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2016 Volkswagen VW up! beats 90 PS – erster Fahrbericht und Video-Review

Höher, breiter, tiefer, weiter, schneller! Bei einem Kleinstwagen wie dem Volkswagen Up! geht es wohl kaum um Superlativen. Neuer VW up!? Oder ist es ein Facelift? Am besten spricht man wohl von einer Produktaufwertung. Denn äusserlich hat sich am Volkswagen up! nicht viel getan, auch wenn er in der Länge um 60mm gewachsen ist. Das mehr an Platz kommt aber nicht etwa den Insassen zugute, sondern versteckt sich in den neuen Stossfängern, zudem musste für das neue 90 PS Aggregat ein wenig Platz geschaffen werden. Die Scheinwerfer und die Rückleuchten wurden neu gestaltet. Und das war es auch schon von aussen.

Und dennoch habe ich den up! als komplett neues Auto empfunden. Der 90PS Motor ist deutlich agiler als das 75 PS Pendant ohne Turbolader. Da kommt sogar ansatzweise Fahrspass auf, das leicht überarbeitete Getriebe trägt seinen Anteil dazu bei. Die Hardplastikwüste in Form des Dashboards ist passé. Zehn neue Dashpad stehen zur Auswahl, um den Innenraum vorne in Sachen Haptik und Optik aufzuwerten. Man möge mich nicht falsch verstehen, wir reden immer noch über jede Menge hartes Plastik, das sieht jetzt aber deutlich besser aus und fühlt sich auch besser an. Gepaart mit dem neuen optionalen Leder-Multifunktionslenkrad kann man das Interieur durchaus als schick bezeichnen.

Das kleine Zusatzdisplay wurde wegrationalisiert. Stattdessen gibt es nur noch eine Plastikhalterung, in die man sein Smartphone klemmen und dann per USB und Bluetooth verbinden kann – wenn es nicht größer als 5,5″ Zoll ist. Auf seinem smartphone startet man dann die “up!”-App, die sowohl für iOS als auch Android zum Marktstart im Spätsommer verfügbar sein wird. Unsere Autos waren noch mit einer Beta-Version ausgestattet, die aber schon recht stabil lief. Über die App kann man nun navigieren oder sich die Fahrdaten des up! ansehen. Ich finde das verdammt pfiffig.

Rund um hat mir der neue up! mit dem 90PS 1 Liter 3-Zylinder deutlich besser gefallen als noch der Vorgänger, den ich auch erst just im März 2016 noch gefahren bin. Wer mag, kann sich die Unterschiede auch sehr gut in den Ausfahrt.tv-Videos zu dem jeweiligen Fahrzeug ansehen.

Der neue Volkswagen up!:

und zum Vergleich die Vor-Faceliftversion des VW up!:

Pressemitteilung zum 2016 Volkswagen VW up!
Der kleinste Volkswagen wird bunter und schärfer – mit sportlichem Design, mehr Ausstattung, umfangreichen Individualisierungsmöglichkeiten und wegweisender Smartphone-Integration. Und auch in Sachen Leistung legt er mit einer neuen Topmotorisierung, die ein deutliches Plus an Drehmoment bietet, eine Schippe drauf. So geht der beliebte Mini-Kompakte mit neuen Farben und Felgen, neu abgemischtem Interieur, neuen Komfortmerkmalen und einem sportlichen 66 kW / 90 PS starken 1,0-Liter-TSI-Motor ab sofort an den Start. Für besten Sound sorgt das Sondermodell up! beats mit 300-Watt-Soundsystem. Der neue up! geht damit in die nächste Runde seiner Erfolgsgeschichte: Mit 660.000 verkauften Exemplaren in den vergangenen fünf Jahren gehört er zu den beliebtesten Kleinwagen in Europa. In Deutschland, Dänemark und den Niederlanden ist er die Nummer eins im Segment. Und auch außerhalb Europas ist die Nachfrage nach dem kompakten Volkswagen ebenfalls groß: Von den Straßen Brasiliens, Japans oder Südafrikas ist der up! nicht mehr wegzudenken.

Selbstbewusster Auftritt. Schon beim ersten Blick auf den neuen up! fallen zahlreiche Neuerungen auf: Die neu gestalteten Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, modifizierte Stoßfänger mit umgestalteten Zierleisten vorn und eine stärker konturierte Motorhaube lassen ihn sportlich geschärft wirken. Er wirkt breiter und reifer. Neue Felgen (bis 17 Zoll) und Außenspiegel mit integrierten Blinkern prägen die Seitenansicht. Für einen runden Abschluss sorgen neu gestaltete Rückleuchten und der markante Heck-Diffusor.

Starker Antritt. Was der up! optisch verspricht, hält er unter der Haube. Und zwar mit Nachdruck. Für Dynamik und Fahrspaß sorgt neben den beiden bekannten Benzinmotoren mit 44 kW / 60 PS und 55 kW / 75 PS nun der spritzige 1.0 TSI mit 66 kW / 90 PS. Der neue Dreizylinder ist das bislang stärkste Triebwerk und der erste Turbo der Baureihe. Damit beschleunigt der up! TSI in unter 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h. Gleichzeitig zügelt er seinen Durst. Kraftstoffverbrauch: 4,4 l / 100 km. Wer’s besonders sparsam will, greift zum erdgasbetriebenen eco up! (50 kW / 68 PS) oder zum elektrischen Citystromer e-up! (60 kW / 82 PS). Bei den Motoren ist also für jeden Geschmack etwas dabei.

Persönliche Note. Erst recht bei der Ausstattung: In Sachen Individualisierung ist der neue up! eine Klasse für sich. Der Clou: Mehr Möglichkeiten bei einfacher Auswahl – dank cleverer Ausstattungspakete. Denn die Palette von 13 Außenfarben (davon sieben neu), zehn verschiedenen Exterieur-Dekorfolien, zehn Dashpad-Designs (Designblende auf der Instrumententafel) und sieben neuen Sitzfarben lässt sich ganz bequem je nach Ausstattungslinie über die Pakete „roof pack“, „design pack“ oder „colour pack“ zusammenstellen:

  • roof pack: Zur Wahl stehen die drei Dachfarben „schwarz“, „weiß“ und „urano grey“ in Kombination mit entsprechend farblich abgesetzten Außenspiegelkappen und getönten hinteren Seitenscheiben.
  • design pack: Drei unterschiedliche farbige Außenspiegelkappen sowie darauf abgestimmte Dekorfolien im Exterieur und farbiges Dashpad im Interieur.
  • colour pack: Drei Pakete mit jeweils farbig lasierten Leichtmetallrädern in 15, 16 und 17 Zoll, abgestimmten Außenspiegeln und seitlichen Dekorfolien.

Außerdem gibt’s was auf die Ohren: Volkswagen bringt das Sondermodell up! beats mit dem BeatsAudio-Soundsystem des amerikanischen Audiospezialisten beats. Die 300 Watt starke Anlage sorgt mit Verstärker, sechs Highend-Lautsprechern und separatem Subwoofer für Konzert-Feeling im Innenraum. Von den Serienmodellen unterscheidet sich der up! beats durch neu gestaltete 15-Zoll-Leichtmetallfelgen, Dekor-Folien im beats-Design sowie farblich abgesetzte Außenspiegel. Obendrauf gibt’s serienmäßig die Smartphone-Integration und die neue Ambientebeleuchtung in Weiß.

Gute Verbindung. Der neue up! geht nicht nur beim Styling neue Wege. So lassen sich etwa die überarbeiteten Dashpads individuell gestalten, weil Volkswagen hier im IML-Verfahren (In-Mould-Labeling) bedruckte Oberflächen einsetzt. Auch in puncto Konnektivität ist der up! to date. Mit dem Topgerät „composition phone“ der beiden neuen Radiosysteme können alle gängigen Smartphones mit iOS- oder Android-Betriebssystem integriert werden. Einfach das Smartphone oberhalb der Mittelkonsole in die Halterung einklinken, mittels Bluetooth mit dem Radio verbinden, fertig. Über die Volkswagen App „maps + more“ kann der Fahrer so Navigation (Offline-Navigation, 2D- oder 3DKartenansicht), Multifunktionsanzeige mit Fahrzeugdaten und die Freisprechanlage des Telefons bedienen. Umständliches Tippen auf dem Bildschirm? Nein! Dank der Handschrifterkennung reicht es, mit dem Finger die ersten Buchstaben des gesuchten Begriffs auf das Display des Smartphones zu zeichnen, schon gibt die automatische Vorauswahl erste Vorschläge.

Mehr Funktionen. Der neue up! hält eine Reihe von Features bereit, die sonst nur in höheren Klassen zu finden sind. Dazu gehört das neue Multifunktionslenkrad. Damit lassen sich etwa Radiosender und Musiktitel auswählen, auch die Lautstärke kann geregelt werden. In Verbindung mit dem Radio „composition phone“ gibt es auf Wunsch eine Rückfahrkamera. Ebenfalls erhältlich: die Klimaautomatik Climatronic mit Allergenfilter, der selbst Pilzsporen wegfrisst, für optimale Luftqualität. Damit der Fahrer auf dem Weg nach Hause oder zum Auto nicht im Dunkeln tappt, hat der up! die Lichtfunktionen „coming home“ und „leaving home“ an Bord. Fazit: Gespart wurde beim up! nur an den Kosten: Trotz des umfangreichen up!-grades sinkt der Einstiegspreis um 125 Euro auf 9.850 Euro.

Foto-Quelle: Volkswagen