Beitrag wurde mit freundlicher finanzieller Unterstützung von Mazda Deutschland realisiert. Mazda hat keinen Einfluss auf den Inhalt, meine Meinung oder die Gestaltung.