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2013 Skoda Yeti 2.0 TDI 4×4 – Fahrbericht meiner Probefahrt

Sportlich wie ein Wanderschuh denke ich, als ich den neuen 2013 Skoda Yeti 2.0 TDI 4×4 von Düsseldorf nach Engelskirchen durch das Bergische Land lenke. Danke Allrad-Antrieb komme ich gut voran und selbst bei zu schnell durchfahrenen Kurven, lässt sich der Yeti nicht wirklich aus der Ruhe bringen. Aber: Ich bin ein wenig irritiert. Anfang diesen Jahres bin ich noch das aktuelle Modell, den 2012 Skoda Yeti 4×4 2.0 TDI Elegance hier in Bielefeld gefahren und war von den Fahrleistungen doch sehr angetan. Sicherlich, kein Rennwagen, aber doch sonst alles ganz prima. Damals hatte ich eine manuelle Schaltung. Im Rahmen des Facelift des Yetis hat man weder an Motor noch an Getriebe gross etwas verändert. Ein wenig effizienter sollen die Motoren geworden sein. Ich bin nicht wirklich begeistert. Das DSG verhält sich teilweise ein wenig seltsam. Trete ich nach dem Herunterbremsen vor einer Kurve auf die Bremse und beschleunige dann wieder, sitze ich erst in einem Leistungsloch, was dann gefühlt von einem Energieschub durchbrochen wird. Dabei wird der Motor auch kurzzeitig etwas zu laut. Gerne möchte ich mir zu einem späteren Zeitpunkt noch mal eine zweite Meinung mit einem ähnlichen Fahrzeug bilden, aktuell würde ich das manuelle 6-Gang-Getriebe vorziehen.

Design ist wie immer Geschmacksache. Ich finde das Facelift durchaus gelungen. Die Front wirkt deutlich weniger glumpschig und die ganze Form gewinnt dadurch meines Erachtens. Der Yeti wirkt nicht mehr wie ein gnubbelige Schrankwand, sondern nur noch wie ein kompakter SUV mit viel Kopffreiheit.

Zwei unterschiedliche Versionen bietet Skoda nun vom Yeti an – gut groß sind die Unterschiede nicht wirklich. In der “normalen” Version sind die Schutzleisten, Stossfänger und Aussenspiegel in Wagenfarbe lackiert. Auch dies wirkt deutlich eleganter als beim Vorgänger. Das optisch robust gestaltete Off-Road-Modell verzichtet auf die Lackierungen. Beide Modell haben nicht mehr diese großen runden Nebelschlussleuchten, diese sind nun eckig und unten im neu gestalteten Stossfänger montiert. Die Frontscheinwerfer wie auch die Heckleuchten im C-Design entsprechen der neuen Formsprache von Skoda und erinnern mich an die Leuchten vom Octavia. Die Frontscheinwerfer kann man optional als Bi-Xenon bestellen, die Heckleuchten mit LED-Leuchtmitteln

Im Innenraum ist der Yeti familienfreundlich geblieben. Ein großer Kofferraum mit 405 Litern. Die Rücksitze sind dreigeteilt und lassen sich einzeln umlegen oder ausbauen. Baut man alle Rücksitze aus, wird der Yeti zum Lademeister: 1760 Liter stehen dann zur Verfügung.

Nicht schick, aber ganz neu und sehr praktisch ist der Einpark-Assistent, den ich schon aus dem Octavia kennen, mit dessen Hilfe sich nun auch der Yeti autonom in Parklücken steuert. Zudem ist der Yeti der erste Skoda mit einer optionalen Rückfahrkamera, die auch ein gutes Bild liefert. Ich persönlich bin ja ein großer Fan dieses kleinen Helferchen. Wer mag, kann nun auch das Skoda Keyless-System namens KESSY mitbestellen, das funktioniert in den anderen Skoda-Modell ja auch schon prima.

Der Skoda Yeti ist tot, es lebe der Skoda Yeti. Das ist mein Fazit. Skoda hat dem Yeti ein echtes Facelift verpasst. Aussen ordentlich aufgehübscht. Innen ein bisschen mehr Technik. Geblieben ist der praktische und geräumige Kompakt-SUV für die Familie. Am Rande, die Farbe unseres Testwagen heisst “Dschungel-Grün Metallic” und ist ebenfalls neu. Sie steht für mehr Individualisierungs-Optionen im neuen Yeti.

Der preiswerteste Skoda Yeti kostet in der Basis-Version und Active-Ausstattung als 1.2 TSI mit 105 PS und manueller 6-Gangschaltung 18.990 Euro. Beim 2013 Skoda Yeti 2.0 TDI 4×4 in der Ambition-Ausstattung mit 6-Gang-DSG beträgt der Basispreis 31.090 Euro. Die Outdoor-Variante ist jeweils unwesentlich teurer.

Alles, was der geneigte Käufer sonst noch über den neuen Skoda Yeti wissen will oder soll, habe ich im Beitrag Alle Daten und Fakten zum neuen 2013 Skoda Yeti veröffentlicht.