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Besuch im BMW Museum, München

Auch wenn ich schon oft in München war, ich habe es noch nie ins BMW Museum geschafft, obschon das seit 1973 existiert und ich schon diverse Male im Deutschen Museum in München war, was ja auch eine angenehm große Automobil-Abteilung hat. Nun habe ich vor ein paar Tagen endlich mal die Gelegenheit genutzt und mich in dem zwischen 2004 und 2008 völlig neu gestaltetem Museum umzusehen. Und um den interessierten Leser nicht unnötig auf die Folter zu spannen – es hat mir sehr gut gefallen und ich halte einen Besuch dort für absolut empfehlenswert.

Salatschüssel oder Weißwurstkessel wird das 5.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietende Museum, was sich direkt an das ehemalige Olympia-Gelände anschliesst, auch genannt. Die moderne, äussere Form lässt schon erahnen, dass es im Innenraum alles andere als staubig dahergeht. Und ich finde die Gestaltung der Räume wirklich sehr angenehm und auch architektonisch sehr gelungen. Das Museum ist in sieben Bereiche – das BMW Museum selbst nennt sie “Häuser” – unterteilt. Folgt man dem ausgeschilderten Rundgang so wird man nach und nach durch die unterschiedlichen Themenwelten geführt. Dabei gefällt mir gut, dass man nicht die Ausstellungsstücke chronologisch aufgebaut hat, sondern eben im Rahmen der unterschiedlichen Themenschwerpunkte die unterschiedlichen Exponate eingebunden hat. Obschon man im “Haus des Unternehmens” eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Firmengeschichte erleben kann. So manchem mag beispielsweise vollkommen unbekannt sein, dass BMW – die Bayrischen Motoren Werke – ursprünglich mal Flugzeugmotoren gebaut haben. Der gezeigte Flugzeugmotor von 1916 belegt dies. 1923 kam dann mit der R32 das erste BMW Motorrad, das erste Auto von BMW war der 3/15 PS von 1930 (nachdem man zwei Jahre zuvor die Fahrzeugfabrik Eisenach übernommen hatte, so dass der BMW 3/15 selbst heute eher als Dixie bekannt ist).

Der Firmenname selbst wird generell im Museum sehr ernst genommen, zahlreiche gewienerte Motoren aus den unterschiedlichen Epochen kann man bestaunen, mehr auf jeden Fall als ich in der Form in jedem anderen Automuseum bislang gesehen habe. Aber auch die Geschichte vom BMW Motorrad kommt nicht zu kurz, besonders gefreut hat mich ein Wiedersehen mit den Rallye Dakar Maschinen. Im “Haus der Baureihe” hat man es sich nehmen lassen einen roten E90 M3 zu zeigen, da bin ich dann doch ein paar Minuten stehen geblieben und habe den Anblick einfach mal genossen. Dafür hatte ich leider bei den anderen Exponaten leider keine Zeit, ich war ein wenig in Eile. Dennoch oder eigentlich gerade deshalb, werde ich mir in den kommenden Monaten doch noch mal die Zeit nehmen und dem Museum einen längeren Besuch abstatten. Nicht zuletzt aus “Studienzwecken” als “Weiterbildungsmassnahme”. Man kann sich alles in 20 Minuten ansehen. Wer sich die Exponate aber mit Musse ansehen möchte und auch nur ein Teil der vielen Infotafeln studieren will, kann meiner Meinung nach ganz bequem 2 Stunden und mehr Zeit im BMW Museum München verbringen.

Wer sich auf den Weg ins BMW Museum nach München macht, dem darf ich noch einen Einblick: MINI Ausstellung im BMW Museum München geben. Die aktuelle Wechselausstellung zum Thema MINI fand ich auch sehr sehenswert. Das BMW Museum ist jede Woche von Dienstag bis Sonntag wie auch Feiertags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 9 Euro Eintritt, Kinder unter 18 Jahren zahlen 6 Euro.