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Ich bin die neue Mercedes-Benz C-Klasse gefahren (W205)! Fahrbericht Mercedes-Benz C180

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Alles, was Du schon immer über die neue 2014 Mercedes-Benz C-Klasse (Baureihe 205) wissen wolltest – hier bei Auto.Geil – nur einen Klick entfernt.

Achtung, klitzekleine Mogelpackung! Neulich war ich bei einem Workshop von Mercedes-Benz in Stuttgart eingeladen. In dessen Rahmen konnte ich die neue Einstiegsmotorisierung der aktuellen C-Klasse fahren. Der 2013 Mercedes-Benz C180 stellt das neue Einstiegsmodell der aktuellen C-Klasse (W204) dar, wird aber ebenfalls in der neuen C-Klasse (W205) in gleicher Form als Einstiegsmotorisierung angeboten werden. So bin ich zwar im noch aktuellen Blechkleid unterwegs gewesen, habe aber durchaus schon den Motor der zukünftigen C-Klasse erfahren dürfen. Und während die einen vielleicht schon sehnsüchtig auf die Vorstellung der neuen C-Klasse warten, die wie man munkelt wohl im Januar 2014 in Detroit ihre Weltpremiere feiern könnte, dürfte für den einen oder anderen Schnäppchenjäger ja durchaus ebenfalls von Interesse sein, wie sich dieser Motor so fährt.

Ich will mich auch gar nicht groß mit dem kompletten Fahrzeug beschäftigen. Die aktuelle C-Klasse sollte ja jedem hinlänglich bekannt sein, ich selbst hatte auch schon einen Fahrbericht zum 2013 Mercedes-Benz C220 CDI T-Modell verfasst. Ich will nur schildern, wie ich das Triebwerk in Verbindung mit dem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe empfunden habe. Vorab muss will ich noch kurz einen Blick auf die Motoren-Palette der aktuellen C-Klasse in Relation zu den Preisen werfen.

Jeder Aussendienstmitarbeiter, den die Firma auch nur ansatzweise schätzt, wird wohl mit einem Diesel ausgestattet werden. Der 170 PS Diesel (NEFZ 4.8 l/100km) in Form des C 220 CDI ist ab 37.500 Euro zu haben. Fährt der Mitarbeiter doch eher mehr Kilometer mag man ihm auch zum C 250 CDI raten, der mit 204 PS (NEFZ 4.8 l/100km) ausgestattet ist und in der Basis 39.800 Euro kostet. Im Gegensatz bietet sich der kleinste Beziner mit seinen 156 PS (NEFZ 5.6 l/100km) wohl eher Gelegenheitsfahren an. Und ich würde mich sogar festlegen, dass man hier eher die ältere Kundschaft im Visier hat oder eben eine C-Klasse als preiswerten Zweitwagen aus dem Premium-Segment anbieten möchte.

Den Motor selbst findet man nicht nur in der aktuellen wie zukünftigen C-Klasse, er wird zudem – dann allerdings quer eingebaut – bei den Front-Trieblern aus Sindelfingen angeboten. Also der A- und B- sowie CLA-Klasse. Mit seinem 1.6 Litern Hubraum kann man durchaus schon von Downsizing sprechen und die 250 Nm maximales Drekmoment lassen auch schon erahnen, dass man nicht mit Rennwagen-Qualitäten rechnen darf. Immerhin ist eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/ in 8,5 Sekunden möglich und auch mit der Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h stellt man kein rollendes Hindernis auf der linken Autobahnspur dar.

Als ich den Mercedes-Benz C180 vom Hof der Daimler AG auf die Strasse lenke, bin ich erst einmal sehr angetan. Gewohnter Mercedes-Komfort paart sich mit einem ruhigen Motor. Im Stadtverkehr kann man locker mitschwimmen und hat auch noch Leistungsreserven. Das 6-Gang-Schaltgetrieb lässt sich bequem schalten und verzeiht auch eine gewisse Schaltfaulheit. Auf der Beschleunigungsspur der Autobahn zeigt sich dann aber eben doch, dass dem C180 eine ruhige Gangart viel mehr liegt, als das schnelle Beschleunigen. Kurzzeitig denke ich auch, dass ich das Gaspedal vielleicht nicht ganz nach unten getreten habe. Die 120 km/h Reisegeschwindigkeit sind dann aber doch recht zügig erreicht und so lässt es sich gut aushalten. Will man mal eben schnell ein anderes Fahrzeug überholen, empfiehlt es sich zurück zu schalten. Ab 140 km/h wird es schon ein wenig lauter im Innenraum, so dass man fast automatisch wieder bei 120 km/h landet. Um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen braucht man ein wenig Geduld. Wenn der C180 aber rollt, dann rollt er. Ab auf die Landstrasse. Da zeigt er dann Cruiser-Qualitäten.

Aus meinen Erfahrungen heraus, bietet sich der C180 wirklich für alle Leute an, die wenig auf der Autobahn fahren und wenn, dann doch eher auf der rechten Spur bequem und entspannt von A nach B reisen wollen. Oder eben die Leute, die viel in der Stadt unterwegs sind und nicht auf den Komfort einer Mercedes-Limousine verzichten möchten. Mit dem Mercedes-Benz C180 kann man sicherlich vor dem Modellwechsel zudem noch ein wenig Geld sparen. Ich persönlich würde aktuell dem CLA den Vorzug geben. Allerdings sitzt man da schon etwas tiefer und gerade wenn die müden Knochen noch etwas älter werden, dann könnte die C-Klasse wieder an Attraktivität für mich gewinnen. Im Abschluss noch ein paar Bilder zum 2013 Mercedes-Benz C180.