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Zusammengebaut und verloren: “mobiler Schwerlastkran” von Lego Technic 42009

Der eine oder die andere erinnert sich vielleicht noch an mein Posting aus dem Oktober? Damals hatte ich einen kleinen Wettbewerb angekündigt. Jens Stratmann und ich hatten beide einen “mobiler Schwerlastkran” von Lego Technic (Artikelnummer 42009) von Lego gestellt bekommen, den wir jeder für sich zusammenbauen wollten. Das haben wir auch getan und uns jeweils dabei gefilmt und die Zeit genommen. Während ich bis zum Ende eigentlich ganz hervorragend in der Zeit lag und auch stets gut vorangekommen bin, habe ich am Ende doch verloren. Pah! 10 Stunden 34 Minuten und 44 Sekunden habe ich gebraucht, Jens hingegen war schin nach 10 Stunden 23 Minuten und 28 Sekunden soweit. Jens war also über 11 Minuten schneller. Die ganze Aktion haben wir für Euch in diesem nachstehenden Video aufbereitet:

Ich bin nicht wirklich ein guter Verlierer, aber in diesem Fall kann ich wirklich gut mit meiner Niederlage leben. Denn in den 10 Stunden hatte ich wirklich viel Spass. Sehr viel mehr Spass als ich zum Anfang gedacht hätte. Es ist doch so, dass ich zwar Fotos schiesse, Artikel schreiben und auch Videos erstelle – es ist aber eben alles “nur” digital. Und da war es eine schöne Erfahrung mal wieder mal etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen. Ich habe es allerdings bereut, dass unsere “Wettkampf-Statuten” es nicht vorgesehen haben, dass mein Sohn mir hilft. Das hätte er gerne und ich hätte auch gerne gemeinsam mit ihm gebaut. Doch während ich diese Zeilen schreibe, ist er gerade dabei den Kran zu demontieren, damit wir ihn dann noch einmal gemeinsam zusammenbauen können und darauf freue ich mich schon.

Es hat mich fasziniert, wie schön man beim Zusammenbau schon erkennen kann, wie die Technik funktioniert. Ein nettes Beispiel ist dabei der V8-Motor. Da baut man Pleul, Kolben und Motorblock zusammen und kann sich dadurch schon ableiten, wie so ein Motor funktioniert. Und eben dies mit dem Nachwuchs zu teilen, super! Zudem, so muss ich gestehen, war mein “mobiler Schwerlastkran” nicht ganz funktionstüchtig. Die Stützen liessen sich zwar herunterfahren, nicht aber ausfahren (Uhm, also manuell ging es …). Und beim Zusammenbau des Getriebes unter dem Kran muss ich auch etwas falsch gemacht haben. So war Jens nicht nur schneller, sondern auch noch besser. Und dies will ich zumindest noch korrigieren.

Es muss einen übrigens bewusst sein, dass man zum Zusammenbau des “mobiler Schwerlastkran” von Lego Technic einiges an Platz benötigt. Man will ja nicht nach jedem Teil in einer Kiste kramen. Dann dauert es ewig. Und man baut den Kran auch nicht mal eben in 2-3 Stunden zusammen. Da möchte man schon die Teile mal über eine, zwei, drei, fünf Nächste liegen lassen können. Der Esstisch ist somit eher ungeeignet. Und auch, wenn das kleine Wunder vollbracht ist und der Kran steht, ist es ein kleiner Riese. Den kann man auch nicht mal eben im Setzkasten platzieren.

Bei einem Kostenpunkt von knapp 200 Euro fragt man sich vielleicht schon, ob diese Anschaffung gerecht ist. Ich denke, sie ist es. Egal, ob man den Kran als Hobby alleine zusammenbaut oder eben gemeinsam mit dem Nachwuchs. Bei 10 Stunden Bauzeit, zahlt man ja quasi 20 Euro pro Stunde. Aber – man kann sich aus dem Internet noch eine zweite Anleitung herunterladen und somit aus dem Bausatz auch noch ein anderes Fahrzeug, den Reach Tacker (was eigentlich zwei Fahrzeuge sind, einen Stapler und ein Laster), bauen. So ist man also nur noch bei 10 Euro die Stunde Spass. Aktuell kostet der “mobile Schwerlastkran” von Lego Technic 42009 bei Amazon nur 160 EURO, da sind wir dann nur noch bei 8 EUR/h. Und wenn man den Kran und das Auto dann noch ein zweites Mal zusammenbaut. Ok, ich verliere mich und will nur meine Amazon-Provision haben. Den Kran empfehle ich trotzdem.

Disclosure: Lego hat mir den Kran kostenlos zur Verfügung gestellt.