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2013 Rolls-Royce Wraith: Eine „Spritztour“ durch Wien

Gastbeitrag: Der nachstehende Beitrag entstammt der Tastatur von Design-Blogger Kim-Christopher Granz, der in unregelmäßigen Abständen mit seiner Schreibe auch auto-geil.de veredelt. Mehr von Kim findet ihr auf seiner Avantgarde-Design-Plattform DESIGNLOVR.NET.

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In Hamburg bin ich bei kühlen Temperaturen, aber Sonnenschein, in den Flieger ein- und in Wien bei einigen wenigen Graden sowie regnerischem Wetter wieder ausgestiegen: „Warum ausgerechnet heute?“, dachte ich mir und machte mich mit meinem Gepäck auf den Weg in Richtung Ausgang. Kaum hatte ich den Sicherheitsbereich des Wiener Flughafens verlassen, nahm mich auch schon ein gut gekleideter Gentleman mit den Worten „Hey Kim. How areyou? And wowwas your flight?“ in Empfang. „Please follow me. Sebastian is waiting over there.“ Die Spannung stieg, schließlich bot sich mir heute die Chance das erste Mal in meinem Leben einen Rolls Royce – und gleichzeitig auch noch das sportlichste aller Modelle – zu fahren.

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Kaum war das Gepäck in dem riesigen Kofferraum verstaut, nahm ich vorerst Platz auf dem Beifahrersitz. Im neuen Modell – dem Wraith – ist das einem Rolls Royce nachgesagte „Thron-Gefühl“ nicht sonderlich zu spüren. Ganz im Gegenteil, es kommt plötzlich so etwas wie Sportlichkeit durch. Das liegt vermutlich an den ungewöhnlich hohen Seitenwagen der Lederfauteuils sowie an der Sitzposition.
Rund eine Stunde habe ich das wortwörtliche „Vorrangleiten“ bei Tempo 130km/h auf dem Beifahrersitz genossen, bis ich dann endlich auf dem Fahrersitz Platz nehmen durfte. Beim Einsteigen musste ich mich etwas ducken, und dann auch noch dieser riesige Lenkradkranz, der laut den Kollegen größer sein soll als in anderen Rolls-Royce-Modellen. Doch noch ehe ich den Motor gestartet hatte, fühlte ich die Sportlichkeit des Coupés, welche mir signalisierte – „Go Baby. Go!“.

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Der Rolls Royce Wraith ist in der Tat ein echtes „Drivers Car“. Einen Chauffeur brauche ich in den engen und Kurven reichen Straßen gewiss nicht. Ich will Spaß. Ich gebe Gas!
Die Wirkung des Wraith auf Außenstehende ist schwer zu beschreiben. Der gefestigte Charakter in Kombination mit der typisch britischen Haltung sowie der extravaganten „Salamanca Blue“-farbenen Lackierung sorgen auch innerorts bei lockeren 30km/h für Aufsehen und Handy zücken. Was die Leute denken? Auch wenn man es kaum glauben mag, doch ganz im Gegensatz zu allen anderen neureichen Kisten fallen die Reaktionen und Gespräche überraschenderweise durchgehend positiv aus. Ja sogar Respektvoll.

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Nach rund fünf Stunden Fahrtzeit, heißt es zurück am Airport auch schon wieder Abschied nehmen. Doch auch wenn nicht viel Zeit blieb um genügend Fahreindrücke zu sammeln, so bin ich als „Auto … Geil“er Lifestyler beeindruckt, wie leicht sich der Wraith nicht nur am Gaspedal, sondern auch am Lenkrad macht. Es ist faszinierend, welch wenig Kraft von Nöten ist und mit wie viel Feingefühl ich, trotz des riesigen Lenkkranzes, die kurvigen Serpentinen im Wiener Umland durchfahren konnte. Letzten Endes kommt die Sportlichkeit bei diesem Auto mit Schlips und Kragen daher, aus feinstem Hause und mit den besten Manieren eines Coupés.

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