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Skoda EUROTREK 2016 mit dem Skoda Octavia Scout

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Letzte Woche bin ich im Rahmen des Skoda EUROTREK 2016 fast 1.000 Kilometer durch Rumänien gefahren. Unsere Route hatte ihren Startpunkt in Subiu und endete am dritten Tag dann am Flugplatz von Constanța. In meinem Blog Fredericken findet ihr einen kleinen Reisebericht mit vielen Fotos aus Rumänien, hier möchte ich mich lediglich auf meinen Fahreindruck mit dem Skoda Octavia Scout beschränken.

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Ich bin zweieinhalb Tage lang den gleichen Skoda Octavia Scout gefahren. Der Scout unterscheidet sich vom normalen Ocatavia Combi im wesentlichen durch ein Mehr an Bodenfreiheit. 31mm mehr Bodenfreiheit hat er, der Octavia mit Offroad Touch. Den unterstützen dann noch zahlreiche Plastikanbauteile, die den Wagen noch ein wenig robuter erscheinen lassen sollen. So ein Unterfahrschutz ist schon eine gute Sache, nur ist Kunststoff eben nicht ansatzweise so robust wie Metall, so dass man sich vom dem Schein nicht trügen lassen sollte. Einen echten Offroad-Schutz bieten die Teile natürlich nicht. Für die 3.000 Euro Aufpreis gegenüber dem normalen Modell bekommt man zudem Allradantrieb in Form von einer Haldex-Kupplung der neusten Generation, die selbstredend aus dem VW-Regal stammt. Bei der Wahl der Fahrprogramme findet man zudem nun noch neben den üblichen Programmen einen “Offroad”-Modus. Dieser aktiviert im wesentlichen ein spezielles Off-Road-ABS und den Bergabfahrassistenten.

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Den Skoda Octavia Scout gibt es mit einem 1.8 Liter 180 PS starken TSI-Benziner und drei Dieselmotorisierungen. Der kleine 1.6 Liter Diesel leistet 160 PS, den 2.0 Liter TDI gibt es mit den Leistungsstufen 150 und 184 PS. Unser Testwagen war mit dem großen Diesel ausgestattet, der immer mit einem 6-Gang-DSG kombiniert ausgeliefert wird. Ein maximales Drehmoment von 380 Nm steht zwischen 1750 und 3250 U/min zur Verfügung. Das reicht für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7.8 Sekunden und eine Spitzengeschwindigkeit von 219 km/h.

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Letztere haben wir auf unserer Fahrt durch Rumänien natürlich nicht mal ansatzweise erreicht. Außerorts liegt das Tempolimit bei 90 km/h, auf Autobahn darf man dort 130 km/h fahren. Bei 130 km/h läuft der Skoda Octavia Scout sehr ruhig und selbst die Windgeräusche des angebauten Thule Dachgepäcktrager auf dem wir ein Reserverad transportiert haben, verhielt sich angenehm ruhig. Lediglich am letzten Tag im Donau Delta, bei dem der Wind draussen stark wehte wurde es ein wenig lauter. Mit den 184 Diesel-PS ist man sehr gut unterwegs. Das Hochbeschleunigen funktioniert stets prima. Der Wagen lädt sogar in Serpentinen zu Fahrspass an, das mehr an Bodenfreiheit schadet der Strassenlage nicht. Allerdings war das DSG in den Serpentinen manchmal ein wenig träge. Hier hätte ich mir durchaus Schaltwippen am Lenkrad gewünscht, um selbst das Doppelkupplungsgetriebe zu schalten. Dies kann man zwar über den Gangwahlhebel erledigen, aber gerade bei so kurvigen Strecken habe ich doch gerne beide Hände am Lenkrad.

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Die ganze Veranstaltung diente ja durchaus dazu, uns Mitreisenden die Gelegenheit zu geben, mit dem Skoda Octavia Scout mal ein wenig abseits der asphaltierten Strassen zu fahren. Nun ist der Skoda Octavia Scout kein Geländewagen und auch das mehr an Bodenfreiheit macht ihn nicht zum Arbeitstier für Schlammbäder, aber auf der geschotterten Pisten hat er mich vor allem in Sachen Komfort überzeugt. Das Fahrwerk schluckt dermassen viel weg, dass man sich manchmal nicht wirklich sicher war, ob man denn noch jenseits der Strasse unterwegs war. Und selbstredend schluckt es auch auf schlechten Asphaltstrassen eine Menge weg. Mein Rücken hat es gedankt. Die Sitze haben mich hingegen nicht vollkommen überzeugt. Die ersten beiden Tage haben wir über 10 Stunden im Auto verbracht, da bekommt man doch mal einen ganz anderen Eindruck als sonst nur auf eher kurzen Testfahrten. Hier wären ein paar Verstellmöglichkeiten mehr schon angenehm gewesen, um dem Körper ein wenig mehr an Abwechslung zu verschaffen. Aber am Ende muss man das Ganze ja auch immer mit einem Blick auf den Kaufpreis bewerten und da steht der preiswerteste Skoda Octavia Scout mit 28.590 Euro in der Preisliste. An der Sitzheizung habe ich hingegen so gar nichts auszusetzen, die funktioniert prima und wird auch angenehm heiss in der dritten Stufe.

Skoda gibt für den Skoda Octavia Scout 2.0 Liter Diesel mit 184 PS einen NEFZ-Verbrauch von 5 Litern Diesel auf 100 Kilomter an. Am Ende unserer Tour stand im Bordcomputer ein Verbrauch von 6.8 Liter, was wohl aufgrund der Schotterpassagen und dem Dachgepäckträger vollkommen in Ordnung geht. Gut gefallen hat mir das Infotainment-System. Wir haben fast ausschliesslich Musik über Spotify gehört. Die Einbindung von Apple CarPlay ist vollkommen problemlos, lediglich der Weg von der Navigationsansicht zurück zu CarPlay ist ein wenig aufwendig, weil man jedes Mal das Hauptmenü bemühen muss. Die Lausprecher waren ok. Solange man nicht zu laut die Musik hört, ist das Klangbild passabel und kann sogar mit ein wenig bassdruck glänzen. Dreht man die Musik aber laut, hat nicht nur der Bass Probleme, die Musik verliert generell an Klarheit.

Als Fazit halte ich für mich fest, dass der Skoda Octavia Scout sich auch als Langstreckenfahrzeug eignet und ein sehr angenehmer Reisebegleiter ist. Durch das Mehr an Bodenfreiheit kann man zumindest Schotter- und Feldwege gelassen befahren, das Fahrwerk sorgt dafür, dass selbst solche Ausflüge rückenschonend von Statten gehen.

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