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Audi Urban Award 2014 – wie big data die Mobilität verbessern kann

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Vor ein paar Tagen war ich mit dem jungen Nachbarn laufen. Mitte 20. Da ist man auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit und die ganze Welt ist interessant und aufregend. Was ich denn von dem ganzen big data hype halten würde. Huh. Nicht so viel. Genauer. Ich habe mich damit noch nicht so befasst. Sollte ich wohl aber. Denn das Thema wird nicht nur gerade hübsch gehyped, es wird für unsere Zukunft wohl wirklich eine Kostante, die an Wichtigkeit gewinnen wird – zumeist werden wir davon aber nicht viel merken. Es passiert ja eher im Verborgenen.

Eine Unmenge von Daten wird heute gesammelt. Und ich meine nicht nur die NSA oder Google, wir selbst kennen ja bei der digitalen Sammelleidenschaft keine Grenzen. Terrabyte-große Festplatten kosten nichts mehr. Da werden die Fotos aus der Karte erstmal draufgerotzt, aussortioeren kann ich es ja, wenn ich mal Zeit habe.

Und natürlich erzeugen die Fahrzeuge heute immer mehr Daten. Und teilweise senden sie diese auch. Bei der Navigation via TomTom kann man seine Bewegungsdaten beispielsweise freiwillig zur Verfügung stellen. Das System im Hintergrund – die Krake des big data – wertet alles aus und kann so die angeschlossenen Verkehrsteilnehmer noch genauer und schneller über Staus informieren. Aber auch ein handelsübliches Parkhaus – wie das am Flughafen Hannover beispielsweise – scannt heute die Kennzeichen der ein- mindestens aber ausfahrenden Fahrzeuge. Wenn man den Datenschutz und die Privatsphäre mal aussen vorlässt, dann kann man alle diese Daten natürlich hübsch auswerten.

So könnte ein System, was meine Handydaten, Fahrzeugbewegungen und Flugdaten kennt, beispielsweise fix errechnen, dass ich fast immer kurz vor dem Boarding am Flughafen ankommen und 15 Minuten nach dem Landen mein Parkticket bezahle. Das ist nicht weiter aufregend, aber wenn das Parkhaus jetzt auch noch ein maschinengesteuertes Valet-Parking-System hätte, dann wäre mein Fahrzeug sinniger Weise schon so nach vorne gezogen, dass es beim Lösen meines Parktickets quasi schon zum Einsteigen bereit stehen würde. Und während Karl Mustermann, der ebenfalls im Flieger sass, noch auf seine Koffer wartet, fahre ich schon auf der Autobahn.

Ein sicherlich etwas lahmes Beispiel. Wenn man diese ganze big data-Thematik auf Großstädte überträgt, in denen ja regelmäßig der Verkehr kollabiert und man selbst zu den Stoßzeiten die öffentlichen Verkehrsmittel kaum dienlich sind, wird es schon spannender. Wie kann man das Meer an Daten sinnvoll nutzen, um neue Mobilitätskonzepte zu erstellen?

Audi macht für solche Ideen gerne das Geldsäckl auf. Aktuell hast Du, genau wie ich, die Chance ein wenig mitzubestimmen, wer sich als nächstes am Audi Geldsäckl laben darf, um im Geldregen ein the next big thing-Konzept zu entwickeln. Dazu stellt man im Audi Urban Future Initiative-Blog jetzt drei Projekt-Teams vor, die sich mit einem Konzept einbringen können. Zu jedem Team gibt es auch ein Video, in dem die Protagonisten ihre Vision bzw. Aufgabenstellung kurz umreissen.

Data will fundamentally change our experience of mobility – so lautet das Thema. Die Ansätze der drei Teams sind sehr unterschiedlich. Und wer die seltsame Stimme des Off-Sprechers ertragen kann, macht sich schnell ein Bild und kann zur Abstimmung fortschreiten. Ein bisschen die Zukunft mitbestimmen, das hat doch was, oder?

Hier entlang geht es zu den Vorstellungen der Teams und der Abstimmung. Mehr zu dem Thema mit ausführlichen Informationen in deutscher Sprache gibt es im Audi Blog.