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CES 2014: Audi zeigt ersten Laserscheinwerfer

Die Matrix-LED-Scheinwerfer, die Audi auf der IAA 2013 erstmal im neuen Audi A8 verbaut gezeigt hat, sind schon ein ziemlicher Knaller. Aber Stillstand soll es nicht geben, wenn es um das Thema Licht geht in Ingolstadt. Also hat man just zur CES 2014 in Las Vegas nicht nur mal eben ein weiteres Showcar – Audi Sport quattro laserlight concept – aus dem Hut gezaubert, sondern, wie der Name schon unschwer erraten lässt, das Fahrzeug mit Laserscheinwerfer ausgerüstet. Schön und gut, mit so einem Showcar kann man es ja mal machen, dass muss ja niemand fahren. Obacht! Beim Langstreckenrennen werden die ersten Audi-Rennwagen genau diese Scheinwerfer-Technik einsetzen. Das ist prima, denn dann heisst es für uns in 1-3 Jahren auch schon – mehr sehen, dank Laser-Fernlicht. Alles was Audi dazu publiziert, als Auszug der passenden Pressemitteilung:

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Audi entwickelt schon heute die Lichttechnologien von morgen. Dabei zeichnen sich drei zentrale Aspekte ab: Das Audi Licht der Zukunft wird noch intensiver auf die Bedingungen der Umwelt reagieren, es wird auf vielseitige Weise mit ihr kommunizieren und so helfen, die aktive Sicherheit weiter zu erhöhen. Mit den Matrix LED-Scheinwerfern zeigt Audi bereits heute, dass das Licht der Zukunft vollelektronisch geregelt sein wird und dadurch neue dynamische Funktionen noch vielseitiger werden.

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CES 2014: Das Audi Laser-Fernlicht
Das Laserlicht, das Audi erstmals auf der CES 2014 als nächsten Schritt in der Scheinwerfertechnologie präsentiert, besitzt das Potenzial, das LED-Fernlicht zu ergänzen. Schon im Juni 2014 wird es sein Debüt im neuen Le-Mans- Rennwagen von Audi geben – einmal mehr erprobt die Marke mit den Vier Ringen ihre neuen Technologien auf der Rennstrecke, dem härtesten Testfeld der Welt.
Laserdioden emittieren ein monochromatisches und kohärentes Licht mit 450 Nanometer Wellenlänge; es hat in seiner Reinform einen bläulichen Schimmer. Eine vorgeschaltete Folie, die einen Phosphor-Leuchtstoff trägt, wandelt es verkehrstauglich in weißes Licht um. Mit nur wenigen Mikrometern Durchmesser sind die Laserdioden noch einmal viel kleiner als LED-Dioden, sie kommen dem theoretischen Ideal von der punktförmigen, leistungsstarken Lichtquelle im Auto sehr nahe.

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Im Showcar Audi Sport quattro laserlight concept, das Audi auf der CES zeigt, ist das Fernlicht der Laserdioden etwa dreimal so lichtstark wie LED-Fernlicht. Mit fast 500 Metern reicht es zirka doppelt so weit – ein großes Plus an Sicherheit für den Fahrer. Der Lichtfinger ist stark gebündelt; für breites Abblendlicht eignen sich die Laserdioden derzeit noch nicht.

CES 2014: Audi Innenlichtszenarien
Licht im Innenraum bedient mehrere Aspekte. Zum einen bietet es einen funktionellen Mehrwert, es ermöglicht das Lesen und Arbeiten bei Nacht oder das Auffinden von Gegenständen in Staufächern. Innenlicht ist aber viel mehr als nur Funktion, es trägt zum Wohlbefinden im Autoinneren bei und es weckt Emotionen. Besonders gelungen ist diese Umsetzung beispielsweise bei der Ambientebeleuchtung im Audi A8. In naher Zukunft werden die Entwickler der Innenraumbeleuchtung neue Aspekte hinzufügen – die Interaktion mit der Umgebung und die Kommunikation mit dem Fahrer. Das Licht wird zum Teil des HMI (Human Machine Interface), der Schnittstelle des Autos mit dem Menschen.

Die LED- und die OLED-Technologie von Audi eignen sich hervorragend für diesen Zweck. Kleine Dioden könnten zum Beispiel den Lenkradkranz illuminieren – grünes Licht könnte dem Fahrer beispielsweise anzeigen, dass das pilotierte Fahren aktiv ist; rotes Licht könnte ihn zu erhöhter Aufmerksamkeit auffordern, etwa an einer Kreuzung. In der Türverkleidung könnte rotes Licht vor dem Öffnen der Tür warnen, etwa, weil gleich ein Radfahrer passieren wird. Der Wrap-around, der lange Bogen unter der Windschutzscheibe, den es in vielen Audi Modellen gibt, könnte ähnliche Funktionen übernehmen.
Mittelfristig will Audi die intelligente Innenbeleuchtung mit einer neuartigen Außenbeleuchtung verbinden. Wenn sich der Fahrer in diesem Szenario dem Auto nähert, leuchtet Licht an der Fahrertür und an ihrem Griff auf. Wenn er einsteigt, folgt ihm das Licht in den Innenraum und zeichnet wichtige Konturen nach, etwa das Lenkrad oder den Instrumenteneinsatz.

CES 2014: Audi – Die Studie Solunar
Wie individuell Licht im Innenraum eingesetzt werden kann, präsentiert Audi in der Studie „Solunar“. Sie gibt einen Ausblick zum Thema Licht im urbanen Kontext und zeigt Ideen und Technologien, wie sich Licht im Auto individualisieren lässt. Solunar setzt Licht im gesamten Innenraum und sogar im Boden des Autos ein. Dabei passt es sich der Fahrweise des Fahrers an – während einer langsamen Fahrt im Stadtverkehr wird der Innenraum heller, bei schneller Fahrt auf Autobahnen dunkler ausgeleuchtet. Das Licht übernimmt auch Aufgaben des Interface als Schnittstelle zum Fahrer. So ist ein Abbiegepfeil im Teppich als Navigationsinformation denkbar. Eine Besonderheit ist die Verbindung der Innenbeleuchtung mit einer neuartigen Außenbeleuchtung. So geht beispielsweise das Markerlicht im Innenraum über in die Motorhaube zur Außenbeleuchtung.